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MÄRKTE USA/Fester - Rückgang von Ölpreis und Marktzinsen stützt

DJ MÄRKTE USA/Fester - Rückgang von Ölpreis und Marktzinsen stützt

DOW JONES--Zum Start in die neue Woche kommt es an den US-Börsen zu einer Gegenbewegung auf die deutlichen Verluste vom Freitag. Vor allem Technologiewerte waren heftig abverkauft worden, nachdem neue Zweifel an der Tragfähigkeit der massiven Investitionen in Künstliche Intelligenz (KI) aufgekommen waren. Der Dow-Jones-Index gewinnt gegen Mittag (Ortszeit New York) 1,1 Prozent auf 52.316 Punkte. Der S&P-500 steigt um 0,6 Prozent, der Nasdaq-Composite legt um ebenfalls 0,6 Prozent zu. Unterstützung kommt vom Ölpreis, der am Montag deutlich nachgibt.

Das Barrel Brentöl verbilligt sich mit Hoffnungen auf eine diplomatische Lösung im Iran-Krieg um 7,8 Prozent auf 104,61 Dollar. Einem Bericht vom Wochenende zufolge könnte eine Einigung zwischen den USA und dem Iran bevorstehen. Das lindert Inflations- und Zinserhöhungserwartungen, worauf wiederum am langen Ende des Anleihemarkts die Renditen fallen. Die Zehnjahresrendite sinkt um 5 Basispunkte auf 4,88 Prozent. Der Dollar tendiert knapp behauptet. Der Euro legt zum Greenback um 0,4 Prozent zu auf gut 1,12 Dollar. Gold profitiert von den niedrigeren Marktzinsen und dem schwächeren Dollar. Der Preis für die Feinunze steigt um 2,4 Prozent auf 3.967 Dollar.

Zentrales Thema sind die anstehenden "Midterm"-Wahlen in den USA am Dienstag. Sollten die Demokraten sowohl im Repräsentantenhaus als auch im Senat die Mehrheit erreichen, wäre dies negativ für Aktien mit KI-Bezug, heißt es unter Verweis auf Skepsis der Wähler gegenüber Datenzentren.

Konjunkturseitig stieg der ISM-Index für das verarbeitende Gewerbe im Oktober stärker als erwartet. Sein von S&P Global ermitteltes Pendant ging gegenüber der ersten Veröffentlichung zurück. Die Bauausgaben verringerten sich im September, während Volkswirte im Konsens einen kleinen Anstieg prognostiziert hatten.

Zahlenausweise kommen eher von Unternehmen aus der zweiten Reihe. Erst nach Börsenschluss werden Apple und Palantir ihre Drittquartalszahlen vorlegen. Der Quartalsausweis des Schwergewichts Apple ist der erste unter dem neuen CEO John Ternus. Anleger warten gespannt auf etwaige Aussagen zu schnelleren Produkteinführungen, Preiserhöhungen und zum Thema KI.

Der Kurs der KI-Wette Nvidia erholt sich um 1 Prozent. AMD verlieren 3,1 Prozent. Intel, die in Reaktion auf die Zahlen des Chipkonzerns am Freitag abgestürzt waren, verlieren weitere 4,5 Prozent.

Aktien mit Bezug zu Kryptowährungen werden weiter von dem massiven Cyberdiebstahl bei der nicht börsennotierten Kryptobörse Binance belastet. Anleger zogen nach Bekanntwerden des Zwischenfalls 3,6 Milliarden Dollar von Binance ab. Coinbase büßen nach dem Kurseinbruch von 10 Prozent am Freitag weitere 2,6 Prozent ein.

Nach einem überzeugenden Quartalsbericht legt die Aktie der Hotelkette Marriott um 3,6 Prozent zu. Die Zahlen des Kosmetikkonzerns Estee Lauder (-1,4%) kommen weniger gut an.

