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EUROPAEISCHE ZENTRALBANK Chart 1 Jahr
Dow Jones News
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MÄRKTE EUROPA/DAX nach EZB-Entscheidung wieder über 26.000 Punkten

DJ MÄRKTE EUROPA/DAX nach EZB-Entscheidung wieder über 26.000 Punkten

DOW JONES--Mit den Kursen an den europäischen Börsen ist es am Donnerstag nach oben gegangen. Die europäische Zentralbank (EZB) hatte - wie schon am Vorabend die US-Notenbank - wie erwartet das aktuelle Leitzinsniveau bestätigt. Marktteilnehmer verwiesen überdies auf die bislang überwiegend positiv verlaufene Bilanzsaison. Der DAX gewann 1,3 Prozent auf 26.040 Punkte. Der Euro-Stoxx hinkte mit einem Plus von 0,6 Prozent etwas hinterher, gebremst anderem durch schwache Bankentitel. So verloren BBVA nach Zahlenausweis 2,6 Prozent.

EZB-Präsidentin Christine Lagarde deutete die Bereitschaft der Zentralbank zu einer Zinserhöhung im Dezember an, hält eine entschiedenere Straffung der Geldpolitik trotz der stark gestiegenen Energiepreise derzeit jedoch nicht für nötig. Auf die Frage nach dem Renditeanstieg französischer Staatsanleihen merkte Lagarde lediglich allgemein an, dass Staaten mit hohen Schuldenständen mit höheren Renditeniveaus zu rechnen haben, wie die DZ Bank in einem Kommentar schrieb. Damit wachse der Druck auf die französische Regierung, bei ihren Haushaltsplanungen für das kommende Jahr die Bemühungen zur Konsolidierung des Staatsdefizits zu intensivieren, so die Analysten. Zugleich habe die EZB-Chefin allerdings betont, dass die Notenbank für den Fall ungeordneter Marktbewegungen gewappnet sei, ohne dabei das Transmission Protection Instrument (TPI) direkt anzusprechen. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen sank um 3 Basispunkte auf 3,35 Prozent.

Bereits vor der Zinsentscheidung hatte die EZB mitgeteilt, dass Lagarde ihr Amt am 7. Februar 2027 und damit vor dem Ende ihrer turnusmäßigen Amtszeit Ende Oktober aufgeben wird. Über ein frühzeitiges Aus wird seit einiger Zeit spekuliert. Die Neubesetzung ihres Postens werde nach einem Nominierungsprozess der Rat der Finanzminister vornehmen. Als aussichtsreichste Kandidaten gelten der Niederländer Klaas Knot und der Spanier Pablo Hernandez de Cos.

Die nach Börsenschluss am Vorabend veröffentlichten Geschäftszahlen von Microsoft und Alphabet enthielten Licht und Schatten. Während das Cloud-Wachstum und ein sehr starker freier Cashflow die Microsoft-Aktie in einem negativen Umfeld für Technologiewerte stützte, brach das Google-Papier um gut 12 Prozent ein. Hier enttäuschte der Cashflow, auch musste Google einräumen, dass die zunehmende Nutzung von KI geringere Abfragen über Google-Suchmaschinen zur Folge habe.

Negative Vorgaben von ServiceNow drückten derweil die SAP-Aktie um 1,1 Prozent. Die Aktie des US-Softwareunternehmens brach im Verlauf um 26 Prozent ein - Grund waren nicht überzeugende Geschäftszahlen und Ausblick. Nach endgültigen Zahlen gewannen Aixtron 8,5 Prozent, Analysten hoben das positive Momentum beim Auftragseingang hervor. Nach schwachen Geschäftszahlen büßten LPKF dagegen 3,9 Prozent ein.

Deutsche Telekom lagen mit Aufschlägen von 1,9 Prozent fest im Markt. Die Geschäftszahlen der US-Tochter T-Mobile US waren besser als erwartet ausgefallen, wenngleich Analysten darauf hinwiesen, dass dies vor allem auf Verschiebungseffekte zurückzuführen sei. Tagesgewinner im DAX waren Adidas mit plus 5,8 Prozent nach endgültigen Zahlen. Der Sportartikelhersteller blickt optimistisch in die Zukunft.

Für Henkel ging es nach klar über den Erwartungen ausgefallenen Geschäftszahlen um 1 Prozent nach oben. Das Unternehmen hat daraufhin den Ausblick angehoben.

Die Drittquartalszahlen von Volkswagen (+1,7%) haben sowohl auf der Umsatz- wie auch der EBIT-Seite die Konsensprognosen verfehlt. Positiv hob JP Morgan hervor, dass die Liquidität mit 33 Milliarden Euro weiterhin stark bleibe und das Unternehmen im dritten Quartal einen leicht positiven bereinigten freien Cashflow erzielt habe. Die Jahresprognose wurde bestätigt.

