Berlin (ots) -
Real Talk! Sprache. Macht. Welt.
6. November 2026 - 27. Februar 2028
Sprache zeigt, wie unsere Gesellschaft tickt: Ob gesprochen, gebärdet, geschrieben oder gefühlt, sie ist das Herzstück unserer Kommunikation und verändert sich ständig durch neue Medien, Mobilität und Migration. Mit der Ausstellung "Real Talk! Sprache. Macht. Welt." widmet sich das Museum für Kommunikation Berlin einem Thema, das kaum größer und alltäglicher sein könnte.
Warum jetzt eine Ausstellung über Sprache?
Die Mehrsprachigkeit in unserer Gesellschaft nimmt zu, Städte wie Berlin werden sprachlich immer vielfältiger. Zugleich verändern Technologien wie Chatbots und künstliche Intelligenz, wie wir sprechen und wie wir Sprachgrenzen überwinden. Auf globaler Ebene dagegen schwindet die sprachliche Vielfalt rapide: Tausende Sprachen sind bedroht, viele sind bereits für immer verschwunden. Die Ausstellung will für diese Vielfalt sensibilisieren und sie wertschätzen, Hintergrundwissen vermitteln und zum Nachdenken über die eigene Sprachwelt anregen. Sie fragt auch kritisch, wie Sprache als Machtinstrument wirkt: Ein einziges Wort kann eine ganze Generation empowern, doch Worte wurden immer wieder auch benutzt, um zu spalten und zu verletzen.
Sechs Themenräume, viele Perspektiven
Die Ausstellung führt durch sechs Themenräume, die jeweils eine Leitfrage stellen:
Sprachwelten - Was ist Sprache und wie nutzen wir sie? Der Prolog begibt sich auf Spurensuche nach den Ursprüngen der Sprache. Wie verarbeitet das Gehirn ein Wort? Warum können Tiere nicht sprechen wie wir? Was ist eine Sprachfamilie? Von Mythen, Legenden und Epen bis zum "digitalen Lagerfeuer" geht es darum, was Menschen einander erzählen und wie Sprache sie verbindet.
Vielfalt - Wie spricht die Welt? Schon vor über 4.000 Jahren waren Menschen mehrsprachig. Die Besucher:innen reisen von antiken Münzen durch die Geschichte der Sprachen bis zu Schlafliedern aus dem heutigen Berlin, die an der Audiostation "Berlin schläft ein" zu hören sind. Dazu kommen die Poesie, etwa in Liebesgedichten, und erfundene Sprachen wie Klingonisch und Elbisch.
Identität - Wie spreche ich? Sprache prägt, wer wir sind. Der Raum begleitet durch die Jugendsprache der letzten 100 Jahre, widmet sich Code-Switching, Geheimsprachen und Selbstermächtigung in der queeren Community und lädt dazu ein, die eigene Mehrsprachigkeit zu entdecken. Persönliche Sprachbiografien erzählen von Migration, Flucht, indigenen Sprachen, Gebärdensprachen und dem Spracherleben in Berlin heute.
Kontakt - Wie verstehen wir uns? Schon vor 500 Jahren lernten Menschen in einer neuen Sprache am liebsten zuerst Schimpfwörter. Der Raum zeigt, wie Menschen früher und heute Sprachgrenzen überwunden haben, von Lernmaterialien verschiedener Generationen bis zur Geschichte des Übersetzens und Dolmetschens. Dabei zählen nicht nur Wörter, sondern auch Kultur und Kontext. Und wie gut kann das eigentlich KI? An einer interaktiven Station können Besucher:innen ihr liebstes unübersetzbares Wort beisteuern.
Macht - Wie wirkt Sprache? Menschen protestieren mit Sprache, zeigen Solidarität und erobern Wörter zurück, die gegen sie verwendet wurden. Der Raum beleuchtet Sprachpolitik in der Zeit des europäischen Kolonialismus, politische Rhetorik, Sprachbarrieren und Inklusion, etwa durch Leichte Sprache und Unterstützte Kommunikation, sowie die Kraft von Ritualen wie Mantras und Gebeten. Wer sich selbst Mut zusprechen möchte, findet am Automaten für Mutbotschaften die passenden Worte. Auch das eigene Wissen über Amtsdeutsch lässt sich testen.
