München (ots) -
Lange Zeit folgte Reisen einem einfachen Prinzip: Reiseziel auswählen, Koffer packen, Reiseplan abarbeiten. Für das Jahr 2027 zeichnet sich jedoch ein echter Wandel ab: Deutsche Reisende orientieren sich bei der Urlaubsplanung stärker an ihren Gefühlen, möchten mit ungewöhnlichen Reisen überraschen und wählen ihre Begleitung zunehmend nach dem Kontostand aus. Eines wird dabei besonders deutlich: Überraschungen werden zum neuen Hochgefühl des Reisens - jenseits dessen, was sich planen oder vorhersagen lässt.
Bereits zum elften Mal veröffentlicht Booking.com seine Reiseprognosen, die auf einer Verbraucherumfrage und umfassenden Erkenntnissen aus der Reisebranche basieren. Anlässlich seines 30-jährigen Bestehens hat das Unternehmen zusätzlich die Expertise seiner eigenen Reise- und Technologieexpert:innen** einbezogen. Auf Grundlage der Befragung deutscher Reisender sowie dem eigenen fundierten Wissen zum Such- und Buchungsverhalten von Urlauber:innen hat Booking.com dabei neun prägende Reisetrends für das Jahr 2027 aufgedeckt.
Vibe-Check: Reise nach dem Gefühl
Reiseziel? Irrelevant. Vibe? Nicht verhandelbar. Im Jahr 2027 würden 76 % der deutschen Reisenden ein Urlaubsziel in erster Linie danach auswählen, wie sie sich fühlen möchten, und nicht danach, wohin sie reisen möchten. Der Suchfilter der Zukunft? Der emotionale Zustand. Mehr als die Hälfte (55 %) der deutschen Reisenden wären daran interessiert, ein Such-Tool zu nutzen, das Reiseziele anhand ihrer Stimmung oder ihrer Gefühle vorschlägt.
Wenig überraschend ist vor allem Gen Z in ihrer Gefühlsära angekommen und bereit, ihre Wearable-Daten, Smartphone-Messwerte und ihren gesamten emotionalen Zustand preiszugeben, um das richtige Reiseziel zu finden: 70 % der deutschen Gen Z-Reisenden sind bereit, diese Informationen mit einem Reiseanbieter zu teilen, um ihre Reise zu personalisieren, verglichen mit nur 30 % der Babyboomer.
Weniger ist das neue Mehr
Während Appetitregulierung, die Kultur der Nüchternheit und "makrobewusste" Ernährung immer mehr im Trend liegen, achten Reisende auch bei der Gestaltung ihres Urlaubs stärker auf die richtige Balance. Die Veränderung beginnt damit, wie Reisende über sich selbst denken: 58 % der deutschen Reisenden geben an, dass mindestens eine gesundheitliche, körperliche oder lebensstilbezogene Veränderung ihre Wahl des Urlaubsziels oder der Aktivitäten während einer Reise in den letzten Jahren beeinflusst hat.
Reisende wollen nicht mehr für das bezahlen, was sie nicht konsumieren - die offene Bar, die sie auslassen, oder das Buffet, das sie meiden. Im Jahr 2027 ist weniger das neue Mehr: 6 von 10 Deutschen (60 %) wünschen sich ein Paket, mit dem sie Leistungen abwählen können, die sie voraussichtlich nicht nutzen werden. Darüber hinaus würden 44 % der deutschen Reisenden ihre Ernährungsgewohnheiten bei der Wahl der Unterkunft oder des Reiseziels berücksichtigen. Das unterstreicht, wie Reisen immer stärker an den eigenen Lebensstil angepasst werden, während das klassische "All inclusive"-Buffet seinen letzten Gang serviert hat.
Reise mit überraschender Wendung
Im Jahr 2027 verabschieden sich Reisende von festen Vorstellungen darüber, welche Art von Urlaub zu ihnen passt. Stattdessen nutzen sie das Reisen, um neue Seiten an sich zu entdecken: 62 % der deutschen Befragten interessieren sich für einen Urlaub, bei dem sie bewusst etwas erleben können, das völlig außerhalb ihrer gewohnten Komfortzone liegt.
