IRVING (dpa-AFX) - Gute Geschäfte rund um Energietechnik durch den Boom von KI-Rechenzentren haben den Gewinn von Caterpillar im dritten Quartal angetrieben. Aber auch das Baumaschinengeschäft läuft rund. Umsatz und Gewinn legten kräftig zu. Bei beiden Werten übertraf das Unternehmen zudem die Erwartungen der Experten leicht. An der Börse half das aber auch nicht weiter - der Sturzflug der vergangenen Monate setzte sich fort.
Die im Dow Jones notierte Aktie rutschte zweistellig auf den tiefsten Stand seit Januar ab. Damit baute das Papier das Minus nach dem im Sommer erreichten Rekordhoch von fast 1.100 Dollar auf 40 Prozent aus. Trotz der Verluste in den vergangenen Monaten ist das Papier in diesem Jahr immer noch zwölf Prozent im Plus und das, nachdem die Aktie im vergangenen Jahr bereits um fast 60 Prozent teurer geworden ist.
Händler begründeten die Kursverluste unter anderem damit, dass viele Investoren auf noch bessere Ergebnisse und eine Erhöhung der Prognosen gesetzt hatten. Diese wurden aber lediglich bestätigt. Caterpillar zählt trotz der jüngsten Korrektur zu den größten Gewinnern des KI-Booms außerhalb der Technologiebranche. Seit de Herbst 2022, als OpenAI den KI-basierten Textassistenten ChatGPT veröffentlicht hatte, hat sich der Börsenwert auf knapp 300 Milliarden Dollar fast verdreifacht.
Im dritten Quartal stieg der Umsatz um 17 Prozent auf 20,7 Milliarden US-Dollar (rund 18,6 Mrd Euro), wie das Unternehmen am Donnerstag in Irving mitteilte. Das operative Ergebnis kletterte um 38 Prozent auf 4,2 Milliarden Dollar. Unter dem Strich verdiente das Unternehmen 3,3 Milliarden Dollar und damit rund eine Milliarde Dollar mehr als vor einem Jahr.
Der für seine Baumaschinen bekannte Konzern hat sich zu einem der größten Profiteure für KI-Infrastruktur entwickelt. Die Sparte Power & Energy, die Generatoren, Großmotoren und Gasturbinen herstellt, hat sich inzwischen zum umsatzstärksten Segment gemausert und damit die gelben Bagger und Planierraupen, für die Caterpillar eigentlich bekannt ist, überholt.
Aktien, die mit dem KI-Boom in Verbindung stehen, stehen jedoch inzwischen unter Druck. Investoren sind vorsichtiger geworden angesichts der gewaltigen Summen, die Technologieunternehmen für Rechenzentren ausgeben; zudem sorgen steigende Zinsen für Bedenken hinsichtlich der Finanzierungskosten für diesen Ausbau./nas/zb/mis/he




