DJ ÜBERBLICK am Morgen/Konjunktur, Zentralbanken, Politik
Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires
Deutscher Auftragseingang steigt im September um 4,4 Prozent
Der Auftragseingang der deutschen Industrie ist im September kräftig gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilte, erhöhten sich die Bestellungen gegenüber dem Vormonat um 4,4 Prozent und lagen kalenderbereinigt um 3,3 (August: 3,2) Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten einen monatlichen Anstieg um 4,3 Prozent prognostiziert. Der für August vorläufig gemeldete monatliche Rückgang von 10,6 Prozent wurde auf ein Minus von 10,1 Prozent revidiert.
Deutscher Industrieumsatz steigt im September leicht
Der Umsatz im verarbeitenden Gewerbe Deutschlands hat im September leicht zugelegt. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilte, stieg er um 0,2 Prozent gegenüber dem Vormonat. Im Vergleich zum Vorjahresmonat war der Umsatz kalenderbereinigt um 2,0 Prozent höher. Der vorläufig für August gemeldete Wert wurde auf ein Plus von 0,1 (vorläufig: 0,0) Prozent revidiert.
Deutscher Dienstleistungsumsatz steigt im August um 0,9 Prozent
Der deutsche Dienstleistungsumsatz ist im August gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilte, erhöhte sich der Umsatz im Dienstleistungsbereich (ohne Finanz- und Versicherungsdienstleistungen) gegenüber dem Vormonat um 0,9 Prozent. Verglichen mit dem Vorjahresmonat lag er um 0,9 Prozent im Plus.
Straffung der US-Finanzpolitik im Jahr 2027 nach Sieg der Demokraten wahrscheinlich
Die US-Finanzpolitik wird sich im Jahr 2027 nach dem Wahlsieg der Demokraten wahrscheinlich straffen, schreibt George Bory von Allspring Global Investments in einer Research Note. Es gebe kaum Chancen auf neue fiskalische Impulse, während Abschreibungen auf Investitionen, Zölle und Verteidigungsausgaben wahrscheinlich genauer unter die Lupe genommen würden, meint der Chef-Anlagestratege für festverzinsliche Wertpapiere. Höhere Steuern seien in naher Zukunft unwahrscheinlich, aber die Demokraten könnten damit beginnen, den Boden für 2028 zu bereiten, fügt Bory hinzu. Das Defizit könnte im nächsten Jahr schrumpfen, was gut für Anleiheinvestoren wäre, meint er.
BoJ-Protokoll signalisiert Preisrisiken - Wetten auf Zinserhöhung gestützt
Das Protokoll der September-Sitzung der Bank of Japan könnte die Erwartungen für eine weitere Zinserhöhung bis zum Jahresende anheizen, da das Dokument eine wachsende Besorgnis über Inflationsrisiken zeigt. Viele Board-Mitglieder der BoJ wiesen dem Protokoll der Sitzung zufolge, auf der die Zentralbank die Zinsen auf 1,25 Prozent angehoben hat, auf eine zunehmende Möglichkeit hin, dass die Verbraucherinflation ab dem Frühherbst anziehen werde. Sie merkten an, dass der Kostendruck auf Konsumgüter übergreife und Preiserhöhungen für eine größere Anzahl von Lebensmitteln und Getränken als in typischen Jahren geplant seien. Der Markt für Overnight Index Swaps preist derzeit eine Wahrscheinlichkeit von fast 80 Prozent für eine Zinserhöhung im Dezember ein.
BoJ-Board sieht kaum Auswirkungen höherer Zinsen auf Investitionen
Dow Jones Nachrichten auf Deutsch, 05 Nov. 2026, 02:52 MEZ
Laut dem Protokoll der September-Sitzung sehen die Entscheidungsträger der Bank of Japan wahrscheinlich Raum für weitere Zinserhöhungen, was die Markterwartungen für einen Schritt im Dezember stützt. Ein Board-Mitglied merkte an, dass Rückmeldungen aus den Unternehmen gezeigt hätten, dass vergangene Erhöhungen und potenzielle kurzfristige Steigerungen nur begrenzte Auswirkungen gehabt hätten, wobei kaum ein Unternehmen seine Investitionen aufgrund der Kreditkosten zurückgefahren habe. Ein weiteres Mitglied sagte, dass die jüngsten Aktiengewinne und die Yen-Schwäche die finanziellen Bedingungen trotz noch akkommodierender für Unternehmen gemacht hätten. Da die Inflation anhält, erwarten viele Ökonomen, dass der Endsatz 1,75 Prozent übersteigen wird.
Brasiliens Zentralbank stoppt Lockerungszyklus angesichts anhaltend hoher Inflation
Brasiliens Zentralbank hat am Mittwoch ihre hohen Zinssätze nach fünf Senkungen in Folge unverändert gelassen. Zuvor hatte sich die Inflation angesichts wachsender Sorgen über die Staatsausgaben weiter vom Zielwert entfernt. Der geldpolitische Ausschuss der Bank beließ den Selic-Leitzins wie erwartet bei 13,75 Prozent. Die Währungsbehörde erklärte, eine Kombination aus höheren Inflationserwartungen und einer Verlangsamung der Wirtschaftstätigkeit stelle ein herausforderndes Umfeld für die Geldpolitik dar.
Indonesiens Wirtschaftswachstum übertrifft die Erwartungen
Indonesiens Wirtschaftswachstum hat im dritten Quartal die Erwartungen übertroffen, gestützt durch eine starke Inlandsnachfrage. Die größte Volkswirtschaft Südostasiens expandierte im Vergleich zum Vorjahr um 5,47 Prozent. Dies stellt eine Beschleunigung gegenüber dem Wachstum von 5,29 Prozent im zweiten Quartal dar, wie Daten der Statistikbehörde des Landes am Donnerstag zeigten. Damit wurde der Median-Schätzwert von 5,18 Prozent Wachstum aus einer Umfrage des Wall Street Journal unter sieben Ökonomen übertroffen.
Ölpreis fällt angesichts steigender Hoffnungen auf ein Ende des Iran-Kriegs weiter
Die Ölpreise fallen im frühen asiatischen Handel weiter, nachdem sie über Nacht um über 8 Prozent eingebrochen waren, da die Hoffnungen auf ein Ende des Nahost-Konflikts nach dem Sieg der Demokraten bei den US-Zwischenwahlen gestiegen sind. Dennoch halten die Analysten von ANZ die Marktreaktion für unbegründet, da nach den Wahlen das Risiko einer Eskalation des Konflikts bestehe. "Es ist kein Ende der Kontrolle des Iran über die Straße von Hormus in Sicht, die den Ölfluss eingeschränkt hat", schreiben sie in einer Research Note. Die Rohölexporte aus dem Persischen Golf beliefen sich im Oktober laut Schiffsverfolgungsdaten auf durchschnittlich 17,1 Millionen Barrel pro Tag, was einen Rückgang gegenüber September darstellt, so die Analysten. Die WTI-Rohöl-Futures für den vorderen Monat fallen um 0,4 Prozent auf 87,77 US-Dollar pro Barrel, während der vordere Monat Brent um 0,2 Prozent niedriger bei 94,64 US-Dollar pro Barrel notiert.
+++ Konjunkturdaten +++
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November 05, 2026 03:00 ET (08:00 GMT)
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