Zukunft - Wie wandelt sich Sprache? Der Epilog zeigt vier Zukunftsperspektiven: Chatbots beeinflussen, wie wir sprechen, Technologie lässt Sprachgrenzen verschwinden, Jugendliche leben Mehrsprachigkeit neu und Menschen setzen sich dafür ein, bedrohte Sprachen zu bewahren. Auch Deutsch verändert sich ständig, und alle verändern es mit. Im Quiz lässt sich herausfinden: Sprichst du Zukunftsdeutsch?
Mitmachen und Entdecken für alle Altersgruppen
Die Ausstellung setzt auf Interaktion. Besucher:innen erstellen ihr persönliches Sprachenporträt, schreiben ein Haiku (traditionelles japanisches Kurzgedicht) und teilen ihre Zukunftsvisionen. Lexi, das kleine blaue Sprachwesen, und seine bunte Bande begleiten Kinder und neugierige Erwachsene durch die gesamte Ausstellung. Gemeinsam finden sie heraus, was Sprache eigentlich ist, woher Wörter kommen, und erfinden selbst neue. So wird Sprache hörbar, sichtbar und fühlbar.
Die Ausstellung ist mehrsprachig und barrierearm gestaltet: Alle Inhalte sind auf Deutsch und Englisch verfügbar. Die Bereichstexte der Ausstellung sind zudem in Leichter Sprache, Deutscher Gebärdensprache und zehn weiteren Sprachen über QR-Code zugänglich, darunter Ukrainisch, Vietnamesisch, Türkisch und Arabisch.
Führungen, Workshops und Veranstaltungen
Jeden Sonntag um 13:30 Uhr findet eine öffentliche Führung statt. Für Schulklassen und Gruppen gibt es buchbare Führungen sowie 90-minütige Workshops, die auf die Klassenstufen abgestimmt sind. Für Grundschulen (3. bis 6. Klasse) stehen unter anderem "Schatzkiste für Eure schönsten Wörter", "Mission Sprach-Rätsel" und "Auf Sendung! Euer Podcast als Wort-Forscher:innen" zur Wahl. Ab der 7. Klasse und für Gruppen gibt es "Meine Sprachwelt - Deine Sprachwelt", "Du Arsch! Selber! Einführung in die gewaltfreie Kommunikation" und, ab der 9. Klasse, "Sprache. Macht. Welt. Wie Worte Wirklichkeit formen".
Weitere Veranstaltungen finden sich unter mfk-berlin.de/ausstellung-real-talk
Anne Stabler und Lianne Oonwalla haben die Ausstellung kuratiert.
Die Ausstellung wurde unterstützt von Cornelsen. Das Teilprojekt "Sprachbiografien - Vielfalt erleben, Demokratie stärken" innerhalb der Ausstellung wird gefördert durch Friede Springer Stiftung. Medienpartner ist arte.
Die Ausstellung im Überblick
Real Talk! Sprache. Macht. Welt.
6. November 2026 bis 27. Februar 2028
Museum für Kommunikation Berlin, Leipziger Straße 16, 10117 Berlin-Mitte
Dienstag bis Freitag 9-17 Uhr, Samstag, Sonntag und Feiertage 10-18 Uhr,
jeden 3. Mittwoch im Monat 9-20 Uhr,
geschlossen am 24., 25., 31.12.,1.1., Ostermontag und Pfingstmontag
mfk-berlin.de/ausstellung-real-talk
Digitale Pressemappe
mfk-berlin.de/pressemappe-real-talk
Social Media
instagram.com/mfk_berlin @mfk_berlin
facebook.com/mfk.berlin @mfk.berlin
linkedin.com/company/museum-für-kommunikation-berlin (https://www.linkedin.com/company/museum-f%C3%BCr-kommunikation-berlin) @mfk_berlin
RealTalkInBerlin
Pressekontakt:
Monika Seidel
+49 (0)30 202 94 202
m.seidel@mspt.de
www.mfk-berlin.de
Original-Content von: Museum für Kommunikation Berlin, übermittelt durch news aktuell
Originalmeldung: https://www.presseportal.de/pm/127252/6384690
Real Talk! Sprache. Macht. Welt.