Die Reaktion anderer ist Teil des Reizes: 24% der deutschen Urlauber:innen möchten mit ihrer Reisewahl ganz bewusst Freunde und Familie überraschen. Sie suchen nach Erlebnissen, die zeigen, dass mehr in ihnen steckt, als andere vermuten. Für 22% der Befragten war eine Reise in der Vergangenheit sogar schon einmal zu gewöhnlich oder vorhersehbar, um ihn in den sozialen Medien zu teilen. 2027 könnte deshalb das Jahr werden, in dem Reisende verstärkt nach außergewöhnlichen Erlebnissen und Geschichten suchen, die es wert sind, erzählt zu werden. Das beste Souvenir? Der Blick in den Gesichtern der anderen.
Der passende Budget-Buddy
Das Reisebudget entscheidet längst nicht mehr nur darüber, wohin die Reise geht, sondern zunehmend auch darüber, wer mitkommt. 2027 entwickelt sich das Budget zu einem kompromisslosen Filter bei der Wahl der Reisebegleitung. So geben fast ein Drittel (31 %) der deutschen Reisenden an, aufgrund unterschiedlicher Ausgabengewohnheiten bereits überdacht zu haben, mit wem sie verreisen wollen. Gleichzeitig haben 39 % der Deutschen während einer Reise schon Spannungen oder Meinungsverschiedenheiten erlebt, weil die Erwartungen rund um Ausgaben auseinandergingen.
Für 22 % der Befragten hatte dies sogar direkte Konsequenzen: Sie haben schon einmal jemanden bewusst nicht in eine Reisegruppe aufgenommen. Und auch bei Familien wird genauer gerechnet: 41 % der deutschen Eltern können sich vorstellen, ohne Kinder zu verreisen, um mehr Geld für sich selbst und ihre Reiseerlebnisse auszugeben. Vor der Reiseplanung lohnt sich somit nicht nur ein Blick aufs Konto, sondern auch auf die Gästeliste.
Reise ins Jenseits
Die andere Seite des Reisens ruft, und im Jahr 2027 sind einige Reisende bereit, darauf zu reagieren. Während die meisten typischen Reisen Sonne, Meer und Entspannung versprechen, sucht eine wachsende Zahl von Menschen nach etwas weitaus Unheimlicherem: Spukgeschichten, paranormalen Begegnungen und der Chance, sich mit Fragen über den Tod, Erinnerungen und das, was dahinter liegen könnte, auseinanderzusetzen. Die Lust am dunkleren, geheimnisvolleren Reisen nimmt zu: 47 % der deutschen Reisenden sind an Erlebnissen interessiert, die sich direkt mit dem Überirdischen befassen.
Und für diejenigen, die noch weiter gehen wollen? Mehr als ein Drittel (34 %) würde ein Erlebnis suchen in der Hoffnung, mit jemandem auf der "anderen Seite" zu kommunizieren, während rund genauso viele (35 %) neugierig darauf sind, an Erlebnissen teilzunehmen, die sich mit spirituellen Fragen über das "Leben danach" befassen. Es stellt sich heraus: Eines der begehrtesten Reiseziele für das Jahr 2027 ist überhaupt kein Irdisches.
Urlaub powered by KI
Die gefürchteten "Sunday Scaries" am Ende des Urlaubs könnten dank KI bald der Vergangenheit angehören. Fast die Hälfte (48 %) der Reisenden gibt an, dass der letzte Urlaubstag durch die Gedanken an die Rückkehr zur Arbeit getrübt wird. Zudem nimmt fast ein Viertel der Deutschen (23 %) sogar den Laptop mit in den Urlaub, um den Posteingang im Blick zu behalten. Doch ist das Vertrauen in die Technologie bereits groß genug, um Arbeit und Laptop tatsächlich zu Hause zu lassen?
