DJ ÜBERBLICK am Morgen/Konjunktur, Zentralbanken, Politik
Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires
Rückschlag für deutschen Einzelhandel im September
Die Umsätze im deutschen Einzelhandel haben sich im September schwächer entwickelt als erwartet. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) auf Basis vorläufiger Daten mitteilte, fielen die Umsätze real um 2,0 Prozent gegenüber dem Vormonat. Ökonomen hatten dagegen ein Plus von 0,3 Prozent erwartet. Nominal gab es einen Rückgang von 1,5 Prozent. Im August stieg der monatliche Umsatz nach Revision der vorläufigen Ergebnisse real um 1,2 Prozent (zunächst: plus 1,3 Prozent), während die nominalen Umsätze um 1,6 Prozent zulegten (zunächst: plus 1,7 Prozent).
Ifo: Deutschland schlecht auf KI-Boom vorbereitet
Deutschland droht den Anschluss beim wirtschaftlichen Potenzial Künstlicher Intelligenz (KI) zu verpassen. Nach Einschätzung des Ifo-Instituts fehlen der größten europäischen Volkswirtschaft entscheidende strukturelle Voraussetzungen, um die Wachstumschancen der Technologie voll auszuschöpfen. Das geht aus einer Studie des Münchner Instituts im Auftrag der IHK für München und Oberbayern hervor. Experten warnen vor allem vor strukturellen Defiziten in Kernbereichen.
Chinas privater Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe zeigt im Oktober stetiges Wachstum
Die Aktivität im verarbeitenden Gewerbe Chinas ist im Oktober laut einem privaten Indikator in stetigem Tempo gewachsen. Dies markiert den elften Wachstumsmonat in Folge. Der von S&P Global am Montag veröffentlichte RatingDog-Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe ging im vergangenen Monat nur minimal auf 52,0 Punkte zurück, nachdem er im September bei 52,1 Punkten gelegen hatte. Die Produktion im verarbeitenden Gewerbe wuchs mit der schnellsten Rate seit sechs Monaten. Getragen wurde diese Entwicklung laut der Umfrage von einem soliden Zuwachs bei den Auftragseingängen.
Chinas schwacher Immobiliensektor bleibt Hauptbelastung für die Fabrikaktivität
Die Fabrikaktivität in China dürfte weiterhin unter dem Druck des Abschwungs auf dem Immobilienmarkt und einer angespannten Haushaltslage stehen, schreibt Barclays in einer Research Note. Der Einkaufsmanagerindex für Oktober habe sich abgeschwächt, wobei das verarbeitende Gewerbe und das Bauwesen wieder in den kontraktiven Bereich zurückgekehrt seien, so Barclays. "Wir glauben, dass der Abschwung auf dem Immobilienmarkt eine Hauptbelastung geblieben ist, während die Unterstützung durch die Infrastruktur bescheiden war." Die Infrastrukturinvestitionen hätten sich im Jahr 2026 angesichts lokaler Haushaltszwänge und weniger förderfähiger Projekte, neben anderen Gründen, sichtlich abgeschwächt, fügt sie hinzu.
Chinas verarbeitendem Gewerbe droht Gefahr durch langsame Staatsausgaben
Laut Nguyen Hoang Nam von Capital Economics in einer Research Note könnte Chinas Fabrikaktivität in naher Zukunft unter Druck geraten. Der Einkaufsmanagerindex deute darauf hin, dass Chinas Wirtschaftsaktivität im Oktober nach der Belebung im September an Dynamik verloren habe, meint der China-Ökonom. "Besorgniserregender war die abrupte Kehrtwende bei der Bauaktivität und den Erwartungen, was darauf hindeutet, dass die Unternehmen weniger zuversichtlich geworden sind, dass die fiskalische Unterstützung im weiteren Jahresverlauf für einen kräftigen Schub sorgen wird", meint Nam. Die Wirtschaft könnte im vierten Quartal zwar etwas Unterstützung durch schnellere Staatsausgaben erhalten, aber die bislang langsame Umsetzung berge das Risiko, dass die Ausgaben hinter dem diesjährigen Budgetziel zurückbleiben, meint der Ökonom.
