DJ ÜBERBLICK am Mittag/Konjunktur, Zentralbanken, Politik
Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires.
HDE: Konsumenten planen konstante Weihnachtsausgaben
Der deutsche Einzelhandel kann sich nach Aussagen des Handelsverbands Deutschland (HDE) auf ein stabiles Weihnachtsgeschäft freuen. "Die Kundinnen und Kunden sind in Weihnachtsstimmung und planen mit im Vergleich zum Vorjahr stabilen Geschenkausgaben. Es gibt Anzeichen dafür, dass Weihnachten der Krise trotzen kann", erklärte HDE-Präsident Alexander von Preen. In einer vom HDE beauftragten Umfrage des Handelsblatt Research Institutes bei über 2.000 Personen zeigt sich: Bei den Geschenkeinkäufen gibt im Durchschnitt zu Weihnachten 2026 Jeder 262 Euro aus. Dieser Wert bleibt im Vergleich zu 2025 damit stabil - damals waren es 263 Euro. Mehr als die Hälfte der Menschen gibt gleich viel wie im Vorjahr für die Weihnachtsgeschenke aus, 10 Prozent planen mit einer Steigerung, 24 Prozent mit einer Reduzierung der Ausgaben.
Zentralbanken beschleunigen Goldkäufe im dritten Quartal
Die Zentralbanken haben ihre Goldkäufe im dritten Quartal auf das schnellste Tempo seit Ende 2024 gesteigert. Geopolitische Risiken und Sorgen über die Haushaltsdisziplin stärkten die institutionelle Nachfrage nach dem Edelmetall. Die Institutionen stockten ihre Reserven in diesem Zeitraum netto um 321 Tonnen auf, was auf Portfoliodiversifizierung und Risikomanagement zurückzuführen war. Dies teilte der World Gold Council (WGC) mit, eine Branchenvereinigung, die Goldminenbetreiber vertritt. Trotz eines verhaltenen Starts in das Jahr 2026 liegen die Käufe seit Jahresbeginn nun um 6 Prozent über denen des Vorjahres. "Die Zentralbanken blieben eine wichtige Säule der Nachfrage", sagte Louise Street, leitende Marktanalystin beim WGC. China und Polen seien die größten namentlich bekannten Käufer gewesen.
Wirtschaft in Hongkong wächst stärker als erwartet
Hongkongs Wirtschaftswachstum hat die Erwartungen übertroffen, was einem beschleunigten Exportwachstum und einer soliden Inlandsnachfrage zu verdanken ist. Das Bruttoinlandsprodukt stieg in den drei Monaten bis Ende September im Vergleich zum Vorjahr um 5,2 Prozent, wie vorläufige Schätzungen am Dienstag zeigten. Dies stellt eine Beschleunigung gegenüber dem Wachstum von 4,3 Prozent im zweiten Quartal dar. Auf saisonbereinigter vierteljährlicher Basis expandierte die Wirtschaft um 1,9 Prozent, verglichen mit einem Rückgang von 0,6 Prozent im Vorquartal. Ökonomen hatten trotz des starken Handels im Bereich der künstlichen Intelligenz mit einer Verlangsamung des Wachstums gerechnet. Sowohl Citi als auch Moody's Analytics hatten für das dritte Quartal ein Wirtschaftswachstum von 3,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr prognostiziert.
Banken fragen 10,209 Milliarden Euro weniger EZB-Liquidität nach
Die Nachfrage der Banken des Euroraums nach Liquidität der Europäischen Zentralbank (EZB) hat beim einwöchigen Hauptrefinanzierungsgeschäft abgenommen. Wie die EZB mitteilte, wurden 16,839 Milliarden Euro nach 27,048 Milliarden in der Vorwoche zum Festzinssatz von 2,65 Prozent zugeteilt. Die Gebote von 88 (Vorwoche: 82) Instituten wurden voll bedient. Die Banken des Euroraums besorgten sich damit 10,209 Milliarden Euro weniger EZB-Liquidität. Das neue Geschäft wird am 4. November valutiert und ist am 11. November fällig.
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November 03, 2026 07:30 ET (12:30 GMT)
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