Tübingen (ots) -
Zweimal täglich, vom ersten Milchzahn an, über Jahre hinweg: Kinderzahnpasta gehört zu den regelmäßigsten Geschmackserlebnissen in der frühen Kindheit. Viele Produkte schmecken bewusst intensiv süß. Doch könnte das unsere späteren Geschmacksvorlieben beeinflussen?
Die Forschung zum sogenannten Flavour Learning zeigt, dass Geschmacksvorlieben bereits während der Schwangerschaft und in den ersten Lebensjahren geprägt werden. Wiederholte Geschmacksreize spielen dabei eine wichtige Rolle.
Kinderzahnpasta könnte dabei eine bislang unterschätzte Bedeutung haben: Sie wird zweimal täglich verwendet, bleibt während des Zähneputzens eine gewisse Zeit im Mund und ist häufig mit positiven Emotionen verbunden. Eltern begleiten das Zähneputzen mit Lob, Zuwendung und spielerischen Ritualen.
Damit treffen drei Faktoren zusammen, die Lernprozesse begünstigen können: Wiederholung, intensive Süßreize und positive emotionale Verstärkung.
"Wir achten bei der Kinderernährung zunehmend darauf, übermäßige Süße zu vermeiden. Aber warum gewöhnen wir Kinder möglicherweise schon beim täglichen Zähneputzen an intensive Süßreize?", fragt Univ.-Prof. Dr. Rainer Hahn, Präventionsforscher und Lehrstuhlinhaber an der Danube Private University in Krems.
Für Hahn ist das ein Anlass, Kinderzahnpflege grundsätzlich weiterzudenken: "Wenn wir wissen, wie prägend die ersten Lebensjahre für Geschmacksvorlieben und die Entwicklung des oralen Mikrobioms sind, sollten wir diese Erkenntnisse auch bei der Entwicklung von Kinderzahnpasta berücksichtigen."
Sein Ansatz: Weniger intensive Süße, ein bewusster Umgang mit dem kindlichen Mikrobiom und eine Zahnpflege, die nicht nur vor Karies schützt, sondern die gesunde Entwicklung von Anfang an begleitet.
Vita:
Univ.-Prof. Dr. Rainer Hahn ist Zahnarzt, Wissenschaftler und Lehrstuhlinhaber für zahnärztliche Prävention an der Danube Private University (DPU) in Krems, Österreich.
Für seine wissenschaftlichen Arbeiten wurde er 1996 mit dem renommierten Miller-Preis der Deutschen Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (DGZMK) ausgezeichnet, einer der bedeutendsten wissenschaftlichen Auszeichnungen der deutschen Zahnmedizin.
Seine Tätigkeit verbindet universitäre Forschung mit langjähriger klinischer Erfahrung in seinen zahnmedizinischen Einrichtungen in Tübingen und Kitzbühel. Im Mittelpunkt seiner Arbeit stehen innovative Präventionskonzepte und die wissenschaftliche Weiterentwicklung der Mundgesundheit.
Als Gründer des Unternehmens Cumdente mit den Marken ApaCare und OraLactin überträgt er wissenschaftliche Erkenntnisse in die Entwicklung moderner Zahnpflegeprodukte und Präventionskonzepte.
Quellen zu Flavour Learning:
1. Probiotische Zahncremes (2025)
Choi EM, Park SK. The efficacy of lactic acid bacteria-based toothpaste on oral health: a systematic review and meta-analysis. Front Oral Health. 2025;6:1668943. doi:10.3389/froh.2025.1668943.
Diese systematische Übersichtsarbeit untersucht die Wirkung von Zahncremes mit Milchsäurebakterien sowie weiteren mikrobiomorientierten Ansätzen auf die Mundgesundheit. Zwölf randomisierte Studien wurden berücksichtigt, vier davon in der Metaanalyse. Die Ergebnisse zeigen unter anderem Verbesserungen des Plaqueindex, der Blutung auf Sondieren und weiterer gingivaler beziehungsweise parodontaler Entzündungsparameter.
2. Probiotika und Karies bei Vorschulkindern (2024)
Panchbhai AS, et al. Efficacy and safety of probiotics for dental caries in preschool children: a systematic review and meta-analysis. Contemp Clin Dent. 2024;15(1):10-16. doi:10.4103/ccd.ccd_40_23.