Vonovia (-3%) zeigte sich nach den ersten neun Monaten für das Gesamtjahr pessimistischer zum operativen Gewinn EBITDA und Vorsteuergewinn. Nach Einschätzung von JP Morgan sind die Anpassungen per se nicht dramatisch. Dennoch sei es derzeit trotz der günstigen Bewertung kaum vorstellbar, dass Anleger bei der Aktie zugreifen würden. Grund dafür seien das Zinsumfeld sowie die Unsicherheit rund um die Enteignungsdebatte in Berlin.

Salzgitter (+11,2%) hatte starke Geschäftszahlen für das dritte Quartal vorgelegt. Das EBITDA hat die Konsensschätzung um 30 Prozent geschlagen.

MTU Aero gewannen nach einem durchwachsenen Quartal 0,6 Prozent. Laut Berenberg lag das bereinigte EBIT 1,4 Prozent unter Konsens, während der Umsatz leicht über der Markterwartung ausgefallen sei. Airbus rückten dagegen nach Zahlenausweis um 2,3 Prozent vor.

Nach schwachen Geschäftszahlen für das dritte Quartal ging es für Knorr-Bremse um 6,8 Prozent nach unten. Laut JP Morgan haben Auftragseingang, Umsatz und bereinigtes EBIT den Konsens um 5, 2 bzw. 2 Prozent verfehlt.

Redcare hatte starke Drittquartalszahlen vorgelegt. Diese entsprachen laut Baader aber weitgehend den Konsenserwartungen. Der Ausblick wurde bestätigt. Nach der zuletzt starken Entwicklung der Aktie zeichneten sich Gewinnmitnahmen ab - das Papier verlor 6,3 Prozent. Nach einer Gewinnwarnung brachen Heidelberger Druckmaschinen um 11 Prozent ein.

=== 
Index        Schluss* Entwicklung in % Seit Jahresbeginn (%) 
Euro-Stoxx-50     6.207       +0,6          +6,5 
Stoxx-50        5.411       +0,8          +9,2 
Stoxx-600        649       +0,8          +8,8 
DAX          26.040       +1,3          +5,0 
FTSE-100 London    10.695       +0,3          +7,7 
CAC-40 Paris      7.887       +1,1          -3,2 
AEX Amsterdam     1.136       +0,6         +19,4 
ATHEX-20 Athen     6.661       +0,9         +24,5 
BEL-20 Brüssel     5.816       +0,4         +14,5 
BUX Budapest     145.331       +1,3         +30,9 
OMXH-25 Helsinki    6.247       +0,4          +9,5 
OMXC-20 Kopenhagen   1.615       +0,5          +0,4 
PSI 20 Lissabon    9.246       +0,8         +11,9 
IBEX-35 Madrid    18.884       -0,1          +9,1 
FTSE-MIB Mailand   49.824       +0,4         +10,9 
OBX Oslo        2.037       +0,7         +27,5 
PX Prag        2.638       +0,4          -1,8 
OMXS-30 Stockholm   3.267       +0,4         +13,3 
WIG-20 Warschau   161.500       +0,7         +36,8 
ATX Wien        6.440       +0,6         +20,9 
SMI Zürich      14.581       +1,2          +9,9 
* gerundet 
 
DEVISEN         zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Do, 17:25 Uhr 
EUR/USD          1,1164  +0,1  0,0012     1,1152     1,1164 
EUR/JPY          176,32  +0,2  0,3000     176,02    176,1800 
EUR/CHF          0,9223  -0,1  -0,0012     0,9235     0,9223 
EUR/GBP          0,835  -0,2  -0,0017     0,8367     0,8348 
USD/JPY          157,92  +0,1  0,1000     157,82    157,8200 
GBP/USD          1,3367  +0,3  0,0042     1,3325     1,3370 
USD/CNY          6,661  -0,1  -0,0050     6,6660     6,6610 
USD/CNH          6,657  -0,1  -0,0044     6,6614     6,6574 
AUS/USD          0,7037  -0,2  -0,0016     0,7053     0,7036 
Bitcoin/USD      81.150,80  -0,2  -122,78    81.273,58   81.395,18 
 
ROHOEL          zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex         101,54  -1,2   -1,24     102,78 
Brent/ICE         113,89  -1,2   -1,43     115,32 
 
Metalle         zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag 
Gold          4.016,88  -1,2  -50,16    4.067,04 
Silber           52,43  -2,9   -1,55      53,98 
Platin         1.488,62  -3,2  -49,50    1.538,12 
 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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October 29, 2026 13:11 ET (17:11 GMT)

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