SEOUL (dpa-AFX) - Zum Abschluss seiner fünftägigen Asienreise eröffnet Bundeskanzler Friedrich Merz am Freitag in Südkorea das Asien-Pazifik-Forum der deutschen Wirtschaft und besucht die Grenze zu Nordkorea. An der Konferenz nehmen rund 1000 Wirtschaftsvertreter aus Deutschland und dem indopazifischen Raum teil. Am Rande des Besuchs sollen zahlreiche Unternehmensvereinbarungen insbesondere im Startup- und KI-Bereich unterzeichnet werden.
Die koreanische Halbinsel ist seit dem Koreakrieg (1950 bis 1953) geteilt. Der Nordteil des Landes wird vom kommunistischen Diktator Kim Jong Un regiert, der Südteil ist eine Demokratie. Der Kanzler besucht am Nachmittag (Ortszeit) die entmilitarisierte Zone an der Grenze zwischen beiden Ländern, die sich 248 Kilometer am 38. Breitengrad entlang zieht.
Seit zwei Jahren gehört Deutschland dem US-geführten United Nations Command (UNC) an, das den Waffenstillstand auf der koreanischen Halbinsel überwacht. Die Bundeswehr ist dort mit zwei Offizieren vertreten.
Am Donnerstag hatte Merz nach seinem Treffen mit Südkoreas Präsident Lee Jae Myung Nordkorea vorgeworfen, mit der Entsendung von Soldaten in den Ukraine-Krieg "die Freiheit in ganz Europa" zu bedrohen. "Koreas Sicherheit berührt Europas Sicherheit. Und Europas Sicherheit berührt auch die Sicherheit Koreas", sagte er. Er verwies darauf, dass Russland im Gegenzug Waffen an Nordkorea liefere./mfi/DP/jha