Taiwans Wachstum im vierten Quartal dürfte sich abschwächen - Bleibt aber stark
Die wirtschaftliche Dynamik Taiwans im vierten Quartal dürfte trotz einer deutlich höheren Basis stark bleiben, schreibt Citi-Ökonomin Adrienne Lui in einer Research Note. Das Wirtschaftswachstum war im dritten Quartal mit 14,36 Prozent im Jahresvergleich stärker als erwartet, wie aus vorläufigen Schätzungen hervorgeht. Das Wachstum im vierten Quartal dürfte durch hohe Auftragsbestände und die Dominanz Taiwans in den Lieferketten für Hardware im Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI) gestützt werden, meint Lui. Wirtschaftsindikatoren - wie der PMI - signalisieren weiterhin eine Expansion, was darauf hindeutet, dass das Wachstum bis Anfang 2027 robust bleiben sollte. Citi erwartet, dass Taiwans Wirtschaft im vierten Quartal um 9,9 Prozent wachsen wird.
Südkoreas PMI zeigt nachlassende Dynamik im verarbeitenden Gewerbe
Die Produktion im verarbeitenden Gewerbe Südkoreas hat im letzten Quartal 2026 zu schwächeln begonnen, da sich die Aufträge trotz des KI-Rückenwinds verlangsamt haben, wie Daten von S&P Global zeigen. Der saisonbereinigte PMI sank im Oktober auf 51,3 - den schwächsten Wert seit Februar. Dies spiegelt eine deutliche Verlangsamung bei Produktion und Auftragseingängen wider, wobei die Produktion mit dem schwächsten Tempo im bisherigen Jahresverlauf 2026 zunahm. Unternehmen hätten eine nachlassende Nachfrage, Rohstoffknappheit und hohe Kosten als Belastungsfaktoren genannt, meint Usamah Bhatti von S&P Global Market Intelligence. Dies habe den Kosten- und Kapazitätsdruck erhöht, wobei die Einkaufspreise kräftig gestiegen seien, meint der Ökonom.
USA drängen auf Wiederaufnahme russischer Gasverkäufe nach Europa
Die USA unterstützen eine rasche Wiederaufnahme des Verkaufs von russischem Erdgas nach Europa über Pipelines, die durch die Ukraine verlaufen. Ziel sei ein Energie-Waffenstillstand noch vor dem kommenden Winter, berichten Regierungsvertreter der USA, Europas und der Ukraine. Die Idee, die von den US-Gesandten Jared Kushner und Steve Witkoff auf Reisen nach Moskau und Kiew erstmals im September angesprochen wurden, würde den Verkauf von russischem Gas über einen US-Vermittler beinhalten, um so europäische Sanktionen zu umgehen. Laut Gesprächsteilnehmern könnte dies eine lukrative Gelegenheit für amerikanische Investoren schaffen.
Ölpreise fallen angesichts diplomatischer Bemühungen um Wiederaufnahme von Nahost-Friedensgesprächen
Die Ölpreise fallen angesichts jüngster diplomatischer Bemühungen um eine Wiederaufnahme der Friedensverhandlungen zwischen Washington und Teheran. US-Vizepräsident JD Vance habe eine Botschaft an Mohsen Rezaei, den Sekretär des Nationalen Sicherheitsrates des Iran, übermittelt, um die Friedensgespräche wieder in Gang zu bringen, berichtete The Wall Street Journal. Unterdessen vereinbarten wichtige Mitglieder der OPEC und ihre Verbündeten am Sonntag, die Ölproduktion im Dezember stabil zu halten, da die Sorge, dass die USA nach den Zwischenwahlen die Angriffe auf den Iran wieder aufnehmen könnten, die geopolitischen Risiken hoch hält. Die Terminkontrakte für die US-Leichtölsorte West Texas Intermediate für den kommenden Monat fallen um 1,75 Prozent auf 102,3 US-Dollar je Barrel, während der Frontmonat der Sorte Brent um 1,6 Prozent niedriger bei 111,59 US-Dollar je Barrel notiert.
Trump beendet Wahlkampftour für Zwischenwahlen im tiefroten Kansas
Präsident Donald Trump ist in das tiefrote Kansas gereist, um dem amtierenden Senator Roger Marshall eine letzte Unterstützung zu geben und die hiesigen Republikaner dazu aufzurufen, am Dienstag zur Wahl zu gehen. Andernfalls würden sie das Land einer demokratischen Kontrolle überlassen, die seiner Behauptung nach das Land zerstören werde. "Dies ist meine 30. Kundgebung, und ich beende sie heute Abend. Das ist es. Ich musste hierherkommen, um sicherzustellen, dass Roger gewählt wird", sagte Trump. "Ich wollte kein Risiko eingehen. Ich hätte auch zu Hause sein und fernsehen oder irgendeinen Mist machen können. Ich bin lieber bei Ihnen."
+++ Konjunkturdaten +++
Japan/Kfz-Absatz Okt +0,5% gg Vorjahr
DJG/DJN/apo
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November 02, 2026 03:00 ET (08:00 GMT)
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