DJ Lagarde: Maßvolle geldpolitische Straffung weiterhin angemessen
Von Hans Bentzien
DOW JONES--Der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) hält nach den Worten von EZB-Präsidentin Christine Lagarde trotz des starken Anstiegs der Energiepreise derzeit keine entschiedenere Straffung der Geldpolitik für notwendig. "Auf Basis der sich häufenden und ebenfalls zunehmenden Unsicherheit sowie aufgrund der zugrunde liegenden Inflation, die, wie Sie wissen, weitgehend unverändert geblieben ist, hat der EZB-Rat einstimmig beschlossen, dass wir in der jetzigen Phase gut genug aufgestellt sind, um die Zinsen beizubehalten, und dass ein maßvoller Ansatz zum gegenwärtigen Zeitpunkt weiterhin angemessen ist", sagte sie in der Pressekonferenz nach der jüngsten EZB-Ratssitzung.
Lagarde sagte, zwar seien die Energiepreise stark gestiegen, doch seien zugleich auch die langfristigen Finanzierungskosten gestiegen. "Die durchschnittliche Rendite 10-jähriger Staatsanleihen ist seit dem letzten Redaktionsschluss für die September-Projektionen um rund ... 35 Basispunkte - gestiegen", sagte sie.
Zuvor hatte der EZB-Rat wie erwartet beschlossen, den Einlagensatz bei 2,50 Prozent zu belassen. Damit sieht er sich weiterhin gut positioniert, um mit der durch den Iran-Krieg ausgelösten Unsicherheit umzugehen. Kurz zuvor hatte die EZB mitgeteilt, dass Lagarde ihr Amt vorfristig - am 7. Februar 2027 - aufgeben werde.
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