KOPENHAGEN (dpa-AFX) - Die anhaltend hohen Preise für Containertransporte lassen die Reederei Moller-Maersk nochmal optimistischer auf das Gesamtjahr blicken. Bereits Mitte August hatten die Dänen ihre Jahresziele erhöht und taten es nun erneut: Statt maximal 6,5 Milliarden Dollar (5,8 Mrd Euro) steht für 2026 nun ein bereinigtes Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) von 8 bis 8,5 Milliarden Dollar im Plan, teilte das Unternehmen am Donnerstag in Kopenhagen mit. Analysten hatten zuletzt aber schon noch mehr operativen Gewinn auf dem Zettel. Der Aktienkurs von Moller-Maersk knickte zum Handelsstart um rund zwölf Prozent ein.
Maersk geht davon aus, dass die Transportpreise weiterhin hoch bleiben, und hatte entsprechend im September neue Schiffe geordert. Angefangen bei der Corona-Pandemie, über Angriffe der Huthis auf Schiffe im Roten Meer und zuletzt mit dem Iran-Krieg gibt es seit Jahren immer wieder Probleme in den globalen Lieferketten, was die Nachfrage nach Containern erhöht und die Frachtraten steigen lässt. Auch wenn einige der Störungen mittlerweile abgeklungen sind, dürften die Preise nach Einschätzung der Reederei auf hohem Niveau bleiben. Unter anderem auch, weil Investitionen etwa in Häfen ausgeblieben sind, was die Kapazitäten zusätzlich verknappt.
Im dritten Quartal stieg der operative Gewinn (Ebit) im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um rund 160 Prozent auf fast 3,3 Milliarden Dollar. Unterm Strich war der Nettogewinn von fast 3 Milliarden Dollar knapp dreimal so hoch wie vor einem Jahr. "Unsere Flotte war voll ausgelastet, und auf einigen Routen überstieg die Nachfrage den verfügbaren Laderaum", sagte Chef Vincent Clerc laut Mitteilung./lew/mis/stk




