Berlin (ots) -
Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit, Deutsche AIDS-Stiftung und Deutsche Aidshilfe stellen außergewöhnliches Engagement für Menschen mit HIV in den Mittelpunkt ihrer neuen Kampagne
Mit dem Motto "Gemeinsam. Jetzt erst recht!" würdigt die diesjährige Welt-Aids-Tags-Kampagne Personen, die sich in beeindruckender Weise für Menschen mit HIV einsetzen. Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG), die Deutsche AIDS-Stiftung (DAS) und die Deutsche Aidshilfe (DAH) wollen damit ein Zeichen der Solidarität und der Ermutigung setzen - auch angesichts der Krise bei den globalen Maßnahmen gegen HIV/Aids.
Seit dem vergangenen Jahr gefährden drastische Kürzungen in diesem Bereich das Leben und die Gesundheit von Millionen Menschen. Zugleich wächst in vielen Ländern die Feindlichkeit gegenüber den von HIV besonders stark betroffenen Gruppen, etwa schwulen Männern, trans Personen und Menschen aus Ländern, in denen HIV besonders häufig vorkommt. Vielen Menschen machen diese Entwicklungen Angst. Diese Kampagne soll Mut machen und zum Engagement inspirieren.
Dr. Johannes Nießen, Kommissarischer Leiter des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit: "In Deutschland leben etwa 100.000 Menschen mit HIV. Durch die gute medizinische Versorgung können die meisten leben wie andere Menschen auch. Diskriminierung ist aber leider immer noch weit verbreitet. Unsere Kampagne ist daher auch ein Zeichen der Wertschätzung gegenüber allen, die sich für Solidarität und Menschenrechte einsetzen. Durch ihre beeindruckenden Taten können sie andere inspirieren, Solidarität fördern und zur Resilienz in schweren Zeiten beitragen."
Winfried Holz vom Vorstand der Deutschen Aidshilfe: "Die Engagierten in der Kampagne führen uns allen vor Augen, was unerschütterliches Engagement bewirken kann. Sie machen aber auch deutlich: Die Politik muss die Weichen stellen, und die Unterstützung aus der Gesellschaft ist unverzichtbar. Von Politik bis zum Partygespräch: Überall geht es darum, für Menschenrechte einzustehen und Ausgrenzung laut und deutlich zu widersprechen."
Anne von Fallois, Vorstandsvorsitzende der Deutschen AIDS-Stiftung: "Wir erleben, wie Leben, Gesundheit und Freiheitsrechte von immer mehr Menschen in Gefahr geraten. Die Kampagne erinnert daran, dass es darauf nur eine Antwort geben kann: gelebte Solidarität. Die Menschen in der Kampagne sind Vorbilder, denen hoffentlich viele nacheifern werden."
Außergewöhnliches Engagement
Die Heldinnen und Helden der Kampagne zeigen dabei vielfältige Gesichter dieser Solidarität und Resilienz:
"Stell dir vor, du kämpfst für jede Tablette." - Cami, selbst HIV-positiv, sammelt mit Unterstützung deutscher Verbündeter Geld, um Therapielücken in Kolumbien zu überbrücken.
"Stell dir vor, du wurdest fast umgebracht und heute hilfst du anderen." - Edward wurde als schwuler Mann in Uganda verprügelt und gefoltert. Seine Antwort: Er baute eine Hilfsorganisation für queere Menschen auf, die auch medizinische Hilfe für HIV-positive Menschen leistet.
"Stell dir vor, ein Gespräch mit dir schützt zwei Leben." - Sonia berät HIV-positive Frauen, viele davon schwanger - und trägt so dazu bei, dass HIV nicht auf die Kinder übertragen wird.
"Stell dir vor, trotz Krieg hilfst du weiter." - Yana wurde in der Ukraine mit HIV geboren und baute eine Hilfsorganisation für HIV-positive Teenager auf - in Kriegszeiten ist deren Unterstützung umso wichtiger.
"Stell dir vor, du ziehst Vorurteilen den Zahn." - Dr. Ralf Hausweiler, Vize-Präsident der Bundeszahnärztekammer, setzt sich gegen Vorurteile in der Zahnmedizin ein. Um Übertragungsängste und Verunsicherungen abzubauen, entwickelt die Deutsche Aidshilfe mit der Bundeszahnärztekammer Aufklärungsmaterialien und Fortbildungen.
"Stell dir vor, du fliegst einfach weiter." - Sven zeigt als HIV-positiver Pilot, dass Menschen mit HIV in jedem Job arbeiten können wie alle. Er setzt sich dafür ein, dass Menschen mit HIV weltweit auch Pilotinnen und Piloten werden können.
"Stell dir vor, du hilfst, wo niemand mit dir rechnet." - Die Franziskanerinnen Schwester Juvenalis und Schwester Hannelore begleiten seit den 90er Jahren in Berlin sterbende aidskranke Menschen - und sind als katholische Nonnen starke Verbündete der queeren Community geworden.
