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So etwas hat es bei SK hynix selten, bzw. sogar noch nie gegeben. Im dritten Quartal setzte der Speicherchip-Hersteller erstmals mehr als 100 Billionen Won um. Davon blieben rund 80 Prozent als operativer Gewinn hängen. Die Analysten lagen klar daneben und das führte dazu, dass die Aktie in Seoul um mehr als 10 Prozent nach oben sprang. Dazu gibt es einen gewaltigen Geldregen für die Aktionäre und auch Lieferverträge, die weit in die Zukunft gehen. Aber hält der Boom wirklich bis 2030 an und was verrät uns jetzt der Chart? Hier lesen Sie, was hinter den Zahlen steckt und warum es jetzt bullisch weitegehen könnte!
Rekordquartal: SK hynix lässt die Erwartungen weit hinter sich
SK hynix hat geliefert, und das nicht einfach nur mal so kleckerweise, sondern mal richtig. Der Umsatz stieg im dritten Quartal auf 104,6 Billionen Won. Der operative Gewinn kletterte auf 83,3 Billionen Won. Von 100 Won Umsatz blieben also etwa 80 Won übrig. Die Analysten hatten mit rund 98,3 und 76,7 Billionen Won gerechnet. Beide Werte wurden klar übertroffen, beim Gewinn fiel die Überraschung besonders groß aus. Ein kleiner Haken dabei ist allerdings, dass der Nettogewinn "nur" bei 39,8 Billionen Won lag. Der Grund hierfür war ein Verlust außerhalb des Kerngeschäfts, unter anderem durch Währungseffekte und Wertanpassungen. Am laufenden Geschäft liegt das also nicht, denn dort treiben vor allem die Preise. DRAM wurde binnen drei Monaten um knapp 30 Prozent teurer. Im vierten Quartal soll außerdem HBM4 zum wichtigsten Produkt werden. Auch die Aktionäre profitieren. Für 2026 sind rund 100 Billionen Won an Dividenden und Rückkäufen geplant. Für das dritte Quartal gibt es 20.000 Won je Aktie, die Hälfte davon als Sonderdividende aus dem Kioxia-Gewinn. Zugleich haben 14 Großkunden mehr als die Hälfte der Kapazität für 2027 und 2028 gebucht. Das Management sieht die Nachfrage bis 2030 vor dem Angebot. Also ein Engpass, der die Preise weiter befeuern könnte.

Charttechnik
Auch der Chart macht jetzt nach den Zahlen wieder gute Laune. Mit den letzten Kursen hat die Aktie den 50er SMA bereits hinter sich gelassen. Das Momentum zeigt klar nach oben. Das Ganze sieht nun richtig bullisch aus. Jetzt wartet schon die nächste Hürde, denn der 200er SMA liegt bei 1.059,90 Euro. An dieser Linie könnte sich viel entscheiden. Die Bullen müssen sie zurückerobern, damit der Aufwärtsdruck erhalten bleibt. Gelingt der Sprung über die 1.059,90 Euro, könnte es direkt weiterlaufen. Das nächste Ziel liegt dann bei 1.200 Euro. Scheitert die Aktie allerdings an der Linie, dürfte es erst mal langsamer weitergehen und dann zäher werden. Anleger sollten diese Marke deshalb genau im Blick behalten. Sie ist der Schlüssel für die Kurse der kommenden Wochen.
Was tun?
Die Zahlen sind stark, der Ausblick ist gut, die Verträge geben Rückhalt und der Chart dreht nach oben. Dem steht der Speicherzyklus gegenüber, der schon oft schnell gekippt ist. Susquehanna, eine der weltweit größten privaten Wertpapierhandelsfirmen und Market Maker, bewertet die Aktie zum Beispiel neutral. Auch die hohen KI-Ausgaben der großen Konzerne werden kritisch beäugt. Nach dem Kurssprung sind die Erwartungen hoch, Rückschläge bleiben allerdings jederzeit möglich. Das sollte man immer im Hinterkopf behalten. Unterm Strich passt derzeit vieles zusammen und spricht für SK hynix: Fundamentaldaten, Ausschüttungen und Chartbild. Die Lage wirkt optimistisch und das Kursziel 1.200 Euro dürfte durchaus realistisch werden. Zuvor müssen aber noch wichtige Hindernisse charttechnischer Natur überwunden werden.
Autor: Felix Goldbach, FinanzNachrichten-Redaktion
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