Man kann es sich wie eine digitale Vertretung vorstellen: KI überwacht E-Mails, priorisiert wichtige Aufgaben, versendet Zwischenantworten und hält den Arbeitsalltag am Laufen, während Reisende vollständig abschalten. So könnte der Wiedereinstieg nach dem Urlaub deutlich entspannter gelingen. 44 % der deutschen Reisenden sind daran interessiert, einen KI-Agenten zu nutzen, der ihre Arbeit während ihrer Abwesenheit übernimmt. 3 von 10 (30 %) könnten sich sogar vorstellen, KI die Verwaltung von E-Mails und administrativen Aufgaben zu überlassen. Und manche würden noch einen Schritt weitergehen: 26 % würden darauf vertrauen, dass KI sie nach ihrer Rückkehr über alles Wichtige informiert, was sie verpasst haben. Das eröffnet die Möglichkeit, den Urlaub etwas länger zu genießen. Im nächsten Jahr wartet ein wenig extra Urlaub, mit freundlicher Unterstützung der künstlichen Intelligenz.
Gemeinsam ins Schwitzen kommen
Allein zu reisen bedeutet 2027 nicht mehr, allein zu bleiben. Immer mehr Solo-Reisende nutzen gemeinsame sportliche Aktivitäten und Herausforderungen, um vor Ort neue Menschen kennenzulernen. Dabei geht es oft weniger um die Medaille als um die Begegnungen entlang des Weges. Mehr als die Hälfte (55 %) der Reisenden, die bereits allein gereist sind, gibt an, dass aus gemeinsamen sportlichen Aktivitäten oder Herausforderungen dauerhafte Freundschaften oder enge Verbindungen entstanden sind.
Der Sport wird dabei zum Türöffner für neue Kontakte: 45 % der Reisenden wären daran interessiert, sich auf Reisen einer Gemeinschaft Gleichgesinnter anzuschließen. Gemeinsame Erlebnisse und Herausforderungen schaffen Verbindungen, die oft über den Urlaub hinaus bestehen bleiben. So suchen die 35 % der deutschen Alleinreisenden, die an Reisen zu Fitness- oder Sportveranstaltungen interessiert sind, nicht nur sportliche Erfahrungen, sondern auch neue Freundschaften. Allein Reisen bekommt im nächsten Jahr somit ein Team-Upgrade.
Der Aufenthalt über den Wolken
Der Flug war früher etwas, das man überstanden hat, aber 2027 beginnt dort der Urlaub. Die Wellness-Kultur hat Hotels, Attraktionen und Reiseziel-Erlebnisse erobert - jetzt erwarten Reisende dasselbe in 10.000 Metern Höhe. Da 83 % der deutschen Reisenden angeben, dass sie eine Langstreckenreise auf sich nehmen würden, wenn garantiert wäre, dass sie ausgeruht und erholt ankommen, wird das Wohlbefinden an Bord zunehmend zum entscheidenden Faktor.
30 % der Reisenden wünschen sich Speise- und Getränkekonzepte sowie Empfehlungen zum Koffeinkonsum, die einen besseren Schlaf unterstützen. Darüber hinaus interessieren sich 17 % für Hautpflege-Sets an Bord und 14 % für Beleuchtungskonzepte, die Jetlag reduzieren sollen. Ein Teil der Deutschen wünscht sich noch mehr Erholung an Bord: Fast ein Viertel (22 %) würde einen ausgewiesenen Ruhebereich ohne Kinder bevorzugen. Nicht mehr nur das Reiseziel entscheidet über die Qualität einer Reise - 2027 rückt das Flugerlebnis noch weiter in den Fokus.
Therapie am Wegesrand
Romantische Kurzurlaube drehen sich 2027 nicht mehr nur um Abendessen bei Kerzenschein und Paar-Massagen. Stattdessen rücken gemeinsame Gespräche und echte Verbundenheit stärker in den Mittelpunkt. Fast vier von zehn (39 %) deutschen Reisenden geben an, dass sie eine Reise in Betracht ziehen würde, um Konflikte oder Streitigkeiten zu lösen, und gar zwei Drittel (67 %) sagen, dass mindestens eine Urlaubsaktivität ihnen hilft, ehrliche oder schwierige Gespräche zu führen.
