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Dow Jones News
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MÄRKTE EUROPA/DAX kratzt vor EZB-Entscheidung an 26.000 Punkten

DJ MÄRKTE EUROPA/DAX kratzt vor EZB-Entscheidung an 26.000 Punkten

DOW JONES--Mit den Kursen an den europäischen Börsen geht es auch am Donnerstagmittag nach oben. Die US-Notenbank hat wie erwartet das aktuelle Leitzinsniveau bestätigt. Zum weiteren geldpolitischen Vorgehen hielt sich Fed-Präsident Kevin Warsh bedeckt, Analysten gehen davon aus, dass die Fed im Dezember die Leitzinsen erhöhen wird. Leicht positiv für die Börsen ist, dass Warsh das Wachstumstempo der US-Wirtschaft auf "stark" von "solide" hochgestuft hat. Möglicherweise ist das ein positives Signal für die am Nachmittag anstehenden BIP-Zahlen für das dritte Quartal.

Der DAX gewinnt 0,9 Prozent auf 25.939 Punkte, im Tageshoch stand der Index bei 26.004. Der Euro-Stoxx-50 hinkt hinterher und gewinnt nur 0,3 Prozent - gedrückt unter anderem durch schwache Bankentitel. So verlieren BBVA nach Zahlenausweis 4,4 Prozent. Der Brent-Ölpreis fällt um 0,8 Prozent auf 114,40 Dollar das Fass zurück, während die Rendite der 10-jährigen US-Benchmarkanleihe um 2 Basispunkte auf 5,03 Prozent nachgibt.

Die Blicke richten sich nun auf die geldpolitische Entscheidung der EZB am Nachmittag. Auch hier wird eine Bestätigung der Leitzinsen erwartet. Im Blick steht daher der Ausblick. EZB-Präsidentin Christine Lagarde dürfte sich auch Fragen zu den Verwerfungen an den französischen Anleihemärkten ausgesetzt sehen. Die Zinsdifferenz zwischen deutschen und französischen Benchmarkanleihen war jüngst auf Niveaus wie zu Zeiten der Schuldenkrise gestiegen. "Lagarde wird Vertrauen in das Instrumentarium der Zentralbank zur Bewältigung von Risiken zeigen müssen", so die Unicredit.

Bereits vor der Entscheidung hat die EZB mitgeteilt, dass Lagarde ihr Amt am 7. Februar 2027 und damit vor dem Ende ihrer turnusmäßigen Amtszeit Ende Oktober aufgeben wird. Über ein frühzeitiges Aus wird seit einiger Zeit spekuliert. Die Neubesetzung ihres Postens werde nach einem Nominierungsprozess der Rat der Finanzminister vornehmen. Als aussichtsreichste Kandidaten gelten der Niederländer Klaas Knot und der Spanier Pablo Hernandez de Cos.

Die nach Börsenschluss am Vorabend veröffentlichten Geschäftszahlen von Microsoft und Alphabet enthalten Licht und Schatten. Während das Cloud-Wachstum und ein sehr starker freier Cashflow die Microsoft-Aktie nachbörslich um 4 Prozent nach oben trieb, brach das Google-Papier um fast 10 Prozent ein. Hier enttäuschte der Cashflow, auch musste Google einräumen, dass die zunehmende Nutzung von KI geringere Abfragen über Google-Suchmaschinen zur Folge habe.

Negative Vorgaben von ServiceNow drücken derweil die SAP-Aktie um 1,2 Prozent. Die Aktie des US-Softwareunternehmens brach nachbörslich um fast 20 Prozent ein - Grund waren nicht überzeugende Geschäftszahlen und Ausblick. Nach endgültigen Zahlen gewinnen Aixtron 6,2 Prozent, Analysten heben das positive Momentum beim Auftragseingang hervor. Nach schwachen Geschäftszahlen brechen LPKF dagegen um 6,4 Prozent ein.

Deutsche Telekom liegen mit Aufschlägen von 2,2 Prozent fest im Markt. Die Geschäftszahlen der US-Tochter T-Mobile US sind besser als erwartet ausgefallen, wenngleich Analysten darauf hinweisen, dass dies vor allem auf Verschiebungseffekte zurückzuführen sei. Tagesgewinner im DAX sind Adidas mit plus 3,5 Prozent nach endgültigen Zahlen. Der Sportartikelhersteller blickt optimistisch in die Zukunft.

Für Henkel geht es nach klar über den Erwartungen ausgefallenen Geschäftszahlen um 0,3 Prozent nach oben. Das Unternehmen hat daraufhin den Ausblick angehoben.

