Die aktuellen Wirtschaftsnachrichten mit Michael Weyland
Thema heute: Achtung Spoofing: Die Betrugsmasche mit der manipulierten Telefonnummer
Das Telefon klingelt, im Display erscheint die Nummer der eigenen Bank, einer Behörde oder der örtlichen Polizei: Was vertrauenswürdig aussieht, kann auch ein Betrugsversuch sein. Beim sogenannten Call-ID-Spoofing wird die angezeigte Rufnummer technisch manipuliert. Dadurch kann eine bekannte Nummer vorgetäuscht werden.
Am Telefon geben sich die Kriminellen dann als Mitarbeiter bekannter Institutionen aus. Mit erfundenen Geschichten bauen die Anrufer Druck auf, um an sensible Daten, Kontozugänge oder Geld zu kommen. Dabei schrecken sie selbst vor offiziellen Rufnummern nicht zurück. Sogar die Nummer des Sperr-Notrufs 116 116 wird für solche Anrufe missbraucht. Wichtig zu wissen: Der Sperr-Notruf ruft niemals von dieser Nummer an!
So schützen Sie sich vor Telefonbetrug:
Geben Sie am Telefon niemals sensible Daten oder persönliche Informationen weiter. Kreditinstitute, Behörden, die Polizei oder seriöse Unternehmen fragen nicht nach PINs, TANs oder Passwörtern. Vor allem: Verlassen Sie sich nicht allein auf die angezeigte Rufnummer. Sie ist keine Garantie dafür, wer wirklich anruft. Legen Sie bei ungewöhnlichen Forderungen oder Zweifeln auf. Rufen Sie die Institution anschließend unter einer Ihnen bekannten oder selbst recherchierten Nummer zurück und prüfen Sie den Sachverhalt.
Haben Sie dummerweise Daten weitergegeben, lassen Sie betroffene Zahlungskarten und Online-Banking-Zugänge umgehend sperren, entweder direkt bei Ihrem Kreditinstitut oder über den Sperr-Notruf 116 116. Erstatten Sie außerdem Strafanzeige bei der Polizei. Diesen Beitrag können Sie hier nachhören oder downloaden.