Die systematische Übersichtsarbeit und Metaanalyse bewertet probiotische Interventionen zur Kariesprävention bei Vorschulkindern. Im Mittelpunkt stehen Veränderungen kariesassoziierter Mikroorganismen und weiterer Indikatoren der Mundgesundheit. Die Ergebnisse verdeutlichen das Potenzial gezielt eingesetzter probiotischer Bakterienstämme, die mikrobielle Zusammensetzung im Mund günstig zu beeinflussen.
3. Probiotika bei Kindern und Jugendlichen (2024)
Mayta-Tovalino et al. International Dental Journal. 2024. doi:10.1016/j.identj.2024.06.013. [Bibliografische Angaben noch zu verifizieren.]
Die Arbeit befasst sich mit probiotischen Interventionen und deren Bedeutung für die orale Gesundheit von Kindern und Jugendlichen. Untersucht werden klinische und mikrobiologische Parameter wie Plaquebildung, Gingivitis und kariesassoziierte Bakterien. Sie ordnet probiotische Ansätze als Bestandteil der Forschung zur mikrobiellen Balance in der Mundhöhle ein.
4. Probiotika im Kariesmanagement (2024)
Lopes PC, Gomes ATPC, Mendes K, Blanco L, Correia MJ. Unlocking the potential of probiotic administration in caries management: a systematic review. BMC Oral Health. 2024;24:216. doi:10.1186/s12903-024-03893-8.
Diese systematische Übersichtsarbeit wertet 14 klinische Studien zum Einsatz von Probiotika im Kariesmanagement aus. Erfasst wurden unter anderem kariogene Mikroorganismen, Speichel-pH-Wert, Pufferkapazität und Kariesaktivität. Für bestimmte Bakterienstämme, insbesondere Lacticaseibacillus rhamnosus, wurden günstige Veränderungen kariesassoziierter Parameter beschrieben.
5. Anforderungen zur Entwicklung von Kinderzahnpasten (2013)
Stovell AG, Newton BM, Lynch RJM. Important considerations in the development of toothpaste formulations for children. Int Dent J. 2013;63(Suppl 2):57-63. doi:10.1111/idj.12083.
Der wissenschaftliche Review behandelt wichtige Anforderungen an die Entwicklung von Kinderzahnpasten: Fluoridverfügbarkeit, Abrasivität, Tenside, Schaumbildung und Geschmack. Kinder bevorzugen häufig mildere Geschmacksrichtungen und weniger Schaum als Erwachsene. Eine altersgerechte Aromatisierung und angenehme Anwendung sind wichtige Faktoren für die Akzeptanz und regelmäßige Zahnpflege.
6. Süß- und Bitterpräferenzen im Kindesalter (2015)
Mennella JA, Bobowski NK. The sweetness and bitterness of childhood: insights from basic research on taste preferences. Physiol Behav. 2015;152(Pt B):502-507. doi:10.1016/j.physbeh.2015.05.015.
Die Übersichtsarbeit beschreibt die Entwicklung der Süß- und Bittergeschmackswahrnehmung im Kindesalter. Kinder bevorzugen im Durchschnitt höhere Süßintensitäten als Erwachsene und reagieren häufig stärker ablehnend auf bittere Reize. Diese Unterschiede stehen sowohl mit biologischen Entwicklungsprozessen als auch mit individuellen Geschmackserfahrungen in Zusammenhang und verändern sich mit zunehmendem Alter.
7. Frühe Geschmackserfahrungen (2002)
Liem DG, Mennella JA. Sweet and sour preferences during childhood: role of early experiences. Dev Psychobiol. 2002;41(4):388-395. doi:10.1002/dev.10067.
In dieser experimentellen Untersuchung wurden die Geschmackspräferenzen von 83 Kindern im Alter von vier bis sieben Jahren analysiert. Frühkindliche Ernährungserfahrungen standen mit späteren Vorlieben für saure Geschmacksrichtungen in Zusammenhang. Zudem zeigten sich Zusammenhänge zwischen familiären Süßungsgewohnheiten und der bevorzugten Süßintensität. Die Ergebnisse unterstreichen den Einfluss früher Erfahrungen auf die Geschmacksentwicklung.
8. Hyaluronsäure bei kindlicher Gingivitis (2011)
Igic M, et al. Efficacy of hyaluronic acid in the treatment of chronic gingivitis in children. Vojnosanit Pregl. 2011;68(12):1021-1025. doi:10.2298/vsp1112021i.
