Kronberg im Taunus (ots) -
- Fast jeder Fünfte hat noch nie über die eigene Altersvorsorge gesprochen
- Viele würden lieber ihre Steuererklärung machen oder zum Zahnarzt gehen
- Wer über die Rente spricht, fühlt sich besser auf den Ruhestand vorbereitet
- Beim Altersvorsorgedepot gibt es noch große Wissenslücken
Über die eigene Rente reden? Für viele Menschen in Deutschland offenbar ein Tabuthema. Fast jeder fünfte Befragte (18 Prozent) hat noch nie über die eigene Altersvorsorge gesprochen. Angesichts drohender Rentenlücken ist diese Zahl alarmierend. Viele würden sogar lieber Dinge erledigen, die normalerweise nicht gerade beliebt sind: 30 Prozent würden lieber ihre Steuererklärung erledigen, 28 Prozent lieber zur Vorsorgeuntersuchung und 25 Prozent zur Zahnkontrolle gehen. Das zeigt die neue Retirement Conversation Gap Study1 von Fidelity International.
Doch wer über die eigene Altersvorsorge spricht, blickt deutlich zuversichtlicher auf den Ruhestand: 46,5 Prozent der Befragten, die in den vergangenen zwölf Monaten ein konkretes Gespräch über ihre Altersvorsorge2 geführt haben, fühlen sich finanziell gut vorbereitet. Bei denen, deren letztes Gespräch zur Rente länger zurückliegt oder die noch nie darüber gesprochen haben, sind es nur 20,2 Prozent - weniger als halb so viele.
Schluss mit dem Schweigen - Reden hilft
So unangenehm das Thema erscheint, Reden hilft und schafft Orientierung. 76 Prozent beschreiben ihr Gespräch über die eigene Altersvorsorge als hilfreich. Und wer über seine Altersvorsorge spricht, weiß deutlich häufiger, wie es weitergeht: 74,1 Prozent kennen ihren nächsten sinnvollen Schritt - ohne aktuelles Vorsorgegespräch sind es nur 43,7 Prozent.
"Lieber die Steuererklärung machen oder zum Zahnarzt gehen als über die eigene Rente sprechen? Das müssen wir ändern. Altersvorsorge darf kein Thema sein, das wir so lange vor uns herschieben, bis es irgendwann zu spät ist. Der Einstieg ist viel einfacher, als viele denken: Was habe ich im Alter voraussichtlich zur Verfügung? Wie viel werde ich brauchen? Und reicht meine bisherige Vorsorge dafür aus? Wer anfängt, darüber zu sprechen, macht aus einem abstrakten Zukunftsthema etwas Konkretes, das sich heute angehen lässt. Also: Raus mit der Rente aus der Tabuzone und rein ins Gespräch", sagt Susanna Wooders, Country Head Germany bei Fidelity International.
Altersvorsorgedepot: Große Wissenslücken
Auch beim neuen Altersvorsorgedepot (AVD) gibt es noch Aufklärungsbedarf: Fast jeder zweite Befragte, der das AVD kennt (47,6 Prozent), glaubt fälschlicherweise, dass die eingezahlten Beträge zum Beginn der Auszahlungsphase vollständig garantiert werden müssen. Dabei liegt gerade im Verzicht auf eine verpflichtende Beitragsgarantie die Chance, stärker in den Kapitalmarkt zu investieren und dessen langfristiges Renditepotenzial besser für die eigene Altersvorsorge zu nutzen. Gleichzeitig bringt das neue staatlich geförderte Modell Bewegung ins Thema: Unter den Befragten, die bereits konkret über ihre Altersvorsorge gesprochen haben, nennt rund jeder Siebte (13,8 Prozent) Nachrichten oder Informationen zum AVD als einen Auslöser für sein jüngstes Gespräch über die Altersvorsorge.
"Was auf den ersten Blick widersprüchlich klingt, kann für Sparer ein Vorteil sein: Der Verzicht auf eine verpflichtende Beitragsgarantie ermöglicht höhere Aktienquoten und bessere Renditechancen über lange Anlagezeiträume. Hier liegt die große Chance des Altersvorsorgedepots", sagt Jan Schepanek, Leiter des Privatkundengeschäfts von Fidelity in Deutschland und Sprecher der Geschäftsführung der FFB.