"Stell dir vor" - mit dieser Aufforderung fordert die Kampagne Menschen dazu auf nachzuempfinden, was diese Vorreiterinnen und Vorreiter an Empathie und Energie mobilisiert haben, und selbst aktiv zu werden: indem sie zum Beispiel bei Vorurteilen widersprechen, die Geschichten teilen oder Hilfsorganisationen unterstützen.
Die Kampagne
Die Kampagne startet heute mit einer großen Vielfalt an Material. Dazu gehören Innenraumplakate, ein Faltblatt, Aufkleber und verschiedene Give-aways. Die Kampagne wird außerdem in ausgewählten Städten auch im öffentlichen Raum auf Digitaldisplays zu sehen sein. Unter dem Namen Welt-Aids-Tag werden die Inhalte der Kampagne in den Sozialen Medien (Facebook, Instagram und erstmals auch TikTok) ausgespielt und unter www.welt-aids-tag.de gibt es weitere Infos.
Welt-Aids-Tag
Weltweit leben rund 41 Millionen Menschen mit HIV. Rund drei Viertel erhalten bisher HIV-Medikamente, bei Kindern nur etwas mehr als die Hälfte. Erstmals seit langer Zeit droht diese Quote aufgrund der Kürzungen vieler Länder wieder zu sinken.
Der Welt-Aids-Tag am 1. Dezember ist seit 1988 der Tag der Solidarität mit HIV-positiven Menschen und des Gedenkens an die an Aids Verstorbenen. Die wichtigsten Ziele sind Zugang zu medizinischer Versorgung für alle Menschen weltweit und ein diskriminierungsfreier Umgang.
Die Gemeinschaftskampagne von BIÖG, DAH und DAS soll Vorurteilen und Berührungsängsten entgegenwirken sowie Diskriminierung abbauen.
Ansicht und Bestellung der Kampagnenmaterialien:
www.welt-aids-tag.de/fuer-alle/infomaterial/
Die Kampagne im Netz:
www.welt-aids-tag.de
Facebook: www.facebook.com/WeltAidsTag
Instagram: www.instagram.com/weltaidstag/
TikTok: www.tiktok.com/@weltaidstag
Pressekontakt:
Deutsche Aidshilfe
Holger Wicht (Pressesprecher)
Tel. 030 69 00 87-16
presse@dah.aidshilfe.de
www.aidshilfe.de
Original-Content von: Deutsche Aidshilfe, übermittelt durch news aktuell
Originalmeldung: https://www.presseportal.de/pm/14407/6384026
Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit, Deutsche AIDS-Stiftung und Deutsche Aidshilfe stellen außergewöhnliches Engagement für Menschen mit HIV in den Mittelpunkt ihrer neuen Kampagne
Mit dem Motto "Gemeinsam. Jetzt erst recht!" würdigt die diesjährige Welt-Aids-Tags-Kampagne Personen, die sich in beeindruckender Weise für Menschen mit HIV einsetzen. Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG), die Deutsche AIDS-Stiftung (DAS) und die Deutsche Aidshilfe (DAH) wollen damit ein Zeichen der Solidarität und der Ermutigung setzen - auch angesichts der Krise bei den globalen Maßnahmen gegen HIV/Aids.
Seit dem vergangenen Jahr gefährden drastische Kürzungen in diesem Bereich das Leben und die Gesundheit von Millionen Menschen. Zugleich wächst in vielen Ländern die Feindlichkeit gegenüber den von HIV besonders stark betroffenen Gruppen, etwa schwulen Männern, trans Personen und Menschen aus Ländern, in denen HIV besonders häufig vorkommt. Vielen Menschen machen diese Entwicklungen Angst. Diese Kampagne soll Mut machen und zum Engagement inspirieren.
Dr. Johannes Nießen, Kommissarischer Leiter des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit: "In Deutschland leben etwa 100.000 Menschen mit HIV. Durch die gute medizinische Versorgung können die meisten leben wie andere Menschen auch. Diskriminierung ist aber leider immer noch weit verbreitet. Unsere Kampagne ist daher auch ein Zeichen der Wertschätzung gegenüber allen, die sich für Solidarität und Menschenrechte einsetzen. Durch ihre beeindruckenden Taten können sie andere inspirieren, Solidarität fördern und zur Resilienz in schweren Zeiten beitragen."
Winfried Holz vom Vorstand der Deutschen Aidshilfe: "Die Engagierten in der Kampagne führen uns allen vor Augen, was unerschütterliches Engagement bewirken kann. Sie machen aber auch deutlich: Die Politik muss die Weichen stellen, und die Unterstützung aus der Gesellschaft ist unverzichtbar. Von Politik bis zum Partygespräch: Überall geht es darum, für Menschenrechte einzustehen und Ausgrenzung laut und deutlich zu widersprechen."