Und welche Aktivität gehörte zu den effektivsten? Gemeinsame Spaziergänge oder Wanderungen gehören für 35 % der Reisenden zu den besten Gelegenheiten für echte Gespräche. Statt romantischer Abendprogramme suchen Paare 2027 zunehmend nach Momenten, die Raum für Austausch, Reflexion und echte Verbundenheit schaffen.
Norman Ladig, Regional Manager D-A-CH bei Booking.com, über die neuen Reisetrends: "Beim Reisen geht es immer weniger darum, einem festen Schema zu folgen, sondern vielmehr darum, die eigene Persönlichkeit auszudrücken. Reisende stellen gängige Vorstellungen darüber in Frage, wie, warum und mit wem wir reisen.Technologie gibt ihnen dabei mehr Freiheit, dies selbstbewusst zu tun. Bei Booking.com gestalten wir aktiv die Zukunft des Reisens mit, indem wir KI mit noch stärkerer Personalisierung verbinden, um jeden Schritt der Reise auf individuelle Absichten und Emotionen zuzuschneiden und es so für jeden einfacher zu machen, die Welt zu erleben - zu ihren eigenen Bedingungen."
Weitere Informationen zu den Reisetrends 2027 von Booking.com finden Sie unter: Auf der Suche nach Überraschungen: die Booking.com Reisetrends 2027 (https://www.booking.com/articles/2027-travel-predictions.de.html?chal_t=1791983608578&force_referer=&lang=de&soz=1&lang_changed=1)
Methodik:
* Die von Booking.com in Auftrag gegebene Umfrage zu den Reisetrends 2027 wurde unter einer Stichprobe von Erwachsenen durchgeführt, die planen, in den nächsten 12 bis 24 Monaten geschäftlich oder privat zu reisen. Die Befragung fand im Juli und August 2026 statt. Insgesamt wurden 28.230 Personenaus 32 Ländern und Regionen online befragt (Fehlermarge +/- 0,6 %), darunter in folgenden Märkten: Argentinien (1003), Australien (1009), Österreich (505), Belgien (1004), Brasilien (1000), Kanada (1007), Kolumbien (1012), Kroatien (508), Dänemark (505), Frankreich (1004), Deutschland (1005), Griechenland (503), Indien (1005), Irland (518), Italien (1004), Japan (1006), Saudi-Arabien (509), Mexiko (1007), Niederlande (1006), Neuseeland (1008), Portugal (1006), Singapur (508), Südkorea (1008), Spanien (1013), Schweden (507), Schweiz (503), Taiwan (505), Thailand (1007), VAE (511), GB (2017), USA (2013), Vietnam (504).
** Mitarbeiter von Booking.com teilten in Umfragen und Fokusgruppen ihre Einschätzungen zu veränderten Reisegewohnheiten und neuen Reisesignalen d Diese Erkenntnisse flossen in die Entwicklung von Trendfeldern und Verbraucherumfragen ein.
Über Booking.com
Als Teil von Booking Holdings Inc. (NASDAQ: BKNG) ist es die Mission von Booking.com, es für jeden einfacher zu machen, die Welt zu erleben. Durch Investitionen in Technologie, die hilft, Hürden beim Reisen abzubauen, verbindet der Marktplatz von Booking.com jeden Tag nahtlos Millionen von Reisenden mit unvergesslichen Erlebnissen. Für weitere Informationen folgen Sie @bookingcom in den sozialen Medien oder besuchen Sie news.booking.com.