1Die Fidelity Retirement Conversation Gap Study untersucht, wie häufig Menschen in Deutschland über ihre Altersvorsorge sprechen, was solche Gespräche auslöst und welche Orientierung sie bieten können. Für die Studiebefragte Censuswide im Auftrag von Fidelity International 2.502 Personen in Deutschland im Alter von 18 bis 65 Jahren, die noch nicht dauerhaft im Ruhestand sind. Hausfrauen und Hausmänner sowie Personen, die noch nie erwerbstätig waren, wurden von der Befragung ausgeschlossen. Die Datenerhebung fand vom 11. bis 16. September 2026 online statt.
Aufgrund der Alters- und Erwerbstätigkeitskriterien ist die Stichprobe nicht repräsentativ für die deutsche Gesamtbevölkerung. Die in der Pressemitteilung genannten Unterschiede zwischen den Subgruppen wurden von Censuswide auf statistische Signifikanz bei einem Konfidenzniveau von 95 Prozent getestet.
Censuswide ist Mitglied der Market Research Society (MRS) und des British Polling Council (BPC) sowie Unterzeichner des Global Data Quality Pledge und arbeitet nach dem MRS Code of Conduct und den ESOMAR-Prinzipien.
2 Für die Umfrage wurde ein konkretes Gespräch über Altersvorsorge definiert als ein wechselseitiger Austausch über die eigene oder gemeinsame finanzielle Absicherung im Ruhestand - zum Beispiel über erwartete Renteneinkünfte, eine mögliche Versorgungslücke, Sparen oder Investieren, bestehende Altersvorsorge, Risiken oder einen konkreten nächsten Schritt. Reines Lesen, Liken oder Weiterleiten von Informationen ohne einen Austausch zählt nicht dazu.
Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an:
Kim Schach
Pressesprecher
Telefon +49 (0) 170 488 9812
kim.schach@fil.com
Anette Blaha
Pressesprecherin
Telefon +49 (0) 151 54 42 85 65
anette.blaha@fil.com
Original-Content von: Fidelity International, übermittelt durch news aktuell
Originalmeldung: https://www.presseportal.de/pm/21129/6380512
- Fast jeder Fünfte hat noch nie über die eigene Altersvorsorge gesprochen
- Viele würden lieber ihre Steuererklärung machen oder zum Zahnarzt gehen
- Wer über die Rente spricht, fühlt sich besser auf den Ruhestand vorbereitet
- Beim Altersvorsorgedepot gibt es noch große Wissenslücken
Über die eigene Rente reden? Für viele Menschen in Deutschland offenbar ein Tabuthema. Fast jeder fünfte Befragte (18 Prozent) hat noch nie über die eigene Altersvorsorge gesprochen. Angesichts drohender Rentenlücken ist diese Zahl alarmierend. Viele würden sogar lieber Dinge erledigen, die normalerweise nicht gerade beliebt sind: 30 Prozent würden lieber ihre Steuererklärung erledigen, 28 Prozent lieber zur Vorsorgeuntersuchung und 25 Prozent zur Zahnkontrolle gehen. Das zeigt die neue Retirement Conversation Gap Study1 von Fidelity International.
Doch wer über die eigene Altersvorsorge spricht, blickt deutlich zuversichtlicher auf den Ruhestand: 46,5 Prozent der Befragten, die in den vergangenen zwölf Monaten ein konkretes Gespräch über ihre Altersvorsorge2 geführt haben, fühlen sich finanziell gut vorbereitet. Bei denen, deren letztes Gespräch zur Rente länger zurückliegt oder die noch nie darüber gesprochen haben, sind es nur 20,2 Prozent - weniger als halb so viele.
Schluss mit dem Schweigen - Reden hilft
So unangenehm das Thema erscheint, Reden hilft und schafft Orientierung. 76 Prozent beschreiben ihr Gespräch über die eigene Altersvorsorge als hilfreich. Und wer über seine Altersvorsorge spricht, weiß deutlich häufiger, wie es weitergeht: 74,1 Prozent kennen ihren nächsten sinnvollen Schritt - ohne aktuelles Vorsorgegespräch sind es nur 43,7 Prozent.
