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XETRA-SCHLUSS/Schwächer - Aktien mit KI-BEzug unter Abgabedruck

DJ XETRA-SCHLUSS/Schwächer - Aktien mit KI-BEzug unter Abgabedruck

DOW JONES--Mit einem kräftigen Minus hat der deutsche Aktienmarkt am Freitag den Handel beendet. Marktteilnehmer sprachen vor allem für den Technologiebereich von Belastungsfaktoren. So vermeldete Intel einen schwachen Ausblick, was die Aktie an der Wall Street um knapp 30 Prozent einknicken ließ. Auch Amazon fielen nach Zahlen zurück. Die Geschäftszahlen der Technologie-Konzerne lösten erneute Sorgen über die Nachhaltigkeit des KI-Investitionsbooms aus. Der KI-arme DAX befindet sich da relativ betrachtet im Vorteil, hieß es. Gleichwohl sanken im DAX die Papiere mit KI-Fantasie am deutlichsten: Siemens Energy verloren 6,9 Prozent und Infineon 6,4 Prozent.

Der DAX reduzierte sich um 0,9 Prozent auf 25.818 Punkte.

Belastet wurden der Markt auch von steigenden Rohölpreisen. Die Ukraine hat am Freitag eine Ölraffinerie in der russischen Region Samara angegriffen. Die Armee beendete damit eine zweiwöchige Pause bei derartigen Angriffen, die unter starkem Druck der US-Regierung zustande gekommen war. Dazu gesellten sich Wachstumssorgen, denn das Wirtschaftswachstum der Eurozone hat sich im dritten Quartal verlangsamt, da der Krieg zwischen den USA und dem Iran die Energiepreise hoch hielt. Brent legte um 2,4 Prozent auf 117,62 Dollar das Fass zu.

Derweil hat der Inflationsdruck in Deutschland im Oktober deutlicher als erwartet nachgelassen. Der Harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI) sank gegenüber dem Vormonat um 0,1 Prozent und lag um 2,8 (September: 3,3) Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten Raten von plus 0,1 und 3,1 Prozent erwartet.

Unter den Einzelaktien gewannen Bayer 5,5 Prozent und führten damit die DAX-Gewinnerliste an. Die Tochter Monsanto hat im Milliardenrechtsstreit um die angeblich krebserregende Wirkung des Unkrautvernichters Glyphosat das nach eigener Darstellung erste Verfahren seit der richtungsweisenden Entscheidung des Obersten Gerichtshofs der USA gewonnen. Ein Geschworenengericht in Missouri habe im Fall Aretino zugunsten von Monsanto entschieden, teilte der Pharma- und Agrarchemiekonzern mit.

Volkswagen gaben zwischenzeitliche leichte Gewinne wieder ab und schlossen 0,8 Prozent tiefer. Im Audi-Konzern hat sich der Margendruck in den ersten neun Monaten 2026 auf sämtliche Marken ausgeweitet - die VW-Tochter hat die Jahresprognose nach einem Gewinneinbruch in den ersten neun Monaten gesenkt.

Puma legten um 5,6 Prozent zu. Der Sportartikelhersteller hat im dritten Quartal bei einem Umsatzrückgang das zweite Quartal in Folge operativ und unter dem Strich Verluste ausgewiesen. Die angepeilte Verlustspanne wurde etwas eingegrenzt. Das Unternehmen verspricht künftiges Wachstum, was positiv aufgenommen wird. Die Trendwende scheine am Laufen zu sein, hieß es von Bernstein. Die Aktien von Adidas stiegen im Fahrwasser um 0,8 Prozent.

Gerresheimer legten um 0,4 Prozent zu. Der Anbieter von Injektionssystemen und Pharma-Spezialverpackungen hat den Umsatz im dritten Quartal deutlich gesteigert und das operative Ergebnis knapp stabil gehalten. Die Restrukturierung dürfte sichtbarer werden, so Bernstein.

Evonik wird das verbesserte BASF-Übernahmeangebot in Höhe von rund 11 Milliarden Euro wohl ablehnen. Der Vorstand teilte mit, er trete nicht in Verhandlungen mit BASF ein. Man bleibe auf strategische Ausrichtung als eigenständiges Unternehmen fokussiert. Der Kurs gewann 0,1 Prozent, BASF stiegen um 0,2 Prozent.

=== 
Index     zuletzt* +/- % +/- % YTD 
DAX       25.818  -0,9    5,4 
DAX-Future   25.914  -1,1    6,0 
XDAX      25.813  -1,1    5,0 
MDAX      30.472  -1,1    -0,5 
TecDAX      4.091  -1,4    12,9 
SDAX      18.056  -2,0    5,0 
zuletzt   +/- Ticks 
Bund-Future   122,40 +29,0 
*gerundet 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/ros/cbr

(END) Dow Jones Newswires

October 30, 2026 12:54 ET (16:54 GMT)

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