Die Notierungen für Brent-Rohöl verharren nach einer kräftigen Rallye in den Vormonaten auf erhöhtem Niveau zwischen 114 und 115 USD je Barrel, maßgeblich angetrieben von Sorgen um die Versorgungssicherheit im Nahen Osten. Marktbeobachter stellen jedoch zunehmend infrage, ob die geopolitische Risikoprämie die reale Angebots- und Nachfragekonstellation nicht mittlerweile überzeichnet. Während Großbanken wie JPMorgan den fundamental gerechtfertigten Wert eher bei rund 94 USD verorten und Goldman Sachs einen Rücksetzer auf 90 USD im Dezember für plausibel hält, deuten jüngste Daten der Internationalen Energieagentur (IEA) auf eine fortschreitende Marktentspannung hin. Für technisch und fundamental orientierte Anleger könnte sich aus dieser Diskrepanz eine antizyklische Trading Idee auf einen nachgebenden Ölpreis ableiten.
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