CHICAGO (dpa-AFX) - Die Schnellrestaurant-Kette McDonald's bekommt weiterhin im wichtigen Heimatmarkt Gegenwind zu spüren. Der Umsatz in den USA ging im dritten Quartal auf vergleichbarer Basis um 0,2 Prozent zurück, wie das Unternehmen am Mittwoch in Chicago mitteilte. Das Minus fiel damit aber nicht ganz so deutlich aus wie von Analysten befürchtet. Die US-Kunden gaben im Schnitt zwar etwas mehr pro Mahlzeit aus, allerdings gingen die Besucherzahlen zurück. Die McDonald's-Aktie stieg im frühen US-Handel um vier Prozent, seit Jahresbeginn hat sie aber noch rund zehn Prozent eingebüßt.
Weltweit stieg der Umsatz von McDonald's im dritten Quartal um ein Prozent auf knapp 7,2 Milliarden US-Dollar (rund 6,4 Mrd Euro), auf vergleichbarer Basis betrug das Plus 1,5 Prozent. Das bereinigte Ergebnis je Aktie von 3,57 Dollar lag um elf Prozent über dem Vorjahreswert von 3,22 Dollar. Der Umsatz liege damit knapp zwei Prozent unter der Konsensschätzung, schrieb RBC-Analyst Logan Reich in einer ersten Reaktion. Das bereinigte Ergebnis je Aktie habe dagegen die Markterwartung um fast fünf Prozent übertroffen.
Mit Blick auf den US-Markt hatte McDonald's bereits Ende September leicht negative Resultate in Aussicht gestellt - unter anderem, weil zu Jahresbeginn eingeführte Sparmenüs nicht so viele Gäste anlockten wie erhofft. Künftig will das Unternehmen wieder verstärkt auf Kombimenüs setzen und außerdem neue Angebote in der McDonald's-App einführen, die zuvor gestrichen wurden. Obendrein soll ein wachsendes Getränkeangebot einen Restaurantbesuch attraktiver machen, im August wurden unter anderem Energydrinks von Red Bull eingeführt.
Ähnlich wie in den USA entwickelten sich die Geschäfte auch in China und Frankreich schlechter, während McDonald's unter anderem in Deutschland, Australien und Japan zulegte. Hierzulande machte die Schnellrestaurant-Kette zuletzt Schlagzeilen damit, nach Jahrzehnten den auf Schweinefleisch basierenden Burger McRib aus dem Standardsortiment zu nehmen./niw/men/he




