München (ots) -
Künstliche Intelligenz ist in der deutschen Wirtschaft angekommen. Jetzt steht die nächste Herausforderung an: Unternehmen müssen erfolgreiche Pilotprojekte in produktive Anwendungen überführen, die sich sicher, wirtschaftlich und regelkonform in bestehende IT-Strukturen integrieren lassen. Insbesondere agentenbasierte KI-Systeme, die Aufgaben zunehmend eigenständig übernehmen, erfordern klare Governance-Strukturen, kontrollierte Zugriffsrechte und nachvollziehbare Entscheidungen. Atos setzt deshalb auf einen ganzheitlichen Ansatz, der Geschäftsnutzen, Sicherheit und Betriebsfähigkeit von Beginn an zusammendenkt.
Der Einsatz von KI in Unternehmen nimmt deutlich zu. Laut einer repräsentativen Erhebung des Digitalverbands Bitkom vom März 2026 nutzen bereits 41 Prozent der Unternehmen mit mindestens 20 Beschäftigten entsprechende Anwendungen. Ein Jahr zuvor lag der Anteil noch bei 17 Prozent. Weitere 48 Prozent planen den KI-Einsatz oder diskutieren darüber. Mehr als die Hälfte der Unternehmen, die KI bereits nutzen, berichtet von einem messbaren Beitrag zum Geschäftserfolg.
Doch zwischen ersten erfolgreichen Tests und dem flächendeckenden Einsatz im Unternehmensalltag liegen zahlreiche Herausforderungen. Bestehende IT-Systeme, regulatorische Anforderungen, Datenschutz und die Integration in operative Prozesse müssen ebenso berücksichtigt werden wie die Frage nach Wirtschaftlichkeit und Skalierbarkeit.
"Die größte Herausforderung bei der Skalierung von KI ist die Operationalisierung", sagt Thomas Götz, Head of Technology & Innovation bei Atos Deutschland, Österreich & Zentraleuropa. "Ein Pilotprojekt kann mit einem kleinen Team und wenigen Datenquellen im Labor-Modus gut funktionieren. Im produktiven Betrieb kommen jedoch Altsysteme, Governance und Compliance hinzu. Erfolgreiche Skalierung setzt deshalb voraus, dass Standardisierung und Prozesseinbettung von Anfang an mitgedacht werden."
Vom Pilotprojekt zur produktiven Anwendung
Um Unternehmen bei diesem Übergang zu unterstützen, verfolgt Atos mit den Sovereign Agentic Studios einen Ansatz, der die gesamte Wertschöpfungskette agentenbasierter KI abdeckt. Dazu gehören die Konzeption, Entwicklung und der Betrieb der Systeme ebenso wie die erforderlichen Governance-Strukturen und die zugrunde liegende Infrastruktur.
Ausgangspunkt ist dabei nicht die Technologie allein, sondern ein konkreter Geschäftsprozess mit klar definierten Zielen und messbaren Ergebnissen. Darauf aufbauend werden Datenquellen zusammengeführt, agentenbasierte Funktionen entwickelt und Prozesse orchestriert. Gleichzeitig werden Sicherheitsanforderungen, Governance und die souveräne Bereitstellung von Daten und KI berücksichtigt.
"Wir beginnen mit einem priorisierten Geschäftsprozess und einem messbaren Nutzen. Anschließend entwickeln wir die gesamte Leistungskette - von der Datenaggregation über die agentische Funktionalität und Prozessorchestrierung bis hin zur passenden Infrastruktur", erklärt Götz. "Erst wenn Nutzen, Sicherheit und Betriebsfähigkeit nachgewiesen sind, sollte die weitere Skalierung in die Produktion erfolgen."
Autonome KI braucht klare Grenzen
Mit der zunehmenden Verbreitung agentenbasierter Systeme verändert sich auch die Aufgabenverteilung in Unternehmen. KI-Agenten können klar definierte Aufgaben und einzelne Abschnitte von Arbeitsabläufen übernehmen, sofern dadurch tatsächlich Vorteile bei Geschwindigkeit, Qualität oder Skalierbarkeit entstehen. Die Verantwortung für Konzeption, Orchestrierung und Kontrolle bleibt dabei ein zentraler Bestandteil menschlicher Arbeit.
Für Götz ist entscheidend, den Autonomiegrad an den jeweiligen Anwendungsfall anzupassen: "Agentische KI übernimmt als unterstützendes System klar definierte Aufgaben dort, wo sich durch ihren Einsatz ein tatsächlicher Mehrwert erzielen lässt. Welches Maß an Autonomie sinnvoll ist, bestimmen das Risiko, die regulatorischen Anforderungen und der geschäftliche Nutzen. Nicht alles, was technisch möglich ist, ist auch sinnvoll."
Gerade weil agentenbasierte KI nicht in jeder Situation vorhersehbar reagiert, müssen Unternehmen den Handlungsspielraum ihrer Systeme begrenzen. Dazu gehören klar definierte Identitäten und Aufträge für einzelne Agenten, vom Menschen festgelegte Berechtigungen sowie Freigabeprozesse für kritische Entscheidungen. Darüber hinaus müssen Aktivitäten nachvollziehbar dokumentiert und Verhalten, Qualität, Kosten und Ergebnisse kontinuierlich überwacht werden.
