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MÄRKTE EUROPA/Börsen vor US-Wahlen etwas leichter

DJ MÄRKTE EUROPA/Börsen vor US-Wahlen etwas leichter

DOW JONES--Etwas leichter und erholt von anfangs höheren Kursverlusten haben Europas Börsen den Handel am Dienstag beendet. Händler sprachen von Absicherungen vor der US-Kongresswahl. Denn erst ab Mittwochmorgen dürften professionelle Marktteilnehmer neue Positionierungen vornehmen, sobald die künftigen Machtverhältnisse in den beiden US-Häusern bekannt sind. Fokussiert zeigten sich Anleger auf die Berichtssaison und sorgten dort für deutliche Bewegungen:

So waren Bayer, Lufthansa und Philips nach guten Quartalszahlen gesucht, Teamviewer stürzten hingegen ab. Die Börse London wurde von fallenden Bergbau-Aktien ausgebremst. Der DAX fiel um 0,5 Prozent auf 25.865 Punkte, der Euro-Stoxx-50 verlor 0,5 Prozent auf 6.145 Punkte.

Etwas Unterstützung kam vom Ölpreis, der nach dem Einbruch vom Vortag weiter nachgab. Die Akteure setzten weiter auf eine diplomatische Lösung im Iran-Krieg. Der jüngste Vorfall zwischen dem US-Militär und dem Iran wurde nicht als Eskalation gesehen. Für Brent ging es um 1,3 Prozent auf 103,46 Dollar nach unten.

Bremsend wirkten Aussagen von Apple: Wie erwartet wurden zwar Rekorde bei Umsatz und Gewinn erzielt, jedoch vor allem aufgrund der massiven Preiserhöhungen im Jahresverlauf. Beim Geräteabsatz sieht Apple eher Probleme durch die Chip-Knappheit wegen der Nachfragekonkurrenz durch KI-Firmen. Geräteabsatz und Margen im Weihnachtsgeschäft dürften daher besonders spannend werden, hieß es von Analysten. Während Infineon um 0,8 Prozent stiegen, sanken ASML und STMicro um 1,6 und 0,3 Prozent.

Bei Philips ging es um 4,8 Prozent nach oben. Die Niederländer hatten mit der Gewinnstärke in ihren Quartalszahlen sehr positiv überrascht. Alstom verloren es nach der Gewinnwarnung vom Vortag trotz des folgenden Kurseinbruchs weitere 4,8 Prozent. Die Aktien des Autozulieferers Schaeffler rutschten um 5,2 Prozent ab wegen der Ankündigung weiterer Entlassungen und Werksschließungen.

Gute Nachrichten kamen aber von der Berichtssaison: Bayer hat starke Ergebnisse für das dritte Quartal vorgelegt und besonders mit dem Pharma-Geschäft überrascht. Der Markt sei noch immer thematisch zu sehr von den Monsanto-Problem geprägt gewesen, hieß es im Handel. Die Aktie war mit einem Plus von 3,6 Prozent größter DAX-Gewinner.

Ebenso hat Lufthansa bessere Quartalsdaten vorgelegt. Dank der guten Absicherung der Kerosinpreise wurde der Ölpreis-Anstieg im Jahresverlauf gut weggesteckt. Die Aktien legten um 3,9 Prozent zu.

Bei Evonik wurde die Prognose für das Gesamtjahr leicht erhöht und die Zahlen positiv aufgenommen. Im Handel waren aber noch höhere Erwartungen herumgereicht worden. Daher ging es nur 1,4 Prozent nach oben.

Die Titel des britischen Stromversorgers Drax verbesserten sich um 6,6 Prozent. Drax wird die Versorgung eines Datencenters im Gigawatt-Bereich zusammen mit Brookfield betreiben. Die Zusammenarbeit mit dem kapitalstarken Vermögensverwalter dürfte die Gewinne von Drax aus dieser Anlage für lange Zeit absichern, hieß es.

