Koblenz (ots) -
Die bodengebundene Luftverteidigung ist von zentraler Bedeutung für den Schutz von Streitkräften und kritischer Infrastruktur. Ein wesentlicher Bestandteil ist das Flugabwehrsystem PATRIOT, das 1989 bei der Bundeswehr eingeführt und seither kontinuierlich modernisiert wurde. Nun hat das Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) einen Vertrag über die Nachbeschaffung von zwei PATRIOT-Feuereinheiten geschlossen, die als Ersatz für an die Ukraine abgegebene Systeme vorgesehen sind. Zudem wurden neue Einsatzcontainer für die Instandsetzung des Systems beauftragt. Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hatte den Beschaffungen am 14. Oktober 2026 zugestimmt.
Eine PATRIOT-Feuereinheit besteht aus einem Radargerät, einem Gefechtsstand, mehreren Startgeräten und weiteren Komponenten, darunter Stromversorgungsanlagen. Mit der Nachbeschaffung erhält die Bundeswehr Ersatz für die PATRIOT-Feuereinheiten, die im August 2025 der Ukraine zur Verteidigung gegen den russischen Angriffskrieg überlassen wurden. Zum Lieferumfang gehören neben den vollständigen Feuereinheiten auch Serviceleistungen und Ersatzteilpakete.
Die ebenfalls beauftragten Einsatzcontainer ersetzen Instandsetzungsausstattungen aus den späten 1980er-Jahren. Sie sollen dazu beitragen, die Instandsetzungsfähigkeit des Flugabwehrsystems auch bei weltweiten Einsätzen aufrechtzuerhalten. Die neuen Instandsetzungsausstattungen sind vollständig containerisiert und können auf bereits bei der Bundeswehr eingeführten Lkw transportiert und betrieben werden. Das erhöht ihre Mobilität und ermöglicht einen flexiblen Einsatz.
Der Projektleiter im BAAINBw, Rainer F., sagt dazu: "Durch die sehr gute Zusammenarbeit aller Projektbeteiligten kann diese für die Truppe äußerst wichtige Nachbeschaffung jetzt auf den Weg gebracht werden. Zudem bildet die Beschaffung der Einsatzcontainer ein Kernelement für die Erneuerung der Instandsetzungsausstattungen der Flugabwehrraketen-Verbände. Die Container werden zukünftig weltweit die Instandsetzungsfähigkeit des Waffensystems sicherstellen."
Bekannt wurde das PATRIOT-System unter anderem während der Operation DESERT STORM 1991 durch seine Rolle bei der Abwehr irakischer ballistischer Raketen. In den vergangenen Jahren wurde es auch bei Einsätzen der Bundeswehr an der NATO-Ostflanke, etwa in Polen und der Slowakei, sowie in der Türkei eingesetzt. Kontinuierliche Modernisierungen sollen dazu beitragen, die Einsatzfähigkeit von PATRIOT auch in den kommenden Jahren zu erhalten.
Pressekontakt:
Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr
Presse- und Informationszentrum
Tel. 0261 400 12 822
E-Mail: pizain-presse@bundeswehr.org
Original-Content von: PIZ Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung, übermittelt durch news aktuell
Originalmeldung: https://www.presseportal.de/pm/147341/6382531
Die bodengebundene Luftverteidigung ist von zentraler Bedeutung für den Schutz von Streitkräften und kritischer Infrastruktur. Ein wesentlicher Bestandteil ist das Flugabwehrsystem PATRIOT, das 1989 bei der Bundeswehr eingeführt und seither kontinuierlich modernisiert wurde. Nun hat das Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) einen Vertrag über die Nachbeschaffung von zwei PATRIOT-Feuereinheiten geschlossen, die als Ersatz für an die Ukraine abgegebene Systeme vorgesehen sind. Zudem wurden neue Einsatzcontainer für die Instandsetzung des Systems beauftragt. Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hatte den Beschaffungen am 14. Oktober 2026 zugestimmt.
Eine PATRIOT-Feuereinheit besteht aus einem Radargerät, einem Gefechtsstand, mehreren Startgeräten und weiteren Komponenten, darunter Stromversorgungsanlagen. Mit der Nachbeschaffung erhält die Bundeswehr Ersatz für die PATRIOT-Feuereinheiten, die im August 2025 der Ukraine zur Verteidigung gegen den russischen Angriffskrieg überlassen wurden. Zum Lieferumfang gehören neben den vollständigen Feuereinheiten auch Serviceleistungen und Ersatzteilpakete.
Die ebenfalls beauftragten Einsatzcontainer ersetzen Instandsetzungsausstattungen aus den späten 1980er-Jahren. Sie sollen dazu beitragen, die Instandsetzungsfähigkeit des Flugabwehrsystems auch bei weltweiten Einsätzen aufrechtzuerhalten. Die neuen Instandsetzungsausstattungen sind vollständig containerisiert und können auf bereits bei der Bundeswehr eingeführten Lkw transportiert und betrieben werden. Das erhöht ihre Mobilität und ermöglicht einen flexiblen Einsatz.
Der Projektleiter im BAAINBw, Rainer F., sagt dazu: "Durch die sehr gute Zusammenarbeit aller Projektbeteiligten kann diese für die Truppe äußerst wichtige Nachbeschaffung jetzt auf den Weg gebracht werden. Zudem bildet die Beschaffung der Einsatzcontainer ein Kernelement für die Erneuerung der Instandsetzungsausstattungen der Flugabwehrraketen-Verbände. Die Container werden zukünftig weltweit die Instandsetzungsfähigkeit des Waffensystems sicherstellen."
Bekannt wurde das PATRIOT-System unter anderem während der Operation DESERT STORM 1991 durch seine Rolle bei der Abwehr irakischer ballistischer Raketen. In den vergangenen Jahren wurde es auch bei Einsätzen der Bundeswehr an der NATO-Ostflanke, etwa in Polen und der Slowakei, sowie in der Türkei eingesetzt. Kontinuierliche Modernisierungen sollen dazu beitragen, die Einsatzfähigkeit von PATRIOT auch in den kommenden Jahren zu erhalten.
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