DJ MARKT USA/Börse fester erwartet - Wahlsieg der Demokraten stützt
Die US-Börsen dürften am Mittwoch mit deutlichen Kursgewinnen in den Handel starten, nachdem bei den Wahlen zum US-Kongress die Demokratische Partei in beiden Häusern die Mehrheit erreicht hat. Der den Republikanern angehörende Präsident Donald Trump hat das Wahlergebnis akzeptiert. Der S&P-Future und der Nasdaq-Future steigen vorbörslich um je 1 Prozent.
Der Ölpreis sinkt weiter. Das Barrel Brent ermäßigt sich um 1 Prozent auf 102,50 Dollar. Der Markt setzt offenbar weiter auf eine diplomatische Lösung im Iran-Krieg. Die Analysten von Capital Economics warnen jedoch, dass der Wahlsieg der Demokraten die geopolitischen Risiken erhöhen könnte. Die Preise könnten wieder kräftig anziehen, falls Präsident Trump die Angriffe auf iranische Ziele wieder aufnehmen sollte. Impulse für den Ölpreis könnten im Tagesverlauf von den wöchentlichen Daten zu den Rohölvorräten der USA kommen.
Am langen Ende des Anleihemarkts kommen die Renditen etwas zurück. Die Rendite zehnjähriger US-Anleihen sinkt um 2 Basispunkte auf 4,93 Prozent. Für die Anleihen seien eher die Inflation und die Geldpolitik der US-Notenbank richtungsweisend als das Wahlergebnis, heißt es. Der Dollar-Index gibt um 0,4 Prozent nach. Der Euro steigt auf 1,1240 Dollar.
Neben dem Wahlergebnis muss der Markt eine Reihe von Konjunkturdaten verarbeiten. Veröffentlicht wird zunächst der ADP-Arbeitsmarktbericht für Oktober, der einen Vorgeschmack auf den offziellen Arbeitsmarktbericht am Freitag geben dürfte. Auf der Agenda stehen ferner die Handelsbilanz aus dem September, der Einkaufsmanagerindex von S&P Global für das nicht-verarbeitende Gewerbe und sein Pendant von ISM, jeweils für Oktober.
Geschäftszahlen werden unter anderem Kraft Heinz, McDonald's und Uber vorlegen. Schon bekannt sind die Quartalszahlen von Advanced Micro Devices (AMD). Der Chipkonzern hat vor allem mit seiner Umsatzentwicklung überzeugt. Für die Aktie geht es vorbörslich um rund 6 Prozent nach oben.
Corewearve fallen um 3 Prozent, nachdem in den Bundesstaaten Texas und Ohio die Republikanischen Gouverneure die Wahl verloren haben. Anleger fürchten, dass unter den Demokratischen Nachfolgern der Ausbau der KI-Infrastruktur ins Stocken geraten könnte. Dies belastet auch die Kurse von SpaceX (-4,7%) und Tesla (-4,5%), den Unternehmen des Trump-Unterstützers Elon Musk. Die Aktie von Trumps eigenem Unternehmen Trump Media & Technology Group sackt um gut 7 Prozent ab.
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November 04, 2026 06:39 ET (11:39 GMT)
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