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Dow Jones News
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MÄRKTE USA/Wall Street leichter - Alphabet nach Zahlen auf Talfahrt

DJ MÄRKTE USA/Wall Street leichter - Alphabet nach Zahlen auf Talfahrt

DOW JONES--An den US-Börsen geht es zum Start in den Donnerstagshandel abwärts. Der Dow-Jones-Index fällt um 0,5 Prozent auf 52.229 Punkte. Der S&P-500 verliert 0,5 Prozent und der Nasdaq-Composite 1,5 Prozent. Vor allem der Quartalsausweis der Google-Mutter Alphabet wird mit Enttäuschung aufgenommen. Als Stimmungsdämpfer wirken Händlern zufolge auch die Geschäftszahlen des südkoreanischen Chipkonzerns Samsung, der zwar einen Rekordgewinn meldete, mit dem Ausblick aber hinter den hochgesteckten Markterwartungen zurückblieb. Allerdings hatten am Vortag die Geschäftszahlen der ebenfalls südkoreanischen SK Hynix vorübergehend KI-Euphorie befeuert und Branchenaktien weltweit nach oben getrieben, so dass auch Gewinnmitnahmen eine Rolle spielen dürften.

Ansonsten stehen die Märkte noch unter dem Eindruck des Zinsentscheids der US-Notenbank vom Vortag. Die Federal Reserve hatte den Leitzins unverändert belassen. In der anschließenden Pressekonferenz räumte Fed-Chef Kevin Warsh jedoch ein, dass die Inflation noch immer zu hoch sei. Am Markt wird nun mit einer Zinserhöhung im Dezember gerechnet. Die Renditen der US-Anleihen geben gleichwohl nach. Die Zehnjahresrendite sinkt um 7 Basispunkte auf 4,97 Prozent. Der Dollar zeigt sich kaum verändert.

Konjunkturseitig stieg das Bruttoinlandsprodukt der USA im dritten Quartal stärker als angenommen. Der PCE-Preisindex bewegte sich im September im Rahmen der Erwartungen. Die persönlichen Einkommen und Ausgaben stiegen nur etwas weniger deutlich als angenommen. Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe ging wider Erwarten etwas zurück. Derweil hat die Europäische Zentralbank wie erwartet den Leitzins unverändert belassen.

Alphabet brechen um 13,4 Prozent ein. Trotz eines kräftig gestiegenen Umsatzes im Cloud-Computing-Geschäft verfehlte der Konzernumsatz die Konsensschätzungen von Analysten. Ursächlich waren überraschend schwache Umsätze im Dienstleistungsgeschäft, zu dem auch die Google-Suche gehört. Die Monetarisierung der auf künstlicher Intelligenz basierenden Suchmaschine verlaufe langsamer als erhofft, was neue Zweifel an den Ertragsmöglichkeiten der KI aufwerfe, heißt es.

Verhalten positiv werden hingegen die Geschäftszahlen von Microsoft aufgenommen. Mit dem Kurs der Aktie geht es 0,4 Prozent aufwärts. Vor allem dank der Cloudsparte Azure steigerte Microsoft den Umsatz stärker als erwartet. Auch der Gewinn übertraf die Konsensschätzung. Die Zahlen von Ebay (+1,6%) kommen ebenfalls gut an.

Besser als erwartet hat ferner die Deutsche-Telekom-Tochter T-Mobile abgeschnitten. Die Aktie verbessert sich um 0,3 Prozent.

Nach Vorlage "mäßiger" Geschäftszahlen stürzen Softwarenow um 24 Prozent ab. Anleger sorgen sich, dass KI das Geschäftsmodell des Softwareanbieters zerstört. Das Cybersecurity-Unternehmen Fortinet (-23%) hat zwar überzeugende Zahlen vorgelegt, Anleger hatten aber wohl noch mehr erwartet.

Marvell knicken um 12,6 Prozent ein. Hier belastet ein Medienbericht, wonach das Unternehmen den Wettbewerber Lumentum übernehmen wolle.

Hoffnungen auf eine Wiederbelebung der Friedensverhandlungen mit dem Iran lassen die Ölpreise leicht nachgeben. Das Barrel Brentöl ermäßigt sich um 1,8 Prozent auf 113,26 Dollar. Beobachter merken jedoch an, dass die USA ihre Militärschläge gegen den Iran nach der US-Midterm-Wahl wieder aufnehmen könnten. Erst ein "glaubwürdiges" Abkommen mit dem Iran könnte die geopolitische Prämie auf dem Brentpreis beseitigen, so Naeem Aslam von Zaye Capital Markets.

=== 
INDEX          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
DJIA          52.229,06  -0,5  -246,04    52.475,10 
S&P-500         7.708,11  -0,5   -35,87    7.743,98 
NASDAQ Comp      26.150,87  -1,5  -398,98    26.549,85 
NASDAQ 100       29.354,34  -1,5  -458,82    29.813,16 
 
US-Treasuries      Rendite  +/- Tageshoch    Tagestief 
2 Jahre           4,65 -0,09    4,73      4,64 
5 Jahre           4,79 -0,08    4,86      4,77 
10 Jahre          4,97 -0,07    5,04      4,95 
 
DEVISEN         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag Mi, 17:00 
EUR/USD          1,1121  -0,3  -0,0031     1,1152   1,1139 
EUR/JPY          175,49  -0,3  -0,5300     176,02  176,2500 
EUR/CHF          0,9212  -0,3  -0,0023     0,9235   0,9245 
EUR/GBP          0,8349  -0,2  -0,0018     0,8367   0,8374 
USD/JPY          157,8  -0,0  -0,0200     157,82  158,2100 
GBP/USD          1,3319  -0,1  -0,0006     1,3325   1,3297 
USD/CNY          6,6612  -0,1  -0,0048     6,6660   6,6662 
USD/CNH          6,6584  -0,1  -0,0030     6,6614   6,6634 
AUS/USD          0,7019  -0,5  -0,0034     0,7053   0,7034 
Bitcoin/USD      80.015,13  -1,6 -1.258,45    81.273,58 80.453,83 
 
ROHOEL          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex         100,12  -2,6   -2,66     102,78 
Brent/ICE         113,26  -1,8   -2,06     115,32 
 
Metalle         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold          4.030,65  -0,9   -36,39    4.067,04 
Silber           52,38  -3,0   -1,60      53,98 
Platin         1.481,83  -3,7   -56,29    1.538,12 
 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt: maerkte.de@dowjones.com

DJG/cln/hab

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October 29, 2026 09:46 ET (13:46 GMT)

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