NEW YORK (dpa-AFX) - Immer mehr Menschen müssen wegen der anhaltenden Kämpfe im Jemen fliehen. Seit Anfang August seien 280.000 Menschen vertrieben worden, teilte der Sprecher von UN-Generalsekretär António Guterres unter Berufung auf Zahlen des UN-Nothilfebüros OCHA mit. Am 17. Oktober waren es nach UN-Zahlen 250.000 Menschen gewesen.
Mehr als die Hälfte halte sich nun im Gouvernement Tais auf. Der Zugang für humanitäre Hilfe sei schwieriger geworden. "Schäden an einer wichtigen Straße, die Taiz mit den südlichen Provinzen des Jemen verbindet, zwingen Hilfsorganisationen dazu, ihre Lieferungen über enge Bergstraßen umzuleiten."
Der UN-Bevölkerungsfonds (UNFPA) warne vor sexueller Gewalt, Menschenhandel und Zwangsverheiratungen, insbesondere in überfüllten Unterkünften. Mehr als 230.000 Menschen benötigten dringend Hilfe bei der Wasser- und Sanitärversorgung.
Der Bürgerkrieg im Jemen ist im Zuge des Iran-Kriegs erneut aufgeflammt. Die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz nahm bei einer Offensive weite Teile der Westküste am Roten Meer ein und rückte auch in andere Provinzen vor. Die Regierung des Jemen versucht, mit Hilfe verbündeter Milizen und Saudi-Arabiens die Rebellen zurückzudrängen./apo/DP/zb