Pressekontakt:
Weitere Informationen erhalten Sie vom Pressebüro von Booking.com in
Deutschland
Golin Ketchum | Blumenstraße 28 | 80331 München, Germany
Tel: +49 89 59042 - 1120
E-Mail: Booking.com-presse@ketchum.de,
Newsroom: https://news.booking.com/de/
Original-Content von: Booking.com B.V, übermittelt durch news aktuell
Originalmeldung: https://www.presseportal.de/pm/81375/6383149
Lange Zeit folgte Reisen einem einfachen Prinzip: Reiseziel auswählen, Koffer packen, Reiseplan abarbeiten. Für das Jahr 2027 zeichnet sich jedoch ein echter Wandel ab: Deutsche Reisende orientieren sich bei der Urlaubsplanung stärker an ihren Gefühlen, möchten mit ungewöhnlichen Reisen überraschen und wählen ihre Begleitung zunehmend nach dem Kontostand aus. Eines wird dabei besonders deutlich: Überraschungen werden zum neuen Hochgefühl des Reisens - jenseits dessen, was sich planen oder vorhersagen lässt.
Bereits zum elften Mal veröffentlicht Booking.com seine Reiseprognosen, die auf einer Verbraucherumfrage und umfassenden Erkenntnissen aus der Reisebranche basieren. Anlässlich seines 30-jährigen Bestehens hat das Unternehmen zusätzlich die Expertise seiner eigenen Reise- und Technologieexpert:innen** einbezogen. Auf Grundlage der Befragung deutscher Reisender sowie dem eigenen fundierten Wissen zum Such- und Buchungsverhalten von Urlauber:innen hat Booking.com dabei neun prägende Reisetrends für das Jahr 2027 aufgedeckt.
Vibe-Check: Reise nach dem Gefühl
Reiseziel? Irrelevant. Vibe? Nicht verhandelbar. Im Jahr 2027 würden 76 % der deutschen Reisenden ein Urlaubsziel in erster Linie danach auswählen, wie sie sich fühlen möchten, und nicht danach, wohin sie reisen möchten. Der Suchfilter der Zukunft? Der emotionale Zustand. Mehr als die Hälfte (55 %) der deutschen Reisenden wären daran interessiert, ein Such-Tool zu nutzen, das Reiseziele anhand ihrer Stimmung oder ihrer Gefühle vorschlägt.
Wenig überraschend ist vor allem Gen Z in ihrer Gefühlsära angekommen und bereit, ihre Wearable-Daten, Smartphone-Messwerte und ihren gesamten emotionalen Zustand preiszugeben, um das richtige Reiseziel zu finden: 70 % der deutschen Gen Z-Reisenden sind bereit, diese Informationen mit einem Reiseanbieter zu teilen, um ihre Reise zu personalisieren, verglichen mit nur 30 % der Babyboomer.
Weniger ist das neue Mehr
Während Appetitregulierung, die Kultur der Nüchternheit und "makrobewusste" Ernährung immer mehr im Trend liegen, achten Reisende auch bei der Gestaltung ihres Urlaubs stärker auf die richtige Balance. Die Veränderung beginnt damit, wie Reisende über sich selbst denken: 58 % der deutschen Reisenden geben an, dass mindestens eine gesundheitliche, körperliche oder lebensstilbezogene Veränderung ihre Wahl des Urlaubsziels oder der Aktivitäten während einer Reise in den letzten Jahren beeinflusst hat.
Reisende wollen nicht mehr für das bezahlen, was sie nicht konsumieren - die offene Bar, die sie auslassen, oder das Buffet, das sie meiden. Im Jahr 2027 ist weniger das neue Mehr: 6 von 10 Deutschen (60 %) wünschen sich ein Paket, mit dem sie Leistungen abwählen können, die sie voraussichtlich nicht nutzen werden. Darüber hinaus würden 44 % der deutschen Reisenden ihre Ernährungsgewohnheiten bei der Wahl der Unterkunft oder des Reiseziels berücksichtigen. Das unterstreicht, wie Reisen immer stärker an den eigenen Lebensstil angepasst werden, während das klassische "All inclusive"-Buffet seinen letzten Gang serviert hat.