Die klinische Studie untersuchte 130 Kinder, darunter zwei Gruppen mit chronischer Gingivitis und eine gesunde Kontrollgruppe. Bei ergänzender Anwendung von Hyaluronsäure zur konventionellen Behandlung verbesserten sich klinische Entzündungsparameter, insbesondere die Zahnfleischblutung. Die Ergebnisse sprechen für einen unterstützenden Effekt lokal angewendeter Hyaluronsäure auf entzündetes Zahnfleisch.
9. Hyaluronsäure und orale Wundheilung (2024)
Joshi VM, Kandaswamy E, St Germain J, Schiavo JH, Shaikh FM. Effect of hyaluronic acid on palatal wound healing: a systematic review. Clin Oral Investig. 2024;28(10):565. doi:10.1007/s00784-024-05955-1.
Diese systematische Übersichtsarbeit umfasst acht Studien zur Anwendung von Hyaluronsäure nach chirurgischer Entnahme von Gewebe am Gaumen. Untersucht wurden Wundheilung, Epithelisierung, Schmerzen und postoperative Beschwerden. Die zusammengefassten Ergebnisse weisen auf eine Förderung der Heilungsprozesse und eine Verringerung postoperativer Beschwerden durch lokal applizierte Hyaluronsäure hin.
10. Hyaluronsäurehaltiges Mundgel bei Kindern (2026)
Mohamed-Ali SF, Jasim AA, Ali HE. HyaluHerb pediatric oral gel for recurrent aphthous ulcers and plaque-induced gingivitis in children: a two-cohort randomized controlled trial. J Int Soc Prev Community Dent. 2026;16(3):318-329. doi:10.4103/jispcd.jispcd_220_25.
Die randomisierte, doppelblinde Studie untersuchte 267 Kinder mit wiederkehrenden Aphthen oder plaqueinduzierter Gingivitis. Ein Kombinationsgel mit 0,2 % Hyaluronsäure, Aloe vera und pflanzlichen Extrakten wurde mit verschiedenen Kontrollbehandlungen verglichen. Das Gel verkürzte die Abheilungszeit von Aphthen und verbesserte gingivale Entzündungsparameter; zudem wurde eine gute Verträglichkeit beschrieben.
Pressekontakt:
Dr. Denise Merk
07071-9755721
biz@cumdente.de
Original-Content von: Cumdente GmbH, übermittelt durch news aktuell
Originalmeldung: https://www.presseportal.de/pm/173766/6380040
Zweimal täglich, vom ersten Milchzahn an, über Jahre hinweg: Kinderzahnpasta gehört zu den regelmäßigsten Geschmackserlebnissen in der frühen Kindheit. Viele Produkte schmecken bewusst intensiv süß. Doch könnte das unsere späteren Geschmacksvorlieben beeinflussen?
Die Forschung zum sogenannten Flavour Learning zeigt, dass Geschmacksvorlieben bereits während der Schwangerschaft und in den ersten Lebensjahren geprägt werden. Wiederholte Geschmacksreize spielen dabei eine wichtige Rolle.
Kinderzahnpasta könnte dabei eine bislang unterschätzte Bedeutung haben: Sie wird zweimal täglich verwendet, bleibt während des Zähneputzens eine gewisse Zeit im Mund und ist häufig mit positiven Emotionen verbunden. Eltern begleiten das Zähneputzen mit Lob, Zuwendung und spielerischen Ritualen.
Damit treffen drei Faktoren zusammen, die Lernprozesse begünstigen können: Wiederholung, intensive Süßreize und positive emotionale Verstärkung.
"Wir achten bei der Kinderernährung zunehmend darauf, übermäßige Süße zu vermeiden. Aber warum gewöhnen wir Kinder möglicherweise schon beim täglichen Zähneputzen an intensive Süßreize?", fragt Univ.-Prof. Dr. Rainer Hahn, Präventionsforscher und Lehrstuhlinhaber an der Danube Private University in Krems.
Für Hahn ist das ein Anlass, Kinderzahnpflege grundsätzlich weiterzudenken: "Wenn wir wissen, wie prägend die ersten Lebensjahre für Geschmacksvorlieben und die Entwicklung des oralen Mikrobioms sind, sollten wir diese Erkenntnisse auch bei der Entwicklung von Kinderzahnpasta berücksichtigen."
Sein Ansatz: Weniger intensive Süße, ein bewusster Umgang mit dem kindlichen Mikrobiom und eine Zahnpflege, die nicht nur vor Karies schützt, sondern die gesunde Entwicklung von Anfang an begleitet.