"Lieber die Steuererklärung machen oder zum Zahnarzt gehen als über die eigene Rente sprechen? Das müssen wir ändern. Altersvorsorge darf kein Thema sein, das wir so lange vor uns herschieben, bis es irgendwann zu spät ist. Der Einstieg ist viel einfacher, als viele denken: Was habe ich im Alter voraussichtlich zur Verfügung? Wie viel werde ich brauchen? Und reicht meine bisherige Vorsorge dafür aus? Wer anfängt, darüber zu sprechen, macht aus einem abstrakten Zukunftsthema etwas Konkretes, das sich heute angehen lässt. Also: Raus mit der Rente aus der Tabuzone und rein ins Gespräch", sagt Susanna Wooders, Country Head Germany bei Fidelity International.
Altersvorsorgedepot: Große Wissenslücken
Auch beim neuen Altersvorsorgedepot (AVD) gibt es noch Aufklärungsbedarf: Fast jeder zweite Befragte, der das AVD kennt (47,6 Prozent), glaubt fälschlicherweise, dass die eingezahlten Beträge zum Beginn der Auszahlungsphase vollständig garantiert werden müssen. Dabei liegt gerade im Verzicht auf eine verpflichtende Beitragsgarantie die Chance, stärker in den Kapitalmarkt zu investieren und dessen langfristiges Renditepotenzial besser für die eigene Altersvorsorge zu nutzen. Gleichzeitig bringt das neue staatlich geförderte Modell Bewegung ins Thema: Unter den Befragten, die bereits konkret über ihre Altersvorsorge gesprochen haben, nennt rund jeder Siebte (13,8 Prozent) Nachrichten oder Informationen zum AVD als einen Auslöser für sein jüngstes Gespräch über die Altersvorsorge.
"Was auf den ersten Blick widersprüchlich klingt, kann für Sparer ein Vorteil sein: Der Verzicht auf eine verpflichtende Beitragsgarantie ermöglicht höhere Aktienquoten und bessere Renditechancen über lange Anlagezeiträume. Hier liegt die große Chance des Altersvorsorgedepots", sagt Jan Schepanek, Leiter des Privatkundengeschäfts von Fidelity in Deutschland und Sprecher der Geschäftsführung der FFB.
1Die Fidelity Retirement Conversation Gap Study untersucht, wie häufig Menschen in Deutschland über ihre Altersvorsorge sprechen, was solche Gespräche auslöst und welche Orientierung sie bieten können. Für die Studiebefragte Censuswide im Auftrag von Fidelity International 2.502 Personen in Deutschland im Alter von 18 bis 65 Jahren, die noch nicht dauerhaft im Ruhestand sind. Hausfrauen und Hausmänner sowie Personen, die noch nie erwerbstätig waren, wurden von der Befragung ausgeschlossen. Die Datenerhebung fand vom 11. bis 16. September 2026 online statt.
Aufgrund der Alters- und Erwerbstätigkeitskriterien ist die Stichprobe nicht repräsentativ für die deutsche Gesamtbevölkerung. Die in der Pressemitteilung genannten Unterschiede zwischen den Subgruppen wurden von Censuswide auf statistische Signifikanz bei einem Konfidenzniveau von 95 Prozent getestet.
Censuswide ist Mitglied der Market Research Society (MRS) und des British Polling Council (BPC) sowie Unterzeichner des Global Data Quality Pledge und arbeitet nach dem MRS Code of Conduct und den ESOMAR-Prinzipien.
2 Für die Umfrage wurde ein konkretes Gespräch über Altersvorsorge definiert als ein wechselseitiger Austausch über die eigene oder gemeinsame finanzielle Absicherung im Ruhestand - zum Beispiel über erwartete Renteneinkünfte, eine mögliche Versorgungslücke, Sparen oder Investieren, bestehende Altersvorsorge, Risiken oder einen konkreten nächsten Schritt. Reines Lesen, Liken oder Weiterleiten von Informationen ohne einen Austausch zählt nicht dazu.
Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an:
Kim Schach
Pressesprecher
Telefon +49 (0) 170 488 9812
kim.schach@fil.com
Anette Blaha
Pressesprecherin
Telefon +49 (0) 151 54 42 85 65
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