Bonn (ots) -
Eichenschrankwand, Blümchentapete und Möbel aus vergangenen Jahrzehnten: Was für Eigentümer mit Erinnerungen verbunden ist, kann beim Immobilienverkauf zum Problem werden. Gerade ältere oder geerbte Immobilien werden häufig genauso angeboten, wie sie jahrzehntelang bewohnt wurden. Interessenten sehen dann jedoch zuerst die Einrichtung - und nicht unbedingt das Potenzial des Hauses.
Im schlimmsten Fall bleibt ein Objekt dadurch länger am Markt oder Käufer gehen mit einer deutlich niedrigeren Preisvorstellung in die Verhandlung. Im folgenden Beitrag erfahren Sie, welche Einrichtungsfehler Immobilien beim Verkauf unattraktiver wirken lassen, wann sich Home Staging lohnt und mit welchen Veränderungen Bonner Eigentümer ihr Haus für Interessenten attraktiver präsentieren können.
Der erste Eindruck kann den Blick auf das Haus verändern
Grundriss, Ausstattung und energetischer Zustand gehören zu den wesentlichen Faktoren beim Immobilienkauf. Beim Betreten einer Immobilie zählt oft allerdings etwas anderes: der erste Eindruck. Dabei kann bei Interessenten schnell ein schlechtes Gefühl entstehen. Das ist beispielsweise der Fall bei sehr alten Einrichtungen, etwa bestehend aus großen Eichenschrankwänden, Pflegebetten und zugestellten Zimmern.
Potenziellen Käufern fällt es dann schwer, sich vorzustellen, wie die Räume mit den eigenen Möbeln aussehen könnten. Ein eigentlich gut geschnittenes Zimmer kann dadurch kleiner wirken, während eine grundsätzlich solide Immobilie schneller den Eindruck vermittelt, umfassend renovierungsbedürftig zu sein. Das bedeutet nicht, dass jedes ältere Möbelstück verschwinden muss. Einzelne Antiquitäten können zum Beispiel gezielt in eine neue Gestaltung integriert werden. Entscheidend ist, dass die Einrichtung den Blick auf Größe, Aufteilung und Nutzungsmöglichkeiten der Räume nicht verstellt.
Bei geerbten Häusern beginnt die Vorbereitung oft mit dem Entrümpeln
Besonders häufig stellt sich diese Frage bei Erbschaftsimmobilien. In solchen Häusern befindet sich teilweise noch der vollständige Hausstand der vorherigen Bewohner. Für Erben hängen daran Erinnerungen und zugleich besteht gelegentlich die Hoffnung, ein Käufer könne einige Möbel übernehmen. Gerade wenn die Immobilie an eine jüngere Generation verkauft wird, besteht daran jedoch häufig kein Interesse. Spätestens zur Übergabe müsste der verbliebene Hausstand dann ohnehin entfernt werden.
Deshalb kann es sinnvoll sein, diesen Schritt bereits vor der Vermarktung vorzunehmen. Ist das Haus leergeräumt, lässt sich zudem besser beurteilen, welche weiteren Arbeiten tatsächlich notwendig sind. Auf eine gründliche Reinigung können je nach Zustand beispielsweise Malerarbeiten oder Arbeiten an den Böden folgen.
Ähnliches gilt für ältere Immobilien, die schon länger leer stehen. Fehlende Möbel sorgen nicht automatisch dafür, dass ein Objekt ansprechend wirkt. Wurde ein leerstehendes Haus über längere Zeit nicht gepflegt, kann auch hier zunächst eine Aufbereitung erforderlich sein. Erst wenn die Räume sauber und ordentlich sind, sollte die eigentliche Präsentation für den Verkauf folgen.
Home Staging setzt einen gepflegten Zustand voraus
An diesem Punkt kann Home Staging ansetzen. Dabei geht es nicht darum, Mängel mit neuen Möbeln und Dekoration zu verdecken. Eine ungepflegte Immobilie lediglich neu einzurichten, löst das grundlegende Problem nicht. Vielmehr soll die Gestaltung dabei helfen, Interessenten eine Vorstellung davon zu vermitteln, wie sich die Räume nutzen lassen. Wie umfangreich diese Inszenierung ausfallen sollte, hängt stark von der jeweiligen Immobilie ab.
Bei einem älteren oder geerbten Haus können Entrümpelung, Grundreinigung und kleinere Renovierungsarbeiten die Voraussetzung dafür schaffen. Anschließend lässt sich mit einer passenden Einrichtung zeigen, welche Möglichkeiten beispielsweise ein bislang vollgestelltes Wohn- oder Schlafzimmer bietet.