Vita:
Univ.-Prof. Dr. Rainer Hahn ist Zahnarzt, Wissenschaftler und Lehrstuhlinhaber für zahnärztliche Prävention an der Danube Private University (DPU) in Krems, Österreich.
Für seine wissenschaftlichen Arbeiten wurde er 1996 mit dem renommierten Miller-Preis der Deutschen Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (DGZMK) ausgezeichnet, einer der bedeutendsten wissenschaftlichen Auszeichnungen der deutschen Zahnmedizin.
Seine Tätigkeit verbindet universitäre Forschung mit langjähriger klinischer Erfahrung in seinen zahnmedizinischen Einrichtungen in Tübingen und Kitzbühel. Im Mittelpunkt seiner Arbeit stehen innovative Präventionskonzepte und die wissenschaftliche Weiterentwicklung der Mundgesundheit.
Als Gründer des Unternehmens Cumdente mit den Marken ApaCare und OraLactin überträgt er wissenschaftliche Erkenntnisse in die Entwicklung moderner Zahnpflegeprodukte und Präventionskonzepte.
Quellen zu Flavour Learning:
1. Probiotische Zahncremes (2025)
Choi EM, Park SK. The efficacy of lactic acid bacteria-based toothpaste on oral health: a systematic review and meta-analysis. Front Oral Health. 2025;6:1668943. doi:10.3389/froh.2025.1668943.
Diese systematische Übersichtsarbeit untersucht die Wirkung von Zahncremes mit Milchsäurebakterien sowie weiteren mikrobiomorientierten Ansätzen auf die Mundgesundheit. Zwölf randomisierte Studien wurden berücksichtigt, vier davon in der Metaanalyse. Die Ergebnisse zeigen unter anderem Verbesserungen des Plaqueindex, der Blutung auf Sondieren und weiterer gingivaler beziehungsweise parodontaler Entzündungsparameter.
2. Probiotika und Karies bei Vorschulkindern (2024)
Panchbhai AS, et al. Efficacy and safety of probiotics for dental caries in preschool children: a systematic review and meta-analysis. Contemp Clin Dent. 2024;15(1):10-16. doi:10.4103/ccd.ccd_40_23.
Die systematische Übersichtsarbeit und Metaanalyse bewertet probiotische Interventionen zur Kariesprävention bei Vorschulkindern. Im Mittelpunkt stehen Veränderungen kariesassoziierter Mikroorganismen und weiterer Indikatoren der Mundgesundheit. Die Ergebnisse verdeutlichen das Potenzial gezielt eingesetzter probiotischer Bakterienstämme, die mikrobielle Zusammensetzung im Mund günstig zu beeinflussen.
3. Probiotika bei Kindern und Jugendlichen (2024)
Mayta-Tovalino et al. International Dental Journal. 2024. doi:10.1016/j.identj.2024.06.013. [Bibliografische Angaben noch zu verifizieren.]
Die Arbeit befasst sich mit probiotischen Interventionen und deren Bedeutung für die orale Gesundheit von Kindern und Jugendlichen. Untersucht werden klinische und mikrobiologische Parameter wie Plaquebildung, Gingivitis und kariesassoziierte Bakterien. Sie ordnet probiotische Ansätze als Bestandteil der Forschung zur mikrobiellen Balance in der Mundhöhle ein.
4. Probiotika im Kariesmanagement (2024)
Lopes PC, Gomes ATPC, Mendes K, Blanco L, Correia MJ. Unlocking the potential of probiotic administration in caries management: a systematic review. BMC Oral Health. 2024;24:216. doi:10.1186/s12903-024-03893-8.
Diese systematische Übersichtsarbeit wertet 14 klinische Studien zum Einsatz von Probiotika im Kariesmanagement aus. Erfasst wurden unter anderem kariogene Mikroorganismen, Speichel-pH-Wert, Pufferkapazität und Kariesaktivität. Für bestimmte Bakterienstämme, insbesondere Lacticaseibacillus rhamnosus, wurden günstige Veränderungen kariesassoziierter Parameter beschrieben.
5. Anforderungen zur Entwicklung von Kinderzahnpasten (2013)
Stovell AG, Newton BM, Lynch RJM. Important considerations in the development of toothpaste formulations for children. Int Dent J. 2013;63(Suppl 2):57-63. doi:10.1111/idj.12083.