"Autonomie braucht klare Leitplanken", betont Götz. "Kritische Entscheidungen müssen bei Bedarf über Human-in-the-Loop-Freigaben abgesichert werden. Sämtliche Aktivitäten werden auditierbar protokolliert. Gleichzeitig müssen Unternehmen in der Lage sein, Berechtigungen dynamisch anzupassen und einzelne Aktionen bei Bedarf zu unterbinden."
Digitale Souveränität als Grundlage für Innovation
Neben der technischen Integration und der Kontrolle autonomer Systeme gewinnt die digitale Souveränität an Bedeutung. Sie ist eine wichtige Voraussetzung dafür, dass Unternehmen langfristig handlungsfähig bleiben, flexibel auf neue Anforderungen reagieren und ihre Innovationsfähigkeit sichern können.
"IT-Souveränität bedeutet, kritische Abhängigkeiten bewusst zu managen", sagt Götz. "Unternehmen müssen die Kontrolle darüber behalten, wo und wie ihre Daten, Modelle und Workloads betrieben werden und wer Zugriff darauf erhält. Offene Standards, interoperable Architekturen und ein flexibel orchestriertes Hybrid-Cloud-Modell schaffen dafür wichtige Voraussetzungen. So entstehen neue Optionen und Spielräume für eigene Innovationen, anstatt Innovation ausschließlich einzukaufen."
Für Unternehmen wird damit zunehmend entscheidend, KI nicht nur zu erproben, sondern sie verantwortungsvoll in den laufenden Betrieb zu integrieren. Eine klare Ausrichtung auf den Geschäftsnutzen, verlässliche Kontrollmechanismen und eine souveräne technologische Basis bilden dafür die Grundlage.
Weitere Informationen:
- Agentic AI auf Enterprise-Niveau: sicher, kontrolliert und souverän - Whitepaper (https://atos.net/de/lp/agentic-ai-auf-enterprise-niveau-sicher-kontrolliert-und-souveraen)
- Atos: Branchen und Industrien (https://atos.net/de/industrien)
- Atos: Cloud Platform (https://atos.net/de/lp/cloud-platform)
Über Atos
Atos ist ein internationaler Technologieanbieter für digitale Transformation mit Schwerpunkten unter anderem in den Bereichen Cloud, Cybersicherheit sowie Daten und künstliche Intelligenz.
Pressekontakt - Atos:
Lisa Ludewig
https://atos.net/de/deutschland
+4989541936006
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Originalmeldung: https://www.presseportal.de/pm/183475/40000244
Künstliche Intelligenz ist in der deutschen Wirtschaft angekommen. Jetzt steht die nächste Herausforderung an: Unternehmen müssen erfolgreiche Pilotprojekte in produktive Anwendungen überführen, die sich sicher, wirtschaftlich und regelkonform in bestehende IT-Strukturen integrieren lassen. Insbesondere agentenbasierte KI-Systeme, die Aufgaben zunehmend eigenständig übernehmen, erfordern klare Governance-Strukturen, kontrollierte Zugriffsrechte und nachvollziehbare Entscheidungen. Atos setzt deshalb auf einen ganzheitlichen Ansatz, der Geschäftsnutzen, Sicherheit und Betriebsfähigkeit von Beginn an zusammendenkt.
Der Einsatz von KI in Unternehmen nimmt deutlich zu. Laut einer repräsentativen Erhebung des Digitalverbands Bitkom vom März 2026 nutzen bereits 41 Prozent der Unternehmen mit mindestens 20 Beschäftigten entsprechende Anwendungen. Ein Jahr zuvor lag der Anteil noch bei 17 Prozent. Weitere 48 Prozent planen den KI-Einsatz oder diskutieren darüber. Mehr als die Hälfte der Unternehmen, die KI bereits nutzen, berichtet von einem messbaren Beitrag zum Geschäftserfolg.
Doch zwischen ersten erfolgreichen Tests und dem flächendeckenden Einsatz im Unternehmensalltag liegen zahlreiche Herausforderungen. Bestehende IT-Systeme, regulatorische Anforderungen, Datenschutz und die Integration in operative Prozesse müssen ebenso berücksichtigt werden wie die Frage nach Wirtschaftlichkeit und Skalierbarkeit.
"Die größte Herausforderung bei der Skalierung von KI ist die Operationalisierung", sagt Thomas Götz, Head of Technology & Innovation bei Atos Deutschland, Österreich & Zentraleuropa. "Ein Pilotprojekt kann mit einem kleinen Team und wenigen Datenquellen im Labor-Modus gut funktionieren. Im produktiven Betrieb kommen jedoch Altsysteme, Governance und Compliance hinzu. Erfolgreiche Skalierung setzt deshalb voraus, dass Standardisierung und Prozesseinbettung von Anfang an mitgedacht werden."