Anders ist die Ausgangslage bei einem jüngeren Haus, das während des Verkaufs weiterhin bewohnt wird. Dort kann bereits ein sogenanntes Hybrid-Staging ausreichen. Vorhandene Möbel bleiben dabei größtenteils stehen, während störende oder sehr persönliche Gegenstände weggeräumt werden. Ergänzungen wie Tagesdecken oder ausgewählte Dekoration können anschließend für ein ruhigeres Gesamtbild sorgen.
Fazit: Der Aufwand richtet sich nach der Ausgangslage
Eine allgemeingültige Liste mit Maßnahmen, die vor jedem Immobilienverkauf abgearbeitet werden sollte, gibt es nicht. Ein gepflegtes und bewohntes Haus benötigt eine andere Vorbereitung als eine Erbschaftsimmobilie mit vollständigem Hausstand. Ebenso kann bei einem länger leerstehenden Objekt mehr erforderlich sein als das Aufstellen einiger moderner Möbel.
Für Bonner Eigentümer kommt es deshalb zunächst darauf an, die Immobilie aus Sicht möglicher Käufer zu betrachten. Welche Elemente lenken vom Haus ab? Wo lassen sich Größe und Funktion eines Raumes nur schwer erkennen? Und welche Arbeiten sind notwendig, damit die Immobilie gepflegt erscheint, bevor über eine neue Einrichtung nachgedacht wird? Nicht das Alter eines Möbelstücks entscheidet dabei allein darüber, ob es bleiben kann. Maßgeblich ist vielmehr das Gesamtbild.
Über Ysabel Schöpf und Philipp Schöpf:
Ysabel Schöpf ist Geschäftsführerin der Schöpf & Co. Immobilien GmbH, Diplom-Betriebswirtin und geprüfte Immobilienbewerterin. Philipp Schöpf ist Bankkaufmann und B.A. Immobilienwirtschaft. Gemeinsam führen sie das Familienunternehmen in der 8. Generation. Ihre Schwerpunkte sind die Immobilienbewertung und der Verkauf von Wohnimmobilien in Bonn und der Region. Zum Angebot gehört professionelles Home Staging, das bereits in der Maklerprovision enthalten ist. Weitere Informationen unter: https://www.schoepf-co.de/
Pressekontakt:
Schöpf & Co. Immobilien GmbH
E-Mail: ysabel.schoepf@schoepf-co.de
Web: https://www.schoepf-co.de/
Ruben Schäfer
E-Mail: redaktion@dcfverlag.de
Original-Content von: Schöpf & Co. Immobilien GmbH, übermittelt durch news aktuell
Originalmeldung: https://www.presseportal.de/pm/182904/6382975
Eichenschrankwand, Blümchentapete und Möbel aus vergangenen Jahrzehnten: Was für Eigentümer mit Erinnerungen verbunden ist, kann beim Immobilienverkauf zum Problem werden. Gerade ältere oder geerbte Immobilien werden häufig genauso angeboten, wie sie jahrzehntelang bewohnt wurden. Interessenten sehen dann jedoch zuerst die Einrichtung - und nicht unbedingt das Potenzial des Hauses.
Im schlimmsten Fall bleibt ein Objekt dadurch länger am Markt oder Käufer gehen mit einer deutlich niedrigeren Preisvorstellung in die Verhandlung. Im folgenden Beitrag erfahren Sie, welche Einrichtungsfehler Immobilien beim Verkauf unattraktiver wirken lassen, wann sich Home Staging lohnt und mit welchen Veränderungen Bonner Eigentümer ihr Haus für Interessenten attraktiver präsentieren können.
Der erste Eindruck kann den Blick auf das Haus verändern
Grundriss, Ausstattung und energetischer Zustand gehören zu den wesentlichen Faktoren beim Immobilienkauf. Beim Betreten einer Immobilie zählt oft allerdings etwas anderes: der erste Eindruck. Dabei kann bei Interessenten schnell ein schlechtes Gefühl entstehen. Das ist beispielsweise der Fall bei sehr alten Einrichtungen, etwa bestehend aus großen Eichenschrankwänden, Pflegebetten und zugestellten Zimmern.
Potenziellen Käufern fällt es dann schwer, sich vorzustellen, wie die Räume mit den eigenen Möbeln aussehen könnten. Ein eigentlich gut geschnittenes Zimmer kann dadurch kleiner wirken, während eine grundsätzlich solide Immobilie schneller den Eindruck vermittelt, umfassend renovierungsbedürftig zu sein. Das bedeutet nicht, dass jedes ältere Möbelstück verschwinden muss. Einzelne Antiquitäten können zum Beispiel gezielt in eine neue Gestaltung integriert werden. Entscheidend ist, dass die Einrichtung den Blick auf Größe, Aufteilung und Nutzungsmöglichkeiten der Räume nicht verstellt.
