DJ Ifo: Energiepreise sorgen weiterhin für Preisdruck
In der deutschen Wirtschaft wächst der Preisdruck wieder spürbar. Angesichts kräftig gestiegener Kosten für Energie beabsichtigen wieder mehr Unternehmen, ihre Verkaufspreise anzuheben. Wie das Ifo-Institut mitteilte, stiegen die Ifo-Preiserwartungen im Oktober auf 25,9 Punkte, nachdem der Indikator im Vormonat September noch bei 23,0 Zählern notiert hatte.
"Die Unternehmen reagieren auf die kräftig gestiegenen Preise für Rohöl und Erdgas, die in der zweiten Oktoberhälfte den höchsten Stand seit 2022 erreicht haben", sagte Ifo-Konjunkturchef Timo Wollmershäuser. Wollmershäuser rechnet in der Konsequenz mit weiterem Teuerungsdruck auf breiter Front: "In den kommenden Monaten wird die Inflation sowohl bei den Erzeuger- als auch bei den Verbraucherpreisen weiter zunehmen."
Der Anstieg der Preiserwartungen zog sich im Oktober durch nahezu alle Branchen. Einen besonders deutlichen Zuwachs verzeichnete das Verarbeitende Gewerbe, in dem das Barometer auf 27,2 Punkte kletterte, verglichen mit 22,0 Punkten im Vormonat. Auch die Händler stellen sich auf höhere Preise ein: Im Einzelhandel legte der Index von zuvor 31,5 Punkten auf 32,2 Punkte zu. Bei den konsumnahen Dienstleistern ging es von 15,1 auf 17,7 Punkte nach oben.
Weitgehend stabil präsentierte sich das Bauhauptgewerbe mit 16,1 Punkten nach 16,2 Punkten im September. Die einzige Ausnahme vom Aufwärtstrend bildeten die unternehmensnahen Dienstleister: In diesem Segment ging der Indikator von 23,4 auf 22,3 Zähler zurück.
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October 30, 2026 02:52 ET (06:52 GMT)
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