NEW YORK (dpa-AFX) - Der Kurs des Euro hat sich am Mittwoch nach der erwartungsgemäßen Zinsbestätigung in den USA und den Begleitaussagen der dortigen Notenbank ins Plus bewegt. Die europäische Gemeinschaftswährung kostete zuletzt 1,1152 US-Dollar, nachdem im Tagestief mit 1,1113 Dollar nochmals das jüngst erreichte Tief seit Mai 2025 eingestellt worden war. Nach den ersten Worten des Fed-Präsidenten Kevin Warsh wurden dann in der Spitze bis zu 1,1169 Dollar gezahlt.
Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs vor dem Zinsentscheid auf 1,1133 (Dienstag: 1,1150) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8982 Euro.
Nach der ersten Zinserhöhung seit Jahren, die es Mitte September gegeben hatte, behalten die Währungshüter von der Fed ihren Leitzins bei 3,75 bis 4,00 Prozent. Spannend wird nun, ob es beim letzten Entscheid in diesem Jahr im Dezember tatsächlich wie an den Märkten vorausgesagt zu einer weiteren Straffung der Geldpolitik kommt.
Unter den Fed-Mitgliedern hatte am Mittwoch eine überwältigende Mehrheit ihre Bereitschaft für eine weitere Zinsanhebung in diesem Jahr signalisiert. Laut dem Marktbeobachter Thomas Altmann von QC Partners war eine Zinserhöhung im Dezember zuletzt mit 90-prozentiger Wahrscheinlichkeit eingepreist worden.
Marktbewegende Konjunkturdaten hatte es am Mittwoch im Tagesverlauf nicht gegeben. Das nächste, für den Euro wichtige Notenbank-Ereignis folgt am Donnerstag mit dem Zinsentscheid der EZB. Auch hier wird keine Änderung des Leitzinses erwartet, denn Volkswirte erwarten überwiegend erst im Dezember eine Anhebung. Vorerst dürfte daher auch die schwierige Lage am französischen Anleihemarkt im Blick der Märkte bleiben./tih/he