Die Drittquartalszahlen von Volkswagen (+0,7%) haben sowohl auf der Umsatz- wie auch der EBIT-Seite die Konsensprognosen verfehlt. Positiv hebt JP Morgan hervor, dass die Liquidität mit 33 Milliarden Euro weiterhin stark bleibe und das Unternehmen im dritten Quartal einen leicht positiven bereinigten freien Cashflow erzielt habe. Die Gesamtjahresprognose wurde bestätigt.

Vonovia (-3,2%) zeigt sich nach den ersten neun Monaten für das Gesamtjahr pessimistischer zum operativen Gewinn EBITDA und Vorsteuergewinn. Nach Einschätzung von JP Morgan sind die Anpassungen per se nicht dramatisch. Dennoch sei es derzeit trotz der günstigen Bewertung kaum vorstellbar, dass Anleger bei der Aktie zugreifen würden. Grund dafür seien das Zinsumfeld sowie die Unsicherheit rund um die Enteignungsdebatte in Berlin.

Salzgitter hat starke Geschäftszahlen für das dritte Quartal vorgelegt. Das EBITDA hat die Konsensschätzung um 30 Prozent geschlagen. Salzgitter gewinnen 8,6 Prozent.

MTU Aero gewinnen nach einem durchwachsenen Quartal 0,2 Prozent. Laut Berenberg liegt das bereinigte EBIT 1,4 Prozent unter Konsens, während der Umsatz leicht über der Markterwartung ausgefallen sei. Airbus rücken dagegen nach Zahlenausweis kräftig um 2 Prozent vor.

Nach schwachen Geschäftszahlen für das dritte Quartal geht es für Knorr-Bremse um 5,4 Prozent nach unten. Laut JP Morgan haben Auftragseingang, Umsatz und bereinigtes EBIT den Konsens um 5, 2 bzw. 2 Prozent verfehlt.

Redcare hat starke Drittquartalszahlen vorgelegt. Diese entsprechen laut Baader aber weitgehend den Konsenserwartungen. Der Ausblick wurde bestätigt. Nach der zuletzt starken Entwicklung der Aktie zeichnen sich Gewinnmitnahmen ab - das Papier verliert 3,6 Prozent. Nach einer Gewinnwarnung brechen Heidelberger Druckmaschinen um 15 Prozent ein.

=== 
Index          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag +/- % YTD 
Euro-Stoxx-50      6.183,60  +0,3   15,79    6.167,81    6,8 
Stoxx-50        5.403,20  +0,7   34,74    5.368,46    9,9 
DAX          25.938,85  +0,9   234,83    25.704,02    5,9 
MDAX          30.754,95  +1,1   329,55    27.039,42    0,4 
TecDAX         4.137,31  +0,5   21,71    3.091,28    14,2 
SDAX          18.384,85  -0,2   -37,84    13.062,07    7,0 
FTSE          10.744,74  +0,5   50,24    10.694,50    8,2 
CAC           7.961,51  +1,0   74,55    7.886,96    -2,3 
SMI          14.767,02  +1,3   185,92    14.581,10    11,3 
ATX           6.467,30  +0,4   27,71    6.439,59    21,4 
 
DEVISEN         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag Mi, 17:00 
EUR/USD          1,1139  -0,1  -0,0013     1,1152   1,1139 
EUR/JPY          176,06  +0,0   0,0400     176,02  176,2500 
EUR/CHF          0,9229  -0,1  -0,0006     0,9235   0,9245 
EUR/GBP          0,836  -0,1  -0,0007     0,8367   0,8374 
USD/JPY          158,04  +0,1   0,2200     157,82  158,2100 
GBP/USD          1,332  -0,0  -0,0005     1,3325   1,3297 
USD/CNY          6,6613  -0,1  -0,0047     6,6660   6,6662 
USD/CNH          6,6584  -0,1  -0,0030     6,6614   6,6634 
AUS/USD          0,7029  -0,3  -0,0024     0,7053   0,7034 
Bitcoin/USD      80.056,63  -1,5 -1.216,95    81.273,58 80.453,83 
 
ROHOEL          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex         101,91  -0,9   -0,87     102,78 
Brent/ICE         114,35  -0,8   -0,97     115,32 
 
Metalle         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold          4.025,18  -1,0   -41,86    4.067,04 
Silber           52,58  -2,6   -1,39      53,98 
Platin         1.488,26  -3,2   -49,86    1.538,12 
 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/mpt/cln

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October 29, 2026 08:22 ET (12:22 GMT)

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