6. November 2026 - 27. Februar 2028
Sprache zeigt, wie unsere Gesellschaft tickt: Ob gesprochen, gebärdet, geschrieben oder gefühlt, sie ist das Herzstück unserer Kommunikation und verändert sich ständig durch neue Medien, Mobilität und Migration. Mit der Ausstellung "Real Talk! Sprache. Macht. Welt." widmet sich das Museum für Kommunikation Berlin einem Thema, das kaum größer und alltäglicher sein könnte.
Warum jetzt eine Ausstellung über Sprache?
Die Mehrsprachigkeit in unserer Gesellschaft nimmt zu, Städte wie Berlin werden sprachlich immer vielfältiger. Zugleich verändern Technologien wie Chatbots und künstliche Intelligenz, wie wir sprechen und wie wir Sprachgrenzen überwinden. Auf globaler Ebene dagegen schwindet die sprachliche Vielfalt rapide: Tausende Sprachen sind bedroht, viele sind bereits für immer verschwunden. Die Ausstellung will für diese Vielfalt sensibilisieren und sie wertschätzen, Hintergrundwissen vermitteln und zum Nachdenken über die eigene Sprachwelt anregen. Sie fragt auch kritisch, wie Sprache als Machtinstrument wirkt: Ein einziges Wort kann eine ganze Generation empowern, doch Worte wurden immer wieder auch benutzt, um zu spalten und zu verletzen.
Sechs Themenräume, viele Perspektiven
Die Ausstellung führt durch sechs Themenräume, die jeweils eine Leitfrage stellen:
Sprachwelten - Was ist Sprache und wie nutzen wir sie? Der Prolog begibt sich auf Spurensuche nach den Ursprüngen der Sprache. Wie verarbeitet das Gehirn ein Wort? Warum können Tiere nicht sprechen wie wir? Was ist eine Sprachfamilie? Von Mythen, Legenden und Epen bis zum "digitalen Lagerfeuer" geht es darum, was Menschen einander erzählen und wie Sprache sie verbindet.
Vielfalt - Wie spricht die Welt? Schon vor über 4.000 Jahren waren Menschen mehrsprachig. Die Besucher:innen reisen von antiken Münzen durch die Geschichte der Sprachen bis zu Schlafliedern aus dem heutigen Berlin, die an der Audiostation "Berlin schläft ein" zu hören sind. Dazu kommen die Poesie, etwa in Liebesgedichten, und erfundene Sprachen wie Klingonisch und Elbisch.
Identität - Wie spreche ich? Sprache prägt, wer wir sind. Der Raum begleitet durch die Jugendsprache der letzten 100 Jahre, widmet sich Code-Switching, Geheimsprachen und Selbstermächtigung in der queeren Community und lädt dazu ein, die eigene Mehrsprachigkeit zu entdecken. Persönliche Sprachbiografien erzählen von Migration, Flucht, indigenen Sprachen, Gebärdensprachen und dem Spracherleben in Berlin heute.
Kontakt - Wie verstehen wir uns? Schon vor 500 Jahren lernten Menschen in einer neuen Sprache am liebsten zuerst Schimpfwörter. Der Raum zeigt, wie Menschen früher und heute Sprachgrenzen überwunden haben, von Lernmaterialien verschiedener Generationen bis zur Geschichte des Übersetzens und Dolmetschens. Dabei zählen nicht nur Wörter, sondern auch Kultur und Kontext. Und wie gut kann das eigentlich KI? An einer interaktiven Station können Besucher:innen ihr liebstes unübersetzbares Wort beisteuern.