Bei geerbten Häusern beginnt die Vorbereitung oft mit dem Entrümpeln
Besonders häufig stellt sich diese Frage bei Erbschaftsimmobilien. In solchen Häusern befindet sich teilweise noch der vollständige Hausstand der vorherigen Bewohner. Für Erben hängen daran Erinnerungen und zugleich besteht gelegentlich die Hoffnung, ein Käufer könne einige Möbel übernehmen. Gerade wenn die Immobilie an eine jüngere Generation verkauft wird, besteht daran jedoch häufig kein Interesse. Spätestens zur Übergabe müsste der verbliebene Hausstand dann ohnehin entfernt werden.
Deshalb kann es sinnvoll sein, diesen Schritt bereits vor der Vermarktung vorzunehmen. Ist das Haus leergeräumt, lässt sich zudem besser beurteilen, welche weiteren Arbeiten tatsächlich notwendig sind. Auf eine gründliche Reinigung können je nach Zustand beispielsweise Malerarbeiten oder Arbeiten an den Böden folgen.
Ähnliches gilt für ältere Immobilien, die schon länger leer stehen. Fehlende Möbel sorgen nicht automatisch dafür, dass ein Objekt ansprechend wirkt. Wurde ein leerstehendes Haus über längere Zeit nicht gepflegt, kann auch hier zunächst eine Aufbereitung erforderlich sein. Erst wenn die Räume sauber und ordentlich sind, sollte die eigentliche Präsentation für den Verkauf folgen.
Home Staging setzt einen gepflegten Zustand voraus
An diesem Punkt kann Home Staging ansetzen. Dabei geht es nicht darum, Mängel mit neuen Möbeln und Dekoration zu verdecken. Eine ungepflegte Immobilie lediglich neu einzurichten, löst das grundlegende Problem nicht. Vielmehr soll die Gestaltung dabei helfen, Interessenten eine Vorstellung davon zu vermitteln, wie sich die Räume nutzen lassen. Wie umfangreich diese Inszenierung ausfallen sollte, hängt stark von der jeweiligen Immobilie ab.
Bei einem älteren oder geerbten Haus können Entrümpelung, Grundreinigung und kleinere Renovierungsarbeiten die Voraussetzung dafür schaffen. Anschließend lässt sich mit einer passenden Einrichtung zeigen, welche Möglichkeiten beispielsweise ein bislang vollgestelltes Wohn- oder Schlafzimmer bietet.
Anders ist die Ausgangslage bei einem jüngeren Haus, das während des Verkaufs weiterhin bewohnt wird. Dort kann bereits ein sogenanntes Hybrid-Staging ausreichen. Vorhandene Möbel bleiben dabei größtenteils stehen, während störende oder sehr persönliche Gegenstände weggeräumt werden. Ergänzungen wie Tagesdecken oder ausgewählte Dekoration können anschließend für ein ruhigeres Gesamtbild sorgen.
Fazit: Der Aufwand richtet sich nach der Ausgangslage
Eine allgemeingültige Liste mit Maßnahmen, die vor jedem Immobilienverkauf abgearbeitet werden sollte, gibt es nicht. Ein gepflegtes und bewohntes Haus benötigt eine andere Vorbereitung als eine Erbschaftsimmobilie mit vollständigem Hausstand. Ebenso kann bei einem länger leerstehenden Objekt mehr erforderlich sein als das Aufstellen einiger moderner Möbel.
Für Bonner Eigentümer kommt es deshalb zunächst darauf an, die Immobilie aus Sicht möglicher Käufer zu betrachten. Welche Elemente lenken vom Haus ab? Wo lassen sich Größe und Funktion eines Raumes nur schwer erkennen? Und welche Arbeiten sind notwendig, damit die Immobilie gepflegt erscheint, bevor über eine neue Einrichtung nachgedacht wird? Nicht das Alter eines Möbelstücks entscheidet dabei allein darüber, ob es bleiben kann. Maßgeblich ist vielmehr das Gesamtbild.
Über Ysabel Schöpf und Philipp Schöpf:
Ysabel Schöpf ist Geschäftsführerin der Schöpf & Co. Immobilien GmbH, Diplom-Betriebswirtin und geprüfte Immobilienbewerterin. Philipp Schöpf ist Bankkaufmann und B.A. Immobilienwirtschaft. Gemeinsam führen sie das Familienunternehmen in der 8. Generation. Ihre Schwerpunkte sind die Immobilienbewertung und der Verkauf von Wohnimmobilien in Bonn und der Region. Zum Angebot gehört professionelles Home Staging, das bereits in der Maklerprovision enthalten ist. Weitere Informationen unter: https://www.schoepf-co.de/
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Web: https://www.schoepf-co.de/
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