DJ ÜBERBLICK am Morgen/Konjunktur, Zentralbanken, Politik
Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires
Demokraten erringen in sensationeller Nacht Mehrheit im Senat
Die Demokraten haben eine Mehrheit im Senat errungen, wie die Associated Press mitteilte. Damit übernehmen sie die Kontrolle über die Kammer nach einem bemerkenswerten Vormarsch tief in typischerweise republikanisches Gebiet und erteilen Präsident Trump eine schwere Absage. Die Partei gewann Sitze in North Carolina, South Carolina, Texas, Kansas, Iowa und Ohio, was den Demokraten genügend Siege einbrachte, um eine Mehrheit zu garantieren. Zu Beginn des Abends verfügten die Republikaner über eine Mehrheit von 53 zu 47 Sitzen.
Trump: Er wird bei Bedarf "Macht des Vetos" ausüben
Präsident Donald Trump sagte, er sei bereit, sein Vetorecht gegenüber einem von den Demokraten kontrollierten Kongress einzusetzen - obwohl er auch bereit sei, mit der Partei zusammenzuarbeiten. "Ich habe viele Freunde, die Demokraten sind", sagte Trump in einem Telefoninterview mit Fox News. "Sie wollen offensichtlich reden, aber ich habe das Vetorecht, und das Vetorecht ist, wissen Sie, es ist unantastbar."
Ein bekannter Bankenkritiker kehrt in den Senat zurück
Sherrod Brown, ein bekannter Kritiker von Großbanken, Kryptowährungsskeptiker und ehemaliger Vorsitzender des Bankenausschusses des Senats, kehrt nach seinem Sieg über den republikanischen Senator Jon Husted nach Washington zurück, wie die Associated Press mitteilte. Die Rückkehr von Brown in den Senat dürfte Auswirkungen auf den einflussreichen Bankenausschuss des Senats haben, der die Finanzinstitute des Landes beaufsichtigt.
DeSantis: Demokraten werden Nominierungen für den Supreme Court kontrollieren
Der Gouverneur von Florida, Ron DeSantis, sagte, er erwarte, dass die Republikaner in den kommenden Jahren kaum eine Chance haben werden, die Nominierungen für den Supreme Court zu kontrollieren, nachdem die Demokraten die Kontrolle über den Senat übernommen haben und die Wähler eine herbe Abfuhr für Präsident Donald Trump erteilt haben.
Ifo: Stimmung in deutscher Autoindustrie steigt im Oktober spürbar
Die Stimmung in der deutschen Automobilindustrie hat sich im Oktober spürbar aufgehellt, bleibt nach Einschätzung von Experten jedoch von extremer Volatilität und Unsicherheit geprägt. Wie das Ifo-Institut mitteilte, kletterte der Geschäftsklimaindex für die Branche kräftig auf minus 4,1 Punkte, nachdem er im September noch bei minus 33,2 Punkten notiert hatte. Sowohl die aktuelle Geschäftslage als auch die Aussichten für die kommenden Monate wurden von den Herstellern und Zulieferern deutlich weniger pessimistisch bewertet als zuletzt.
US-Arbeitsmarktdaten dürften robusten Arbeitsmarkt signalisieren
Die Schaffung von 65.000 Arbeitsplätzen wäre immer noch ein klares Signal dafür, dass der US-Arbeitsmarkt weiterhin robust sei, schreibt BeiChen Lin von Russell Investments in einer Research Note im Vorfeld der Veröffentlichung der Beschäftigungsdaten für Oktober am Freitag. Seine Prognose liegt leicht über den von Analysten in der Umfrage von The Wall Street Journal prognostizierten 59.000 Stellen. "Das würde der US-Notenbank eine größere Möglichkeit geben, sich auf den Inflationsaspekt ihres Doppelmandats zu konzentrieren", meint der Senior Investment Strategist.
Erwartungen an US-Arbeitsmarktbericht sollten mit gewisser Skepsis betrachtet werden
Die Erwartungen an den US-Arbeitsmarktbericht für Oktober sind verhalten, doch die Schlagzeilenzahl sollte mit einer gewissen Skepsis betrachtet werden, schreibt Shari Hensrud, CIO von MissionSquare, in einer Research Note. "Drei der letzten vier Monatsberichte wurden nach unten korrigiert, wodurch rund 150.000 Arbeitsplätze weggefallen sind, und das Beschäftigungswachstum lag in den vergangenen drei Monaten im Durchschnitt bei nur etwa 50.000 pro Monat", sagt sie. Der Oktober habe zudem den Preis für Brent-Rohöl in die Nähe von 118 US-Dollar pro Barrel gebracht, während die Renditen längerfristiger Staatsanleihen unter 5 Prozent gesunken seien, sagt sie.
Chinesischer Indikator signalisiert anhaltendes Wachstum im Dienstleistungssektor
Ein privater Indikator zeigte, dass die Aktivität im chinesischen Dienstleistungssektor im Oktober weiter expandierte, wenn auch mit einem langsameren Tempo, da steigende Kosten und ein verstärkter Wettbewerb die Stimmung in den Unternehmen belasten. Der von S&P Global erhobene RatingDog Services Einkaufsmanagerindex fiel im Oktober auf 50,8 von 51,6 im September, wie aus am Mittwoch veröffentlichten Daten hervorgeht.
Chinas PBOC senkt Refinanzierungssatz für Aktienrückkäufe
Chinas Zentralbank verstärkt ihre Bemühungen zur Stabilisierung der heimischen Kapitalmärkte. Sie senkt die Sätze für eine Kreditfazilität für Aktienrückkäufe und sagt zu, den künftigen Kreditbedarf der großen Banken zu diesem Zweck vollständig zu decken. Die People's Bank of China hat am Mittwoch ihren Refinanzierungssatz für Aktienrückkäufe um 25 Basispunkte auf 1 Prozent gesenkt. Die Behörden wollen das Kreditprogramm zu einem regulären politischen Instrument umgestalten. Die Zinssenkung war bereits am Montag signalisiert worden.
Iran will mit Guerillataktiken Kontrolle über Straße von Hormus zurückgewinnen
Iran setzt alle dem Land zur Verfügung stehenden Mittel ein, um den Erdöltransport durch die Straße von Hormus zu stoppen. Mit Guerillataktiken will das Regime seine schnell schwindende Position in dem Konflikt mit den USA stärken, um in festgefahrenen Verhandlungen Druck auf die Trump-Regierung auszuüben. Teheran hat in den vergangenen Wochen mit Sprengstoff beladene Unterwasserdrohnen eingesetzt, Panzerfäuste abgefeuert und Teams entsandt, um Haftminen an Schiffen anzubringen.
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November 04, 2026 03:00 ET (08:00 GMT)
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