Macht - Wie wirkt Sprache? Menschen protestieren mit Sprache, zeigen Solidarität und erobern Wörter zurück, die gegen sie verwendet wurden. Der Raum beleuchtet Sprachpolitik in der Zeit des europäischen Kolonialismus, politische Rhetorik, Sprachbarrieren und Inklusion, etwa durch Leichte Sprache und Unterstützte Kommunikation, sowie die Kraft von Ritualen wie Mantras und Gebeten. Wer sich selbst Mut zusprechen möchte, findet am Automaten für Mutbotschaften die passenden Worte. Auch das eigene Wissen über Amtsdeutsch lässt sich testen.
Zukunft - Wie wandelt sich Sprache? Der Epilog zeigt vier Zukunftsperspektiven: Chatbots beeinflussen, wie wir sprechen, Technologie lässt Sprachgrenzen verschwinden, Jugendliche leben Mehrsprachigkeit neu und Menschen setzen sich dafür ein, bedrohte Sprachen zu bewahren. Auch Deutsch verändert sich ständig, und alle verändern es mit. Im Quiz lässt sich herausfinden: Sprichst du Zukunftsdeutsch?
Mitmachen und Entdecken für alle Altersgruppen
Die Ausstellung setzt auf Interaktion. Besucher:innen erstellen ihr persönliches Sprachenporträt, schreiben ein Haiku (traditionelles japanisches Kurzgedicht) und teilen ihre Zukunftsvisionen. Lexi, das kleine blaue Sprachwesen, und seine bunte Bande begleiten Kinder und neugierige Erwachsene durch die gesamte Ausstellung. Gemeinsam finden sie heraus, was Sprache eigentlich ist, woher Wörter kommen, und erfinden selbst neue. So wird Sprache hörbar, sichtbar und fühlbar.
Die Ausstellung ist mehrsprachig und barrierearm gestaltet: Alle Inhalte sind auf Deutsch und Englisch verfügbar. Die Bereichstexte der Ausstellung sind zudem in Leichter Sprache, Deutscher Gebärdensprache und zehn weiteren Sprachen über QR-Code zugänglich, darunter Ukrainisch, Vietnamesisch, Türkisch und Arabisch.
Führungen, Workshops und Veranstaltungen
Jeden Sonntag um 13:30 Uhr findet eine öffentliche Führung statt. Für Schulklassen und Gruppen gibt es buchbare Führungen sowie 90-minütige Workshops, die auf die Klassenstufen abgestimmt sind. Für Grundschulen (3. bis 6. Klasse) stehen unter anderem "Schatzkiste für Eure schönsten Wörter", "Mission Sprach-Rätsel" und "Auf Sendung! Euer Podcast als Wort-Forscher:innen" zur Wahl. Ab der 7. Klasse und für Gruppen gibt es "Meine Sprachwelt - Deine Sprachwelt", "Du Arsch! Selber! Einführung in die gewaltfreie Kommunikation" und, ab der 9. Klasse, "Sprache. Macht. Welt. Wie Worte Wirklichkeit formen".
Weitere Veranstaltungen finden sich unter mfk-berlin.de/ausstellung-real-talk
Anne Stabler und Lianne Oonwalla haben die Ausstellung kuratiert.
Die Ausstellung wurde unterstützt von Cornelsen. Das Teilprojekt "Sprachbiografien - Vielfalt erleben, Demokratie stärken" innerhalb der Ausstellung wird gefördert durch Friede Springer Stiftung. Medienpartner ist arte.
Die Ausstellung im Überblick
Real Talk! Sprache. Macht. Welt.
6. November 2026 bis 27. Februar 2028
Museum für Kommunikation Berlin, Leipziger Straße 16, 10117 Berlin-Mitte
Dienstag bis Freitag 9-17 Uhr, Samstag, Sonntag und Feiertage 10-18 Uhr,
jeden 3. Mittwoch im Monat 9-20 Uhr,
geschlossen am 24., 25., 31.12.,1.1., Ostermontag und Pfingstmontag
mfk-berlin.de/ausstellung-real-talk
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