Reise mit überraschender Wendung
Im Jahr 2027 verabschieden sich Reisende von festen Vorstellungen darüber, welche Art von Urlaub zu ihnen passt. Stattdessen nutzen sie das Reisen, um neue Seiten an sich zu entdecken: 62 % der deutschen Befragten interessieren sich für einen Urlaub, bei dem sie bewusst etwas erleben können, das völlig außerhalb ihrer gewohnten Komfortzone liegt.
Die Reaktion anderer ist Teil des Reizes: 24% der deutschen Urlauber:innen möchten mit ihrer Reisewahl ganz bewusst Freunde und Familie überraschen. Sie suchen nach Erlebnissen, die zeigen, dass mehr in ihnen steckt, als andere vermuten. Für 22% der Befragten war eine Reise in der Vergangenheit sogar schon einmal zu gewöhnlich oder vorhersehbar, um ihn in den sozialen Medien zu teilen. 2027 könnte deshalb das Jahr werden, in dem Reisende verstärkt nach außergewöhnlichen Erlebnissen und Geschichten suchen, die es wert sind, erzählt zu werden. Das beste Souvenir? Der Blick in den Gesichtern der anderen.
Der passende Budget-Buddy
Das Reisebudget entscheidet längst nicht mehr nur darüber, wohin die Reise geht, sondern zunehmend auch darüber, wer mitkommt. 2027 entwickelt sich das Budget zu einem kompromisslosen Filter bei der Wahl der Reisebegleitung. So geben fast ein Drittel (31 %) der deutschen Reisenden an, aufgrund unterschiedlicher Ausgabengewohnheiten bereits überdacht zu haben, mit wem sie verreisen wollen. Gleichzeitig haben 39 % der Deutschen während einer Reise schon Spannungen oder Meinungsverschiedenheiten erlebt, weil die Erwartungen rund um Ausgaben auseinandergingen.
Für 22 % der Befragten hatte dies sogar direkte Konsequenzen: Sie haben schon einmal jemanden bewusst nicht in eine Reisegruppe aufgenommen. Und auch bei Familien wird genauer gerechnet: 41 % der deutschen Eltern können sich vorstellen, ohne Kinder zu verreisen, um mehr Geld für sich selbst und ihre Reiseerlebnisse auszugeben. Vor der Reiseplanung lohnt sich somit nicht nur ein Blick aufs Konto, sondern auch auf die Gästeliste.
Reise ins Jenseits
Die andere Seite des Reisens ruft, und im Jahr 2027 sind einige Reisende bereit, darauf zu reagieren. Während die meisten typischen Reisen Sonne, Meer und Entspannung versprechen, sucht eine wachsende Zahl von Menschen nach etwas weitaus Unheimlicherem: Spukgeschichten, paranormalen Begegnungen und der Chance, sich mit Fragen über den Tod, Erinnerungen und das, was dahinter liegen könnte, auseinanderzusetzen. Die Lust am dunkleren, geheimnisvolleren Reisen nimmt zu: 47 % der deutschen Reisenden sind an Erlebnissen interessiert, die sich direkt mit dem Überirdischen befassen.
Und für diejenigen, die noch weiter gehen wollen? Mehr als ein Drittel (34 %) würde ein Erlebnis suchen in der Hoffnung, mit jemandem auf der "anderen Seite" zu kommunizieren, während rund genauso viele (35 %) neugierig darauf sind, an Erlebnissen teilzunehmen, die sich mit spirituellen Fragen über das "Leben danach" befassen. Es stellt sich heraus: Eines der begehrtesten Reiseziele für das Jahr 2027 ist überhaupt kein Irdisches.
Urlaub powered by KI
Die gefürchteten "Sunday Scaries" am Ende des Urlaubs könnten dank KI bald der Vergangenheit angehören. Fast die Hälfte (48 %) der Reisenden gibt an, dass der letzte Urlaubstag durch die Gedanken an die Rückkehr zur Arbeit getrübt wird. Zudem nimmt fast ein Viertel der Deutschen (23 %) sogar den Laptop mit in den Urlaub, um den Posteingang im Blick zu behalten. Doch ist das Vertrauen in die Technologie bereits groß genug, um Arbeit und Laptop tatsächlich zu Hause zu lassen?