Anne von Fallois, Vorstandsvorsitzende der Deutschen AIDS-Stiftung: "Wir erleben, wie Leben, Gesundheit und Freiheitsrechte von immer mehr Menschen in Gefahr geraten. Die Kampagne erinnert daran, dass es darauf nur eine Antwort geben kann: gelebte Solidarität. Die Menschen in der Kampagne sind Vorbilder, denen hoffentlich viele nacheifern werden."
Außergewöhnliches Engagement
Die Heldinnen und Helden der Kampagne zeigen dabei vielfältige Gesichter dieser Solidarität und Resilienz:
"Stell dir vor, du kämpfst für jede Tablette." - Cami, selbst HIV-positiv, sammelt mit Unterstützung deutscher Verbündeter Geld, um Therapielücken in Kolumbien zu überbrücken.
"Stell dir vor, du wurdest fast umgebracht und heute hilfst du anderen." - Edward wurde als schwuler Mann in Uganda verprügelt und gefoltert. Seine Antwort: Er baute eine Hilfsorganisation für queere Menschen auf, die auch medizinische Hilfe für HIV-positive Menschen leistet.
"Stell dir vor, ein Gespräch mit dir schützt zwei Leben." - Sonia berät HIV-positive Frauen, viele davon schwanger - und trägt so dazu bei, dass HIV nicht auf die Kinder übertragen wird.
"Stell dir vor, trotz Krieg hilfst du weiter." - Yana wurde in der Ukraine mit HIV geboren und baute eine Hilfsorganisation für HIV-positive Teenager auf - in Kriegszeiten ist deren Unterstützung umso wichtiger.
"Stell dir vor, du ziehst Vorurteilen den Zahn." - Dr. Ralf Hausweiler, Vize-Präsident der Bundeszahnärztekammer, setzt sich gegen Vorurteile in der Zahnmedizin ein. Um Übertragungsängste und Verunsicherungen abzubauen, entwickelt die Deutsche Aidshilfe mit der Bundeszahnärztekammer Aufklärungsmaterialien und Fortbildungen.
"Stell dir vor, du fliegst einfach weiter." - Sven zeigt als HIV-positiver Pilot, dass Menschen mit HIV in jedem Job arbeiten können wie alle. Er setzt sich dafür ein, dass Menschen mit HIV weltweit auch Pilotinnen und Piloten werden können.
"Stell dir vor, du hilfst, wo niemand mit dir rechnet." - Die Franziskanerinnen Schwester Juvenalis und Schwester Hannelore begleiten seit den 90er Jahren in Berlin sterbende aidskranke Menschen - und sind als katholische Nonnen starke Verbündete der queeren Community geworden.
"Stell dir vor" - mit dieser Aufforderung fordert die Kampagne Menschen dazu auf nachzuempfinden, was diese Vorreiterinnen und Vorreiter an Empathie und Energie mobilisiert haben, und selbst aktiv zu werden: indem sie zum Beispiel bei Vorurteilen widersprechen, die Geschichten teilen oder Hilfsorganisationen unterstützen.
Die Kampagne
Die Kampagne startet heute mit einer großen Vielfalt an Material. Dazu gehören Innenraumplakate, ein Faltblatt, Aufkleber und verschiedene Give-aways. Die Kampagne wird außerdem in ausgewählten Städten auch im öffentlichen Raum auf Digitaldisplays zu sehen sein. Unter dem Namen Welt-Aids-Tag werden die Inhalte der Kampagne in den Sozialen Medien (Facebook, Instagram und erstmals auch TikTok) ausgespielt und unter www.welt-aids-tag.de gibt es weitere Infos.
Welt-Aids-Tag
Weltweit leben rund 41 Millionen Menschen mit HIV. Rund drei Viertel erhalten bisher HIV-Medikamente, bei Kindern nur etwas mehr als die Hälfte. Erstmals seit langer Zeit droht diese Quote aufgrund der Kürzungen vieler Länder wieder zu sinken.
Der Welt-Aids-Tag am 1. Dezember ist seit 1988 der Tag der Solidarität mit HIV-positiven Menschen und des Gedenkens an die an Aids Verstorbenen. Die wichtigsten Ziele sind Zugang zu medizinischer Versorgung für alle Menschen weltweit und ein diskriminierungsfreier Umgang.
Die Gemeinschaftskampagne von BIÖG, DAH und DAS soll Vorurteilen und Berührungsängsten entgegenwirken sowie Diskriminierung abbauen.
Ansicht und Bestellung der Kampagnenmaterialien:
www.welt-aids-tag.de/fuer-alle/infomaterial/
Die Kampagne im Netz:
www.welt-aids-tag.de
Facebook: www.facebook.com/WeltAidsTag
Instagram: www.instagram.com/weltaidstag/
TikTok: www.tiktok.com/@weltaidstag
Pressekontakt:
Deutsche Aidshilfe
Holger Wicht (Pressesprecher)
Tel. 030 69 00 87-16
presse@dah.aidshilfe.de
www.aidshilfe.de
Original-Content von: Deutsche Aidshilfe, übermittelt durch news aktuell
Originalmeldung: https://www.presseportal.de/pm/14407/6384026
© 2026 news aktuell
