METZINGEN (dpa-AFX) - Der seit Kurzem zur britischen Frasers Group gehörende Bekleidungshersteller Hugo Boss blickt nach einem Umsatz- und Gewinnrückgang im vergangenen Quartal pessimistischer auf das laufende Jahr. Der Erlös dürfte 2026 währungsbereinigt im hohen einstelligen Prozentbereich sinken, teilte das Unternehmen in der Nacht zum Dienstag mit. Bisher war Boss von einem Minus im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich ausgegangen.
Beim Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) wird nun ein Rückgang auf 250 bis 300 Millionen Euro erwartet. Zuvor hatte das Unternehmen 300 bis 350 Millionen Euro angepeilt. 2025 hatte das Unternehmen operativ 391 Millionen Euro verdient. Von Bloomberg befragte Analysten hatten für das laufende Jahr bisher einen operativen Gewinn von etwas mehr als 300 Millionen Euro sowie einen währungsbereinigten Umsatzrückgang von acht Prozent auf dem Zettel.
Hintergrund der Prognosesenkung ist eine größere Zurückhaltung mit Blick auf die erwartete Konsumnachfrage und höhere Abschreibungen im IT-Bereich wegen der sich rasch wandelnden Entwicklungen bei Künstlicher Intelligenz und Technologie.
Im dritten Quartal sank der Umsatz währungsbereinigt um fünf Prozent auf 946 Millionen Euro. Analysten hatten allerdings mit einem noch größeren Rückgang gerechnet. Der operative Gewinn ging von 95 Millionen Euro im entsprechenden Vorjahreszeitraum auf 81 Millionen Euro zurück./he/zb