Man kann es sich wie eine digitale Vertretung vorstellen: KI überwacht E-Mails, priorisiert wichtige Aufgaben, versendet Zwischenantworten und hält den Arbeitsalltag am Laufen, während Reisende vollständig abschalten. So könnte der Wiedereinstieg nach dem Urlaub deutlich entspannter gelingen. 44 % der deutschen Reisenden sind daran interessiert, einen KI-Agenten zu nutzen, der ihre Arbeit während ihrer Abwesenheit übernimmt. 3 von 10 (30 %) könnten sich sogar vorstellen, KI die Verwaltung von E-Mails und administrativen Aufgaben zu überlassen. Und manche würden noch einen Schritt weitergehen: 26 % würden darauf vertrauen, dass KI sie nach ihrer Rückkehr über alles Wichtige informiert, was sie verpasst haben. Das eröffnet die Möglichkeit, den Urlaub etwas länger zu genießen. Im nächsten Jahr wartet ein wenig extra Urlaub, mit freundlicher Unterstützung der künstlichen Intelligenz.
Gemeinsam ins Schwitzen kommen
Allein zu reisen bedeutet 2027 nicht mehr, allein zu bleiben. Immer mehr Solo-Reisende nutzen gemeinsame sportliche Aktivitäten und Herausforderungen, um vor Ort neue Menschen kennenzulernen. Dabei geht es oft weniger um die Medaille als um die Begegnungen entlang des Weges. Mehr als die Hälfte (55 %) der Reisenden, die bereits allein gereist sind, gibt an, dass aus gemeinsamen sportlichen Aktivitäten oder Herausforderungen dauerhafte Freundschaften oder enge Verbindungen entstanden sind.
Der Sport wird dabei zum Türöffner für neue Kontakte: 45 % der Reisenden wären daran interessiert, sich auf Reisen einer Gemeinschaft Gleichgesinnter anzuschließen. Gemeinsame Erlebnisse und Herausforderungen schaffen Verbindungen, die oft über den Urlaub hinaus bestehen bleiben. So suchen die 35 % der deutschen Alleinreisenden, die an Reisen zu Fitness- oder Sportveranstaltungen interessiert sind, nicht nur sportliche Erfahrungen, sondern auch neue Freundschaften. Allein Reisen bekommt im nächsten Jahr somit ein Team-Upgrade.
Der Aufenthalt über den Wolken
Der Flug war früher etwas, das man überstanden hat, aber 2027 beginnt dort der Urlaub. Die Wellness-Kultur hat Hotels, Attraktionen und Reiseziel-Erlebnisse erobert - jetzt erwarten Reisende dasselbe in 10.000 Metern Höhe. Da 83 % der deutschen Reisenden angeben, dass sie eine Langstreckenreise auf sich nehmen würden, wenn garantiert wäre, dass sie ausgeruht und erholt ankommen, wird das Wohlbefinden an Bord zunehmend zum entscheidenden Faktor.
30 % der Reisenden wünschen sich Speise- und Getränkekonzepte sowie Empfehlungen zum Koffeinkonsum, die einen besseren Schlaf unterstützen. Darüber hinaus interessieren sich 17 % für Hautpflege-Sets an Bord und 14 % für Beleuchtungskonzepte, die Jetlag reduzieren sollen. Ein Teil der Deutschen wünscht sich noch mehr Erholung an Bord: Fast ein Viertel (22 %) würde einen ausgewiesenen Ruhebereich ohne Kinder bevorzugen. Nicht mehr nur das Reiseziel entscheidet über die Qualität einer Reise - 2027 rückt das Flugerlebnis noch weiter in den Fokus.
