Das Bundeskartellamt hat heute eine Sonderausgabe der "Kraftstoff-News" veröffentlicht, in der die Markttransparenzstelle für Kraftstoffe die Entwicklung der Kraftstoffpreise im Oktober darstellt.
Die wichtigsten Punkte aus dem Bericht:
• Die Durchschnittspreise im Oktober: 2,171 Euro/Liter bei E5, 2,115 Euro/Liter bei E10 bzw. 2,261 Euro/Liter bei Diesel
• Benzin und Dieselpreise entwickeln sich stark unterschiedlich
• Dieselpreise stiegen von Anfang bis Ende Oktober um 1,6 ct/Liter; Benzinpreise sanken im gleichen Zeitraum um 4,5 ct/Liter
• Weiterhin große regionale Preisunterschiede
• Derzeit keine vollständige Weitergabe der Energiesteuersenkung
Andreas Mundt, Präsident des Bundeskartellamtes: "Die Kraftstoffpreise werden derzeit von verschiedenen, zum Teil gegenläufigen Faktoren beeinflusst. Das macht es zum Beispiel schwierig, die Weitergabe der Energiesteuersenkung richtig einzuschätzen. Wir werden aber alle für unsere Verfahren relevanten Entwicklungen sorgfältig prüfen und die Lage weiter genau beobachten."
Gründe für die stark unterschiedliche Entwicklung von Benzin- und Dieselpreisen sind einerseits eine laut Argus Media schwache Benzinnachfrage bei gleichzeitiger Überproduktion und andererseits eine weiterhin besonders angespannte Lage auf den Dieselmärkten aufgrund von stärkeren Angebotsverknappungen durch die Kriege in Iran und Ukraine.
Die regionalen Preisunterschiede auf Tankstellenebene betrugen im Oktober bei E5 bis zu 14,1 Cent/Liter und bei Diesel bis zu 9,5 Cent/Liter. Im Westen waren die Preise höher als im Süden bzw. Südwesten; insbesondere bei Benzin. Eine zentrale Rolle spielt dabei das anhaltende Niedrigwasser auf dem Rhein, das die Binnenschifffahrt stark beeinträchtigt. Hierdurch wird der Transport insbesondere in den Westen teurer, was sich auf das dortige Preisniveau erhöhend auswirkt. Gleichzeitig wird der Transport in den Westen finanziell unattraktiver, sodass größere Mengen Kraftstoff in den Regionen der Raffinerien verbleiben, die sonst den Westen beliefern. Dies wirkt sich dort senkend auf das Preisniveau aus.
Die seit Anfang Oktober geltende Energiesteuersenkung um 16,71 Cent pro Liter (brutto), wurde nach den Erkenntnissen des Bundeskartellamtes bisher nicht vollständig weitergegeben. Die durchschnittliche Weitergabequote für den Oktober beträgt nach den aktuellen Berechnungen des Bundeskartellamtes rund 90 Prozent bei Diesel und rund 60 Prozent bei Benzin. Aufgrund der vielen, teils gegenläufigen Preiseffekte, die derzeit zu beobachten sind, sind diese Zahlen jedoch lediglich als Tendenz zu sehen. Die Vielschichtigkeit der relevanten Gegebenheiten zeigt sich bereits daran, dass andere bereits veröffentlichte Studien hinsichtlich der Weitergabe der Energiesteuersenkung zu deutlich anderen Zahlen kommen.
Download Sonderausgabe der "Kraftstoff-News":
https://www.bundeskartellamt.de/SharedDocs/Publikation/DE/Newsletter/2026/11_04_Kraftstoff-News.pdf?__blob=publicationFile&v=2
Die wichtigsten Punkte aus dem Bericht:
• Die Durchschnittspreise im Oktober: 2,171 Euro/Liter bei E5, 2,115 Euro/Liter bei E10 bzw. 2,261 Euro/Liter bei Diesel
• Benzin und Dieselpreise entwickeln sich stark unterschiedlich
• Dieselpreise stiegen von Anfang bis Ende Oktober um 1,6 ct/Liter; Benzinpreise sanken im gleichen Zeitraum um 4,5 ct/Liter
• Weiterhin große regionale Preisunterschiede
• Derzeit keine vollständige Weitergabe der Energiesteuersenkung
Andreas Mundt, Präsident des Bundeskartellamtes: "Die Kraftstoffpreise werden derzeit von verschiedenen, zum Teil gegenläufigen Faktoren beeinflusst. Das macht es zum Beispiel schwierig, die Weitergabe der Energiesteuersenkung richtig einzuschätzen. Wir werden aber alle für unsere Verfahren relevanten Entwicklungen sorgfältig prüfen und die Lage weiter genau beobachten."
Gründe für die stark unterschiedliche Entwicklung von Benzin- und Dieselpreisen sind einerseits eine laut Argus Media schwache Benzinnachfrage bei gleichzeitiger Überproduktion und andererseits eine weiterhin besonders angespannte Lage auf den Dieselmärkten aufgrund von stärkeren Angebotsverknappungen durch die Kriege in Iran und Ukraine.
Die regionalen Preisunterschiede auf Tankstellenebene betrugen im Oktober bei E5 bis zu 14,1 Cent/Liter und bei Diesel bis zu 9,5 Cent/Liter. Im Westen waren die Preise höher als im Süden bzw. Südwesten; insbesondere bei Benzin. Eine zentrale Rolle spielt dabei das anhaltende Niedrigwasser auf dem Rhein, das die Binnenschifffahrt stark beeinträchtigt. Hierdurch wird der Transport insbesondere in den Westen teurer, was sich auf das dortige Preisniveau erhöhend auswirkt. Gleichzeitig wird der Transport in den Westen finanziell unattraktiver, sodass größere Mengen Kraftstoff in den Regionen der Raffinerien verbleiben, die sonst den Westen beliefern. Dies wirkt sich dort senkend auf das Preisniveau aus.
Die seit Anfang Oktober geltende Energiesteuersenkung um 16,71 Cent pro Liter (brutto), wurde nach den Erkenntnissen des Bundeskartellamtes bisher nicht vollständig weitergegeben. Die durchschnittliche Weitergabequote für den Oktober beträgt nach den aktuellen Berechnungen des Bundeskartellamtes rund 90 Prozent bei Diesel und rund 60 Prozent bei Benzin. Aufgrund der vielen, teils gegenläufigen Preiseffekte, die derzeit zu beobachten sind, sind diese Zahlen jedoch lediglich als Tendenz zu sehen. Die Vielschichtigkeit der relevanten Gegebenheiten zeigt sich bereits daran, dass andere bereits veröffentlichte Studien hinsichtlich der Weitergabe der Energiesteuersenkung zu deutlich anderen Zahlen kommen.
Download Sonderausgabe der "Kraftstoff-News":
https://www.bundeskartellamt.de/SharedDocs/Publikation/DE/Newsletter/2026/11_04_Kraftstoff-News.pdf?__blob=publicationFile&v=2
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