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MÄRKTE USA/Börse etwas fester erwartet - Ölpreisrückgang stützt

DJ MÄRKTE USA/Börse etwas fester erwartet - Ölpreisrückgang stützt

DOW JONES--Zum Start in die neue Woche zeichnet sich an den US-Börsen eine Gegenbewegung auf die deutlichen Verluste vom Freitag ab. Vor allem Technologiewerte waren heftig abverkauft worden, nachdem neue Zweifel an der Tragfähigkeit der massiven Investitionen in Künstliche Intelligenz (KI) aufgekommen waren. Der S&P-Future tendiert vorbörslich 0,5 Prozent höher, der Nasdaq-Future gewinnt 0,9 Prozent. Unterstützung kommt vom Ölpreis, der am Montag deutlich nachgibt. Das Barrel Brentöl verbilligt sich mit Hoffnungen auf eine diplomatische Lösung im Iran-Krieg um 4,4 Prozent auf 108,48 Dollar. Das lindert Inflations- und Zinserhöhungserwartungen, worauf wiederum am langen Ende des Anleihemarkts die Renditen fallen. Die Zehnjahresrendite sinkt um 1 Basispunkt auf 4,92 Prozent. Der Dollar tendiert knapp behauptet. Der Euro legt zum Greenback um 0,5 Prozent zu auf etwa 1,1215 Dollar.

Zentrales Thema sind die anstehenden "Midterm"-Wahlen in den USA am Dienstag. Sollten die Demokraten sowohl im Repräsentantenhaus als auch im Senat die Mehrheit erreichen, wäre dies negativ für Aktien mit KI-Bezug, heißt es unter Verweis auf Skepsis der Wähler gegenüber Datenzentren.

Konjunkturseitig stehen Einkaufsmanagerindizes von S&P Global und von ISM für das verarbeitende Gewerbe im Oktober auf der Agenda. Überdies werden die Bauausgaben aus dem September veröffentlicht.

Die Bilanzsaison legt am Montag eine Pause ein. Zahlen kommen eher aus der zweiten Reihe. Erst nach Börsenschluss werden Apple und Palantir ihre Drittquartalszahlen vorlegen. Der Quartalsausweis des Schwergewichts Apple ist der erste unter dem neuen CEO John Ternus. Anleger warten gespannt auf etwaige Aussagen zu schnelleren Produkteinführungen, Preiserhöhungen und zum Thema KI.

Aktien mit Bezug zu Kryptowährungen dürften weiter von dem massiven Cyberdiebstahl bei der nicht börsennotierten Kryptobörse Binance belastet werden. Anleger zogen nach Bekanntwerden des Zwischenfalls 3,6 Milliarden Dollar von Binance ab. Coinbase büßen nach dem Kurseinbruch von 10 Prozent am Freitag vorbörslich weitere 1,8 Prozent ein.

Nach einem überzeugenden Quartalsbericht legt die Aktie der Hotelkette Marriott um 3,5 Prozent zu. Auch die Zahlen des Kosmetikkonzerns Estee Lauder (+2,5%) kommen gut an.

Derweil hat Marvell Technology die Übernahme von Lumentum bestätigt, über die in der vergangenen Woche die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet hatte. Lumentum fallen um 5,6 Prozent, Marvel geben um 3,8 Prozent nach.

=== 
US-Treasuries      Rendite  +/- Tageshoch    Tagestief 
2 Jahre           4,61 +0,03    4,61      4,58 
5 Jahre           4,73 +0,00    4,75      4,70 
10 Jahre          4,92 -0,01    4,96      4,90 
 
DEVISEN         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag Fr, 17:08 Uhr 
EUR/USD          1,1213  +0,5   0,0055     1,1158     1,1169 
EUR/JPY          177,07  +0,7   1,2400     175,83    175,8000 
EUR/CHF          0,9186  -0,2  -0,0020     0,9206     0,9188 
EUR/GBP          0,8357  +0,3   0,0024     0,8333     0,8334 
USD/JPY          157,9  +0,2   0,3700     157,53    157,3900 
GBP/USD          1,3415  +0,2   0,0024     1,3391     1,3400 
USD/CNY          6,648  -0,1  -0,0058     6,6538     6,6538 
USD/CNH          6,6459  -0,1  -0,0069     6,6528     6,6521 
AUS/USD          0,7001  -0,4  -0,0029      0,703     0,7035 
Bitcoin/USD      77.602,35  -0,3  -206,91    77.809,26   77.432,29 
 
ROHOEL          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex         99,82  -4,1   -4,30     104,12 
Brent/ICE         108,48  -4,4   -4,95     113,43 
 
Metalle         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold          3.906,63  +0,8   31,61    3.875,02 
Silber           50,11  +2,0    1,01      49,10 
Platin         1.430,35  -0,1   -0,87    1.431,22 
 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt: maerkte.de@dowjones.com

DJG/cln/hab

(END) Dow Jones Newswires

November 02, 2026 08:35 ET (13:35 GMT)

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Historische Öl-Krise - 5 Aktien, die davon profitieren!
Der Iran-Krieg hat den globalen Energiemarkt erschüttert. Zerstörte Förderanlagen, ausgefallene Transportwege und fehlende Raffineriekapazitäten sorgen dafür, dass nicht nur Rohöl, sondern vor allem Benzin und Diesel knapp und teuer bleiben könnten. Selbst ein Ende der Kämpfe würde das Problem nicht über Nacht lösen, der Wiederaufbau der Energieinfrastruktur dürfte Jahre dauern.

Während viele Anleger jetzt auf ExxonMobil, Chevron oder Shell setzen, könnte das größere Potenzial längst woanders liegen. Denn hohe Ölpreise machen neue Investitionen in Förderung, Transport und Verarbeitung wieder attraktiv. Davon profitieren vor allem jene Unternehmen, die Bohrtechnik, Ausrüstung und Dienstleistungen bereitstellen oder bereits über wertvolle Infrastruktur verfügen.

Hier dürfte die zweite Welle des Öl-Booms entstehen. Statt den bereits stark gelaufenen Produzenten hinterherzulaufen, können Anleger auf die Unternehmen setzen, die am milliardenschweren Wiederaufbau der globalen Energieinfrastruktur verdienen.

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