Vom Pilotprojekt zur produktiven Anwendung
Um Unternehmen bei diesem Übergang zu unterstützen, verfolgt Atos mit den Sovereign Agentic Studios einen Ansatz, der die gesamte Wertschöpfungskette agentenbasierter KI abdeckt. Dazu gehören die Konzeption, Entwicklung und der Betrieb der Systeme ebenso wie die erforderlichen Governance-Strukturen und die zugrunde liegende Infrastruktur.
Ausgangspunkt ist dabei nicht die Technologie allein, sondern ein konkreter Geschäftsprozess mit klar definierten Zielen und messbaren Ergebnissen. Darauf aufbauend werden Datenquellen zusammengeführt, agentenbasierte Funktionen entwickelt und Prozesse orchestriert. Gleichzeitig werden Sicherheitsanforderungen, Governance und die souveräne Bereitstellung von Daten und KI berücksichtigt.
"Wir beginnen mit einem priorisierten Geschäftsprozess und einem messbaren Nutzen. Anschließend entwickeln wir die gesamte Leistungskette - von der Datenaggregation über die agentische Funktionalität und Prozessorchestrierung bis hin zur passenden Infrastruktur", erklärt Götz. "Erst wenn Nutzen, Sicherheit und Betriebsfähigkeit nachgewiesen sind, sollte die weitere Skalierung in die Produktion erfolgen."
Autonome KI braucht klare Grenzen
Mit der zunehmenden Verbreitung agentenbasierter Systeme verändert sich auch die Aufgabenverteilung in Unternehmen. KI-Agenten können klar definierte Aufgaben und einzelne Abschnitte von Arbeitsabläufen übernehmen, sofern dadurch tatsächlich Vorteile bei Geschwindigkeit, Qualität oder Skalierbarkeit entstehen. Die Verantwortung für Konzeption, Orchestrierung und Kontrolle bleibt dabei ein zentraler Bestandteil menschlicher Arbeit.
Für Götz ist entscheidend, den Autonomiegrad an den jeweiligen Anwendungsfall anzupassen: "Agentische KI übernimmt als unterstützendes System klar definierte Aufgaben dort, wo sich durch ihren Einsatz ein tatsächlicher Mehrwert erzielen lässt. Welches Maß an Autonomie sinnvoll ist, bestimmen das Risiko, die regulatorischen Anforderungen und der geschäftliche Nutzen. Nicht alles, was technisch möglich ist, ist auch sinnvoll."
Gerade weil agentenbasierte KI nicht in jeder Situation vorhersehbar reagiert, müssen Unternehmen den Handlungsspielraum ihrer Systeme begrenzen. Dazu gehören klar definierte Identitäten und Aufträge für einzelne Agenten, vom Menschen festgelegte Berechtigungen sowie Freigabeprozesse für kritische Entscheidungen. Darüber hinaus müssen Aktivitäten nachvollziehbar dokumentiert und Verhalten, Qualität, Kosten und Ergebnisse kontinuierlich überwacht werden.
"Autonomie braucht klare Leitplanken", betont Götz. "Kritische Entscheidungen müssen bei Bedarf über Human-in-the-Loop-Freigaben abgesichert werden. Sämtliche Aktivitäten werden auditierbar protokolliert. Gleichzeitig müssen Unternehmen in der Lage sein, Berechtigungen dynamisch anzupassen und einzelne Aktionen bei Bedarf zu unterbinden."
Digitale Souveränität als Grundlage für Innovation
Neben der technischen Integration und der Kontrolle autonomer Systeme gewinnt die digitale Souveränität an Bedeutung. Sie ist eine wichtige Voraussetzung dafür, dass Unternehmen langfristig handlungsfähig bleiben, flexibel auf neue Anforderungen reagieren und ihre Innovationsfähigkeit sichern können.
"IT-Souveränität bedeutet, kritische Abhängigkeiten bewusst zu managen", sagt Götz. "Unternehmen müssen die Kontrolle darüber behalten, wo und wie ihre Daten, Modelle und Workloads betrieben werden und wer Zugriff darauf erhält. Offene Standards, interoperable Architekturen und ein flexibel orchestriertes Hybrid-Cloud-Modell schaffen dafür wichtige Voraussetzungen. So entstehen neue Optionen und Spielräume für eigene Innovationen, anstatt Innovation ausschließlich einzukaufen."
Für Unternehmen wird damit zunehmend entscheidend, KI nicht nur zu erproben, sondern sie verantwortungsvoll in den laufenden Betrieb zu integrieren. Eine klare Ausrichtung auf den Geschäftsnutzen, verlässliche Kontrollmechanismen und eine souveräne technologische Basis bilden dafür die Grundlage.
Weitere Informationen:
- Agentic AI auf Enterprise-Niveau: sicher, kontrolliert und souverän - Whitepaper (https://atos.net/de/lp/agentic-ai-auf-enterprise-niveau-sicher-kontrolliert-und-souveraen)
- Atos: Branchen und Industrien (https://atos.net/de/industrien)
- Atos: Cloud Platform (https://atos.net/de/lp/cloud-platform)
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