Der wissenschaftliche Review behandelt wichtige Anforderungen an die Entwicklung von Kinderzahnpasten: Fluoridverfügbarkeit, Abrasivität, Tenside, Schaumbildung und Geschmack. Kinder bevorzugen häufig mildere Geschmacksrichtungen und weniger Schaum als Erwachsene. Eine altersgerechte Aromatisierung und angenehme Anwendung sind wichtige Faktoren für die Akzeptanz und regelmäßige Zahnpflege.
6. Süß- und Bitterpräferenzen im Kindesalter (2015)
Mennella JA, Bobowski NK. The sweetness and bitterness of childhood: insights from basic research on taste preferences. Physiol Behav. 2015;152(Pt B):502-507. doi:10.1016/j.physbeh.2015.05.015.
Die Übersichtsarbeit beschreibt die Entwicklung der Süß- und Bittergeschmackswahrnehmung im Kindesalter. Kinder bevorzugen im Durchschnitt höhere Süßintensitäten als Erwachsene und reagieren häufig stärker ablehnend auf bittere Reize. Diese Unterschiede stehen sowohl mit biologischen Entwicklungsprozessen als auch mit individuellen Geschmackserfahrungen in Zusammenhang und verändern sich mit zunehmendem Alter.
7. Frühe Geschmackserfahrungen (2002)
Liem DG, Mennella JA. Sweet and sour preferences during childhood: role of early experiences. Dev Psychobiol. 2002;41(4):388-395. doi:10.1002/dev.10067.
In dieser experimentellen Untersuchung wurden die Geschmackspräferenzen von 83 Kindern im Alter von vier bis sieben Jahren analysiert. Frühkindliche Ernährungserfahrungen standen mit späteren Vorlieben für saure Geschmacksrichtungen in Zusammenhang. Zudem zeigten sich Zusammenhänge zwischen familiären Süßungsgewohnheiten und der bevorzugten Süßintensität. Die Ergebnisse unterstreichen den Einfluss früher Erfahrungen auf die Geschmacksentwicklung.
8. Hyaluronsäure bei kindlicher Gingivitis (2011)
Igic M, et al. Efficacy of hyaluronic acid in the treatment of chronic gingivitis in children. Vojnosanit Pregl. 2011;68(12):1021-1025. doi:10.2298/vsp1112021i.
Die klinische Studie untersuchte 130 Kinder, darunter zwei Gruppen mit chronischer Gingivitis und eine gesunde Kontrollgruppe. Bei ergänzender Anwendung von Hyaluronsäure zur konventionellen Behandlung verbesserten sich klinische Entzündungsparameter, insbesondere die Zahnfleischblutung. Die Ergebnisse sprechen für einen unterstützenden Effekt lokal angewendeter Hyaluronsäure auf entzündetes Zahnfleisch.
9. Hyaluronsäure und orale Wundheilung (2024)
Joshi VM, Kandaswamy E, St Germain J, Schiavo JH, Shaikh FM. Effect of hyaluronic acid on palatal wound healing: a systematic review. Clin Oral Investig. 2024;28(10):565. doi:10.1007/s00784-024-05955-1.
Diese systematische Übersichtsarbeit umfasst acht Studien zur Anwendung von Hyaluronsäure nach chirurgischer Entnahme von Gewebe am Gaumen. Untersucht wurden Wundheilung, Epithelisierung, Schmerzen und postoperative Beschwerden. Die zusammengefassten Ergebnisse weisen auf eine Förderung der Heilungsprozesse und eine Verringerung postoperativer Beschwerden durch lokal applizierte Hyaluronsäure hin.
10. Hyaluronsäurehaltiges Mundgel bei Kindern (2026)
Mohamed-Ali SF, Jasim AA, Ali HE. HyaluHerb pediatric oral gel for recurrent aphthous ulcers and plaque-induced gingivitis in children: a two-cohort randomized controlled trial. J Int Soc Prev Community Dent. 2026;16(3):318-329. doi:10.4103/jispcd.jispcd_220_25.
Die randomisierte, doppelblinde Studie untersuchte 267 Kinder mit wiederkehrenden Aphthen oder plaqueinduzierter Gingivitis. Ein Kombinationsgel mit 0,2 % Hyaluronsäure, Aloe vera und pflanzlichen Extrakten wurde mit verschiedenen Kontrollbehandlungen verglichen. Das Gel verkürzte die Abheilungszeit von Aphthen und verbesserte gingivale Entzündungsparameter; zudem wurde eine gute Verträglichkeit beschrieben.
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