Zalando-Aktien reagierten volatil auf ihre Zahlen und schlossen nach zwischenzeitlichem Plus 6,3 Prozent im Minus. Allerdings waren nach der Rally im vergangenen Monat Gewinnmitnahmen erwartet worden. Von JP Morgan hieß es, die Zahlen seien "in-line", es fehle jedoch an zusätzlichen positiven Nachrichten. Der wichtige Bruttowarenvolumen-Umsatz (GMV) liege im dritten Quartal mit plus 6,1 Prozent genau im erwarteten Rahmen.

Die Aktien von Teamviewer brachen um fast 27 Prozent ein. Teamviewer sieht nun im Mittelwert die Gefahr eines Umsatzrückgangs von 1,5 Prozent, nachdem es zuvor ein Plus von 1,5 Prozent war. Zwar geht dies bislang nur auf zeitlich verzögerte Abschlüsse zurück, der Markt ist sich aber nicht sicher, ob dies im nächsten Quartal aufgeholt wird.

Die gesenkte Prognose von Hugo Boss wird von Anlegern nicht mehr als relevant betrachtet, da das Unternehmen nun mit der Frasers Group in den Händen eines Mehrheitsaktionärs sei. Die Aktien verloren 1,1 Prozent.

=== 
Index        Schluss* Entwicklung in % Seit Jahresbeginn (%) 
Euro-Stoxx-50     6.145       -0,5          +6,6 
Stoxx-50        5.361       -0,8          +9,8 
Stoxx-600        646       -0,6          +9,7 
DAX          25.865       -0,5          +6,1 
FTSE-100 London    10.761       -1,1          +8,4 
CAC-40 Paris      8.048       -0,3          -1,3 
AEX Amsterdam     1.133       -1,0         +19,1 
ATHEX-20 Athen     6.659       +0,6         +24,4 
BEL-20 Brüssel     5.877       -0,7         +15,7 
BUX Budapest     145.330       +0,5         +30,9 
OMXH-25 Helsinki    6.214       -0,4          +8,9 
OMXC-20 Kopenhagen   1.646       +0,2          +2,4 
PSI 20 Lissabon    9.252       -0,3         +12,0 
IBEX-35 Madrid    18.958       -0,8          +9,5 
FTSE-MIB Mailand   49.948       -0,0         +11,1 
OBX Oslo        2.034       -0,7         +27,3 
PX Prag        2.636       +0,4          -1,8 
OMXS-30 Stockholm   3.287       -0,1         +14,0 
WIG-20 Warschau   156.383       -0,3         +33,4 
ATX Wien        6.430       -0,5         +20,7 
SMI Zürich      14.803       -0,4         +11,6 
* gerundet 
 
DEVISEN         zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Mo, 17:20 Uhr 
EUR/USD          1,1192  +0,1  0,0007     1,1185     1,1196 
EUR/JPY          177,4  +0,4  0,7200     176,68    176,7200 
EUR/CHF          0,9184  +0,3  0,0028     0,9156     0,9177 
EUR/GBP          0,8339  -0,1  -0,0004     0,8343     0,8341 
USD/JPY          158,5  +0,4  0,5600     157,94    157,8300 
GBP/USD          1,3421  +0,1  0,0016     1,3405     1,3414 
USD/CNY          6,6701  +0,3  0,0221     6,6480     6,6480 
USD/CNH          6,6703  +0,4  0,0242     6,6461     6,6471 
AUS/USD          0,6967  -0,4  -0,0029     0,6996     0,7015 
Bitcoin/USD      77.693,80  +1,3  962,87    76.730,93   77.353,25 
 
ROHOEL          zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex         95,72  -0,8   -0,74      96,46 
Brent/ICE         103,46  -1,3   -1,31     104,77 
 
Metalle         zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag 
Gold          3.928,12  -0,5  -19,30    3.947,42 
Silber           49,70  -1,8   -0,93      50,63 
Platin         1.430,15  -1,3  -19,10    1.449,25 
 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/cln/apo

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November 03, 2026 12:22 ET (17:22 GMT)

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