DJ ÜBERBLICK am Mittag/Konjunktur, Zentralbanken, Politik
Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires
Wirtschaftsstimmung in der Eurozone im Oktober gesunken
Die Wirtschaftsstimmung in der Eurozone ist in diesem Monat gesunken. Der anhaltende Konflikt im Nahen Osten hält die Energiepreise auf einem hohen Niveau, was Verbraucher und Unternehmen weiter belastet. Wie die Europäische Kommission am Donnerstag mitteilte, fiel ihr Barometer für das wirtschaftliche Vertrauen von 97,5 im September auf 96,9 Punkte. Dies lag unter den Erwartungen von Ökonomen, die in einer Umfrage von The Wall Street Journal einen Wert von 97,7 prognostiziert hatten.
Irlands Wirtschaft wächst erneut kräftig und stützt die Eurozone
Irlands Wirtschaft ist im dritten Quartal bis September das zweite Quartal in Folge rasant gewachsen. Dies nährt die Hoffnung auf eine anhaltende Expansion in der gesamten Eurozone trotz höherer Energiekosten. Wie das Statistikamt des Landes mitteilte, lag das Bruttoinlandsprodukt um 5,5 Prozent höher als im zweiten Quartal. Angetrieben wurde das Wachstum unter anderem durch den Bereich Information und Kommunikation, eine Kategorie, die auch Aktivitäten im Bereich der künstlichen Intelligenz umfasst. Irland ist Sitz der internationalen Zentralen mehrerer großer US-Technologieunternehmen.
EZB-Präsidentin Lagarde tritt am 7. Februar 2027 zurück
Die Präsidentin der Europäischen Zentralbank (EZB), Christine Lagarde, wird ihr Amt vor dem Ende ihrer turnusmäßigen Amtszeit aufgeben. Wie die EZB mitteilte, hat Lagarde den EZB-Rat und den Vorsitzendes des Rats der Finanzminister, António Costa, darüber informiert, dass sie am 7. Februar 2027 zurücktreten wird. Normalerweise hätte Lagarde ihr Amt bis Ende Oktober 2027 ausüben sollen. Die Neubesetzung ihres Postens werde nach einem Nominierungsprozess der Rat der Finanzminister vornehmen. Als aussichtsreichste Kandidaten gelten der Niederländer Klaas Knot und der Spanier Pablo Hernandez de Cos.
Ton der EZB zu Frankreich - Aussichten auf Zinserhöhungen entscheidend für den Euro
Es wird erwartet, dass die Europäische Zentralbank die Zinssätze im späteren Verlauf unverändert lässt, doch ihr Ton zu den Haushaltsfragen Frankreichs und die Aussichten auf künftige Zinserhöhungen werden die Reaktion des Euro bestimmen, schreibt Francesco Pesole von ING in einer Research Note. Ein Signal, dass die Zinsen im Dezember wahrscheinlich angehoben werden, würde die Märkte überraschen, meint er. "Wir halten eine etwas weniger verbindliche Botschaft für wahrscheinlicher, vielleicht dass eine Zinserhöhung im Dezember möglich oder im Gespräch ist." Der Euro habe jedoch gezeigt, dass er nicht bereit sei, unter 1,1100 US-Dollar zu fallen, und es sei unwahrscheinlich, dass die EZB eine größere Abwärtsbewegung auslöse, schreibt er. Der Euro fällt um 0,1 Prozent auf 1,1144 US-Dollar.
BA-Stellenindex sinkt im Oktober
Die Nachfrage nach Arbeitskräften in Deutschland ist im Oktober schwach geblieben. Der Stellenindex der Bundesagentur für Arbeit (BA-X) sank um 1 Punkt auf 102 Zähler, wie die Bundesagentur mitteilte. Er lag damit 4 Punkte über seinem Vorjahreswert. Insgesamt bewegt sich der BA-X seit mehr als einem Jahr um den Jahresdurchschnitt von 2015, der als Referenzwert festgelegt wurde. "Trotz der insgesamt weiter schwachen Kräftenachfrage zeigt sich in zunehmend mehr Branchen ein zumindest leichtes Stellenplus im Vergleich zum Vorjahr", erklärte die BA.
Britische Staatsfinanzen dürften schwach bleiben
Die britischen Staatsfinanzen dürften in den kommenden Jahren schwach bleiben, nachdem die Regierung einen verringerten fiskalischen Puffer von 15 Milliarden Pfund für das Geschäftsjahr 2029-30 angekündigt hat, schreibt Kevin Timoney von Davy Research in einer Research Note. Der fiskalische Spielraum - der Spielraum, den die Regierung hat, um die Ausgaben zu erhöhen oder die Steuern zu senken, ohne ihre Haushaltsregeln zu verletzen - ist von den im März angekündigten 23,6 Milliarden Pfund gesunken. Das Budget vom Mittwoch habe keine wesentlichen politischen Änderungen enthalten, was bedeute, dass die britischen Staatsfinanzen in den kommenden Jahren wahrscheinlich prekär bleiben dürften, meint Timoney.
Chinesische Ölnachfrage hat wahrscheinlich ihren Höhepunkt erreicht
Saxo-Bank-Rohstoffstratege Ole Hansen meint bei einem Medienbriefing, dass die kommerzielle Ölnachfrage Chinas wahrscheinlich ihren Höhepunkt erreicht habe. Es gebe weltweit eine starke Tendenz zur Elektrifizierung, insbesondere in China, wo Elektrofahrzeuge über Personenkraftwagen hinausgingen und auch schwere Fahrzeuge wie Lastkraftwagen einschlössen, was andernorts nicht üblich sei, so Hansen weiter. Benzinfahrzeuge seien angesichts der hohen Energiepreise wirtschaftlich möglicherweise nicht mehr sinnvoll, fügt er hinzu. Dennoch bleibe unklar, inwieweit die erhöhten Energiepreise den Übergang zur Elektrifizierung auf dem chinesischen Markt vorangetrieben hätten und welche Auswirkungen dies folglich auf die Ölnachfrage habe. Ein aggressiver Wiederaufbau der Lagerbestände dürfte die Nachfrage jedoch weiterhin stützen, insbesondere wenn die Ölpreise in Richtung 70 bis 80 US-Dollar pro Barrel fielen, fügt er hinzu.
Chinesische Ölnachfrage hat wahrscheinlich ihren Höhepunkt erreicht
Saxo-Bank-Rohstoffstratege Ole Hansen meint bei einem Medienbriefing, dass die kommerzielle Ölnachfrage Chinas wahrscheinlich ihren Höhepunkt erreicht habe. Es gebe weltweit eine starke Tendenz zur Elektrifizierung, insbesondere in China, wo Elektrofahrzeuge über Personenkraftwagen hinausgingen und auch schwere Fahrzeuge wie Lastkraftwagen einschlössen, was andernorts nicht üblich sei, so Hansen weiter. Benzinfahrzeuge seien angesichts der hohen Energiepreise wirtschaftlich möglicherweise nicht mehr sinnvoll, fügt er hinzu. Dennoch bleibe unklar, inwieweit die erhöhten Energiepreise den Übergang zur Elektrifizierung auf dem chinesischen Markt vorangetrieben hätten und welche Auswirkungen dies folglich auf die Ölnachfrage habe. Ein aggressiver Wiederaufbau der Lagerbestände dürfte die Nachfrage jedoch weiterhin stützen, insbesondere wenn die Ölpreise in Richtung 70 bis 80 US-Dollar pro Barrel fielen, fügt er hinzu.
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October 29, 2026 08:30 ET (12:30 GMT)
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