Dübendorf (ots) -
Eine Trendwende zeichnet sich auf dem Schweizer Arbeitsmarkt ab: Der Temporärmarkt wächst im 3. Quartal robust. Das Feststellengeschäft stabilisiert sich eindrucksvoll.
Gute Nachrichten für den Schweizer Arbeitsmarkt. Nach drei Jahren mit deutlichen Rückgängen im Temporärmarkt steuern die Schweizer Personaldienstleister auf ein solides Wachstum im Jahr 2026 zu. Die geleisteten Einsatzstunden der Temporärarbeitenden wuchsen im 3. Quartal um 3,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Damit beschleunigte sich das Wachstum leicht im Vergleich zum Vorquartal. Auf Jahressicht dürfte der Temporärmarkt um rund 3 Prozent gegenüber dem Vorjahr zulegen. Der Umsatz mit Feststellenvermittlungen ging im 3. Quartal um 5,5 Prozent zurück und schrumpfte nach 9 Quartalen erstmals im einstelligen Bereich. Eindrucksvoll ist die Erholung über den Quartalsverlauf: Sank der Feststellenmarkt im Juli noch um 9,3 Prozent, betrug der Rückgang im September nur mehr 2,3 Prozent. Im 4. Quartal dürfte das Geschäft mit Feststellenvermittlungen erstmals wieder ins Plus drehen.
Die positive Entwicklung auf dem Markt für Temporärstellen und Feststellenvermittlungen sind ein gutes Zeichen für den Schweizer Arbeitsmarkt. Dr. Marius Osterfeld, Chef-Ökonom bei swissstaffing, weiss: "Das Geschäft der Personaldienstleister ist ein Frühindikator dafür, wie es in den nächsten Monaten auf dem Arbeitsmarkt weitergeht. Werden gleichzeitig mehr Temporär- und Feststellen vermittelt, ist das ein Zeichen für eine Erholung auf dem Arbeitsmarkt. Dieser Wendepunkt dürfte im 4. Quartal erreicht sein." Die Trendumkehr überrascht angesichts gehäufter Meldungen von Entlassungen, Unternehmensschliessungen und der angespannten geopolitischen Lage, die sich aktuell vor allem über den Ölpreis auf die Wirtschaft auswirkt. Osterfeld erklärt: "In der Wirtschaft entstehen und verschwinden laufend neue Arbeitsplätze. Die Frage ist, welcher der beiden Trends gerade die Oberhand hat. Die neuesten Zahlen der Personaldienstleister deuten in Richtung Trendwende."
Binnenwirtschaft und Investitionen geben Rückenwind
Die gute Entwicklung des Schweizer Arbeitsmarkts und des Geschäfts der Personaldienstleister ist breit abgestützt. Ein wichtiges Standbein der Erholung ist die Binnenwirtschaft: Insbesondere der Bau hat sich robust entwickelt, aber auch die im internationalen Vergleich geringe Inflationsrate sorgt für eine stabile Nachfrage im Inland. Gleichzeitig hat sich nach Jahren der Zurückhaltung bei vielen Unternehmen ein Investitionsstau entwickelt. Wer im Wettbewerb bestehen will, kann Investitionen in künstliche Intelligenz, Digitalisierung sowie Forschung und Entwicklung nicht beliebig aufschieben. Osterfeld erläutert: "Der Investitionsdruck gibt insbesondere der Nachfrage nach hochqualifizierten Temporärarbeitenden Auftrieb. Das Spektrum reicht von Entwickler:innen über Projektmanager:innen bis hin zu Schnittstellenfunktionen, die die Brücke zwischen Entwicklungsabteilung, Vertrieb und Endkunden bauen." Bei exportorientierten Unternehmen sorgt der schwächere Franken für zusätzlichen Rückenwind. Damit ruht die Erholung auf mehreren Standbeinen. Das sich stabilisierende Geschäft mit Feststellenvermittlungen deutet darauf hin, dass Unternehmen anfangen, ihre Kapazitäten langfristig auszudehnen.
Hinweis: Aufgrund eines technischen Fehlers bei der Datenaufbereitung wurden die Indexwerte für das 2. Halbjahr 2025 und das 2. Quartal 2026 korrigiert. Die Interpretation der Branchenentwicklung bleibt davon unberührt. Die aktualisierten Werte sind in den Grafiken und im Cockpit auf der Website einzusehen.
