VILNIUS (dpa-AFX) - Litauen hat drei ukrainische Staatsbürger ausgewiesen, die für feindliche ausländische Geheimdienste tätig gewesen sein sollen. Die nicht näher beschriebenen Personen seien als Bedrohung für die nationale Sicherheit eingestuft und ihre befristeten Aufenthaltsgenehmigungen in dem baltischen EU- und Nato-Land widerrufen worden. Dies teilte der litauische Nachrichtendienst auf Facebook mit. Zudem erhielten sie ein fünfjähriges Einreiseverbot.
Nach Angaben des Geheimdienstes sollen die drei Ukrainer verschiedene Aufgaben im Auftrag feindlicher ausländischer Geheimdienste gegen finanzielle Entlohnung ausgeführt haben. Die Anweisungen seien ihnen über Telegram und andere Messenger-Dienste übermittelt worden. Nähere Angaben zu den ihnen vorgeworfenen Tätigkeiten wurden in der Mitteilung nicht gemacht.
Litauen grenzt an die russische Ostsee-Exklave Kaliningrad sowie an Russlands Verbündeten Belarus. Die Regierung in Vilnius hat wiederholt vor einer zunehmenden Bedrohung durch Spionage und Sabotage gewarnt. In seiner Mitteilung warnte der litauische Nachrichtendienst davor, dass ausländische Geheimdienste häufig Messaging-Apps und soziale Medien nutzten, um Personen in anderen Ländern anzuwerben.
Litauen ist ein enger Partner und Unterstützer der Ukraine, die sich seit fast fünf Jahren gegen eine russische Invasion wehrt. Nach Behördenangaben leben rund 52.000 ukrainische Kriegsflüchtlinge in dem Baltenstaat./awe/DP/mis
