DJ ÜBERBLICK am Mittag/Konjunktur, Zentralbanken, Politik
Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires
S&P Global: Deutsche Industrie wächst solide im Oktober
Die deutsche Industrie hat im Oktober an Dynamik gewonnen. Der von S&P Global in diesem Sektor erhobene Einkaufsmanagerindex stieg auf 54,2 von 53,9 Punkten. In erster Veröffentlichung war ebenfalls ein Wert von 54,2 ermittelt worden. Ab 50 Zählern signalisiert das Konjunkturbarometer ein Wachstum, darunter eine Schrumpfung. "Die deutsche Industrie beweist ihre Widerstandsfähigkeit und setzte den Aufwärtstrend im Oktober trotz des zunehmenden Kostendrucks fort", kommentierte S&P-Global-Ökonom Phil Smith.
S&P Global: Eurozone-Industrie setzt Wachstum im Oktober fort
Die Eurozone-Industrie ist zu Beginn des vierten Quartals 2026 auf solidem Wachstumskurs geblieben, obwohl sich die Auftragszuwächse verlangsamten und der Lieferdruck zunahm. Der Einkaufsmanagerindex (PMI) für den Sektor sank auf 52,7 (Vormonat: 52,9) Punkte, wie S&P Global bei einer zweiten Veröffentlichung mitteilte. Bei der ersten Veröffentlichung war ein Wert von 52,4 Zählern ausgewiesen worden. "Mit einem erneut soliden PMI-Wert geht die beste Expansionsphase der Eurozone-Industrie seit über vier Jahren in die Verlängerung", kommentierte Chris Williamson, Chief Business Economist bei S&P Global Intelligence.
Industriesektor der Eurozone bleibt ein Lichtblick
Die Einkaufsmanagerindizes (PMI) für das verarbeitende Gewerbe im Oktober haben eine solide Leistung der Industrie in der Eurozone bestätigt, schreibt Leo Barincou von Oxford Economics in einer Research Note. Der PMI habe im Oktober bei 52,7 gelegen und sei damit im Vergleich zum September weitgehend unverändert geblieben. Die Widerstandsfähigkeit werde durch fiskalische Impulse, Verteidigungsausgaben und den KI-Boom angetrieben, was die Aktivität auch im Jahr 2027 weiter stützen sollte, schreibt Barincou. Der Großteil dieser Stärke konzentriere sich auf Deutschland, während auch Spanien ein Lichtblick sei, obwohl das verarbeitende Gewerbe in Frankreich und Italien weiterhin schrumpfe, meint er.
Bank of England könnte signalisieren, dass der Endzins nahe ist
Die Bank of England könnte bei ihrer geldpolitischen Sitzung am Donnerstag signalisieren, dass sie sich dem Endzins nähert, schreibt Patrick Munnelly von der Tickmill Group in einer Research Note. Der Endzins ist der Höchststand der Zinsen während des Zinserhöhungszyklus einer Zentralbank. Es wird allgemein erwartet, dass die Bank of England die Zinsen in dieser Woche um einen Viertelprozentpunkt auf 4,0 Prozent anheben wird. Dennoch könnte sich die Bank of England den aktuellen Markterwartungen von drei weiteren Zinserhöhungen bis Juli 2027 widersetzen. Die britischen Arbeitsmarktdaten wiesen Anzeichen einer Abkühlung auf, meint Munnelly. Die Märkte preisen bis Ende 2027 Zinserhöhungen der Bank of England um 105 Basispunkte ein, was etwas weniger ist als die in der vergangenen Woche eingepreisten 119 Basispunkte, wie Daten von LSEG zeigen.
Ölpreise fallen kräftig - Hoffen auf Iran/USA-Deal
Kräftig abwärts um über je 4 Prozent geht es am Montagvormittag mit den Ölpreisen. Die Sorte Brent notiert um 108,80 Dollar, die für die USA wichtige Sorte WTI ist unter die 100-Dollar-Marke gerutscht. Kurstreiber sind Berichte, ein Deal zwischen den USA und Iran könne bevorstehen. Wie Al Jazira berichtet, liege ein Abkommen auf dem Tisch, "der Ball sei nun im US-Spielfeld". "Das dürfte ziemlich glaubwürdig sein, der Handel hat einen Deal noch vor den US-Midterms für umso wahrscheinlicher gehalten, je mehr Trump vor den Midterms unter Druck gerät", sagt ein Händler. Schon am Wochenende hatte es Berichte gegeben, sogar ein persönliches Treffen von Vize-Präsident Vance mit Irans Verhandler Mohsen Rezaei sei denkbar, nachdem Vance ihm einen Brief geschrieben hatte.
DJG/DJN/apo
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November 02, 2026 07:30 ET (12:30 GMT)
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