Pressekontakt:
Für weitere Auskünfte wenden Sie sich bitte an:
Dr. Marius Osterfeld, Leiter Ökonomie und Politik
Tel: 044 388 95 70 / 079 930 45 25
marius.osterfeld@swissstaffing.ch
Celeste Bella, Leiterin Marketing & Kommunikation
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Originalmeldung: https://www.presseportal.ch/de/pm/100057910/100943284
Eine Trendwende zeichnet sich auf dem Schweizer Arbeitsmarkt ab: Der Temporärmarkt wächst im 3. Quartal robust. Das Feststellengeschäft stabilisiert sich eindrucksvoll.
Gute Nachrichten für den Schweizer Arbeitsmarkt. Nach drei Jahren mit deutlichen Rückgängen im Temporärmarkt steuern die Schweizer Personaldienstleister auf ein solides Wachstum im Jahr 2026 zu. Die geleisteten Einsatzstunden der Temporärarbeitenden wuchsen im 3. Quartal um 3,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Damit beschleunigte sich das Wachstum leicht im Vergleich zum Vorquartal. Auf Jahressicht dürfte der Temporärmarkt um rund 3 Prozent gegenüber dem Vorjahr zulegen. Der Umsatz mit Feststellenvermittlungen ging im 3. Quartal um 5,5 Prozent zurück und schrumpfte nach 9 Quartalen erstmals im einstelligen Bereich. Eindrucksvoll ist die Erholung über den Quartalsverlauf: Sank der Feststellenmarkt im Juli noch um 9,3 Prozent, betrug der Rückgang im September nur mehr 2,3 Prozent. Im 4. Quartal dürfte das Geschäft mit Feststellenvermittlungen erstmals wieder ins Plus drehen.
Die positive Entwicklung auf dem Markt für Temporärstellen und Feststellenvermittlungen sind ein gutes Zeichen für den Schweizer Arbeitsmarkt. Dr. Marius Osterfeld, Chef-Ökonom bei swissstaffing, weiss: "Das Geschäft der Personaldienstleister ist ein Frühindikator dafür, wie es in den nächsten Monaten auf dem Arbeitsmarkt weitergeht. Werden gleichzeitig mehr Temporär- und Feststellen vermittelt, ist das ein Zeichen für eine Erholung auf dem Arbeitsmarkt. Dieser Wendepunkt dürfte im 4. Quartal erreicht sein." Die Trendumkehr überrascht angesichts gehäufter Meldungen von Entlassungen, Unternehmensschliessungen und der angespannten geopolitischen Lage, die sich aktuell vor allem über den Ölpreis auf die Wirtschaft auswirkt. Osterfeld erklärt: "In der Wirtschaft entstehen und verschwinden laufend neue Arbeitsplätze. Die Frage ist, welcher der beiden Trends gerade die Oberhand hat. Die neuesten Zahlen der Personaldienstleister deuten in Richtung Trendwende."
Binnenwirtschaft und Investitionen geben Rückenwind
Die gute Entwicklung des Schweizer Arbeitsmarkts und des Geschäfts der Personaldienstleister ist breit abgestützt. Ein wichtiges Standbein der Erholung ist die Binnenwirtschaft: Insbesondere der Bau hat sich robust entwickelt, aber auch die im internationalen Vergleich geringe Inflationsrate sorgt für eine stabile Nachfrage im Inland. Gleichzeitig hat sich nach Jahren der Zurückhaltung bei vielen Unternehmen ein Investitionsstau entwickelt. Wer im Wettbewerb bestehen will, kann Investitionen in künstliche Intelligenz, Digitalisierung sowie Forschung und Entwicklung nicht beliebig aufschieben. Osterfeld erläutert: "Der Investitionsdruck gibt insbesondere der Nachfrage nach hochqualifizierten Temporärarbeitenden Auftrieb. Das Spektrum reicht von Entwickler:innen über Projektmanager:innen bis hin zu Schnittstellenfunktionen, die die Brücke zwischen Entwicklungsabteilung, Vertrieb und Endkunden bauen." Bei exportorientierten Unternehmen sorgt der schwächere Franken für zusätzlichen Rückenwind. Damit ruht die Erholung auf mehreren Standbeinen. Das sich stabilisierende Geschäft mit Feststellenvermittlungen deutet darauf hin, dass Unternehmen anfangen, ihre Kapazitäten langfristig auszudehnen.
Hinweis: Aufgrund eines technischen Fehlers bei der Datenaufbereitung wurden die Indexwerte für das 2. Halbjahr 2025 und das 2. Quartal 2026 korrigiert. Die Interpretation der Branchenentwicklung bleibt davon unberührt. Die aktualisierten Werte sind in den Grafiken und im Cockpit auf der Website einzusehen.
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