Therapie am Wegesrand
Romantische Kurzurlaube drehen sich 2027 nicht mehr nur um Abendessen bei Kerzenschein und Paar-Massagen. Stattdessen rücken gemeinsame Gespräche und echte Verbundenheit stärker in den Mittelpunkt. Fast vier von zehn (39 %) deutschen Reisenden geben an, dass sie eine Reise in Betracht ziehen würde, um Konflikte oder Streitigkeiten zu lösen, und gar zwei Drittel (67 %) sagen, dass mindestens eine Urlaubsaktivität ihnen hilft, ehrliche oder schwierige Gespräche zu führen.
Und welche Aktivität gehörte zu den effektivsten? Gemeinsame Spaziergänge oder Wanderungen gehören für 35 % der Reisenden zu den besten Gelegenheiten für echte Gespräche. Statt romantischer Abendprogramme suchen Paare 2027 zunehmend nach Momenten, die Raum für Austausch, Reflexion und echte Verbundenheit schaffen.
Norman Ladig, Regional Manager D-A-CH bei Booking.com, über die neuen Reisetrends: "Beim Reisen geht es immer weniger darum, einem festen Schema zu folgen, sondern vielmehr darum, die eigene Persönlichkeit auszudrücken. Reisende stellen gängige Vorstellungen darüber in Frage, wie, warum und mit wem wir reisen.Technologie gibt ihnen dabei mehr Freiheit, dies selbstbewusst zu tun. Bei Booking.com gestalten wir aktiv die Zukunft des Reisens mit, indem wir KI mit noch stärkerer Personalisierung verbinden, um jeden Schritt der Reise auf individuelle Absichten und Emotionen zuzuschneiden und es so für jeden einfacher zu machen, die Welt zu erleben - zu ihren eigenen Bedingungen."
Weitere Informationen zu den Reisetrends 2027 von Booking.com finden Sie unter: Auf der Suche nach Überraschungen: die Booking.com Reisetrends 2027 (https://www.booking.com/articles/2027-travel-predictions.de.html?chal_t=1791983608578&force_referer=&lang=de&soz=1&lang_changed=1)
Methodik:
* Die von Booking.com in Auftrag gegebene Umfrage zu den Reisetrends 2027 wurde unter einer Stichprobe von Erwachsenen durchgeführt, die planen, in den nächsten 12 bis 24 Monaten geschäftlich oder privat zu reisen. Die Befragung fand im Juli und August 2026 statt. Insgesamt wurden 28.230 Personenaus 32 Ländern und Regionen online befragt (Fehlermarge +/- 0,6 %), darunter in folgenden Märkten: Argentinien (1003), Australien (1009), Österreich (505), Belgien (1004), Brasilien (1000), Kanada (1007), Kolumbien (1012), Kroatien (508), Dänemark (505), Frankreich (1004), Deutschland (1005), Griechenland (503), Indien (1005), Irland (518), Italien (1004), Japan (1006), Saudi-Arabien (509), Mexiko (1007), Niederlande (1006), Neuseeland (1008), Portugal (1006), Singapur (508), Südkorea (1008), Spanien (1013), Schweden (507), Schweiz (503), Taiwan (505), Thailand (1007), VAE (511), GB (2017), USA (2013), Vietnam (504).
** Mitarbeiter von Booking.com teilten in Umfragen und Fokusgruppen ihre Einschätzungen zu veränderten Reisegewohnheiten und neuen Reisesignalen d Diese Erkenntnisse flossen in die Entwicklung von Trendfeldern und Verbraucherumfragen ein.
Über Booking.com
Als Teil von Booking Holdings Inc. (NASDAQ: BKNG) ist es die Mission von Booking.com, es für jeden einfacher zu machen, die Welt zu erleben. Durch Investitionen in Technologie, die hilft, Hürden beim Reisen abzubauen, verbindet der Marktplatz von Booking.com jeden Tag nahtlos Millionen von Reisenden mit unvergesslichen Erlebnissen. Für weitere Informationen folgen Sie @bookingcom in den sozialen Medien oder besuchen Sie news.booking.com.
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