Oracle verbilligen sich um 5,9 Prozent. Das Unternehmen will für KI-Investitionen 20 Milliarden Dollar über eine Kapitalerhöhung und die Emission von Anleihen bei den Investoren einsammeln.

Derweil hat Marvell Technology die Übernahme des Glasfaser- und Laserspezialisten Lumentum bestätigt, über die in der vergangenen Woche die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet hatte. Lumentum fallen um 14 Prozent, Marvel geben um 8,6 Prozent nach.

=== 
INDEX          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
DJIA          52.316,34  +1,1  +546,03    51.770,31 
S&P-500         7.621,90  +0,6   +41,83    7.580,07 
NASDAQ Comp      25.597,33  +0,6  +160,34    25.437,00 
NASDAQ 100       28.518,67  +0,5  +133,82    28.384,85 
 
US-Treasuries      Rendite  +/- Tageshoch    Tagestief 
2 Jahre           4,58 -0,00    4,61      4,57 
5 Jahre           4,69 -0,04    4,75      4,68 
10 Jahre          4,88 -0,05    4,96      4,88 
 
DEVISEN         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag Fr, 17:08 Uhr 
EUR/USD          1,1207  +0,4   0,0049     1,1158     1,1169 
EUR/JPY          176,9  +0,6   1,0700     175,83    175,8000 
EUR/CHF          0,9171  -0,4  -0,0035     0,9206     0,9188 
EUR/GBP          0,8348  +0,2   0,0015     0,8333     0,8334 
USD/JPY          157,83  +0,2   0,3000     157,53    157,3900 
GBP/USD          1,3419  +0,2   0,0028     1,3391     1,3400 
USD/CNY          6,648  -0,1  -0,0058     6,6538     6,6538 
USD/CNH          6,6462  -0,1  -0,0066     6,6528     6,6521 
AUS/USD          0,7016  -0,2  -0,0014      0,703     0,7035 
Bitcoin/USD      77.377,29  -0,6  -431,97    77.809,26   77.432,29 
 
ROHOEL          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex         96,53  -7,3   -7,59     104,12 
Brent/ICE         104,61  -7,8   -8,82     113,43 
 
Metalle         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold          3.967,27  +2,4   92,25    3.875,02 
Silber           50,99  +3,8    1,89      49,10 
Platin         1.460,55  +2,0   29,33    1.431,22 
 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt: maerkte.de@dowjones.com

DJG/cln/mgo

(END) Dow Jones Newswires

November 02, 2026 12:26 ET (17:26 GMT)

Copyright (c) 2026 Dow Jones & Company, Inc.

© 2026 Dow Jones News
Historische Öl-Krise - 5 Aktien, die davon profitieren!
Der Iran-Krieg hat den globalen Energiemarkt erschüttert. Zerstörte Förderanlagen, ausgefallene Transportwege und fehlende Raffineriekapazitäten sorgen dafür, dass nicht nur Rohöl, sondern vor allem Benzin und Diesel knapp und teuer bleiben könnten. Selbst ein Ende der Kämpfe würde das Problem nicht über Nacht lösen, der Wiederaufbau der Energieinfrastruktur dürfte Jahre dauern.

Während viele Anleger jetzt auf ExxonMobil, Chevron oder Shell setzen, könnte das größere Potenzial längst woanders liegen. Denn hohe Ölpreise machen neue Investitionen in Förderung, Transport und Verarbeitung wieder attraktiv. Davon profitieren vor allem jene Unternehmen, die Bohrtechnik, Ausrüstung und Dienstleistungen bereitstellen oder bereits über wertvolle Infrastruktur verfügen.

Hier dürfte die zweite Welle des Öl-Booms entstehen. Statt den bereits stark gelaufenen Produzenten hinterherzulaufen, können Anleger auf die Unternehmen setzen, die am milliardenschweren Wiederaufbau der globalen Energieinfrastruktur verdienen.

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