Berlin (ots) -
Wissen um Impfangebote in Apotheken stark gestiegen, Impfbereitschaft bei Grippe deutlich höher als bei Covid.
Die Bereitschaft, sich gegen Grippe impfen zu lassen, steigt in Deutschland seit drei Jahren kontinuierlich. Das zeigen aktuelle Ergebnisse einer repräsentativen Civey-Umfrage im Auftrag von Pharma Deutschland.
Impfungen genießen breite Zustimmung, Männer häufiger geimpft als Frauen
Die grundsätzliche Einstellung zu Impfungen in Deutschland ist positiv: 76,8 Prozent der Befragten gaben an, vom Nutzen von Impfungen überzeugt zu sein.
Die höchste Zustimmung zu Impfungen findet sich in den Altersgruppen der über 65-Jährigen (82,5 Prozent) sowie der 30- bis 39-Jährigen (75,4 Prozent). Am geringsten schätzen die 18- bis 29-Jährigen den Nutzen von Impfungen ein (72,5 Prozent).
48 Prozent der Befragten planen, sich in der aktuellen Herbst-/Wintersaison gegen Grippe impfen zu lassen. 2024 waren es noch 45,5 Prozent, 2025 46,9 Prozent.
Ein gegensätzlicher Trend zeigt sich bei der COVID-19-Impfung: Nur 22,8 Prozent der Befragten planen, sich in dieser Herbst-/Wintersaison impfen zu lassen. 2025 waren es 21,8 Prozent, 2024 noch 27,8 Prozent.
39,5 Prozent der Männer gaben an, aktuell über einen Impfschutz gegen Grippe zu verfügen. Bei den Frauen waren es dagegen nur 31,0 Prozent. Auch bei COVID-19 zeigt sich eine Lücke: 41,3 Prozent der Männer haben einen Impfschutz gegen COVID-19, bei den Frauen sind es lediglich 34,4 Prozent. Unterschiede beim Impfverhalten lassen sich auch regional feststellen. Während der Grippe-Impfschutz in Ost und West nahezu gleichauf liegt (West: 35,8 Prozent, Ost: 33,4 Prozent), fällt der Unterschied bei COVID-19 deutlich größer aus: 40,6 Prozent im Westen gegenüber 27,5 Prozent im Osten.
Impfangebote in Apotheken sind deutlich bekannter als im Vorjahr
76,5 Prozent der Befragten wissen, dass Apotheken Grippeschutzimpfungen anbieten können. 2024 und 2025 lag dieser Wert noch bei rund 52 Prozent. Fast die Hälfte der Befragten (48,8 Prozent) kann sich vorstellen, sich in einer Apotheke gegen Grippe impfen zu lassen. Dieser Wert liegt bereits seit 2024 auf einem ähnlichen Niveau.
"Die Apotheken sind die Gewinner unserer Umfrage. 3 von 4 Befragten kennen das Impfangebot der Apotheken. Jetzt gilt es, dieses Wissen in einen echten Präventionsfortschritt zu verwandeln und damit die Apotheken vor Ort als wichtige Gesundheitsinfrastruktur weiter zu stärken. Pharma Deutschland spricht sich dafür aus, Impfangebote möglichst niedrigschwellig zugänglich zu machen und die Bereitschaft der Bevölkerung zu nutzen. Dazu gehören auch Impfungen in Apotheken, Betrieben, eine bessere Erinnerung an anstehende Impfungen und unkomplizierte Terminmöglichkeiten. Entscheidend ist, dass Menschen entsprechend ihrer individuellen gesundheitlichen Situation und Co-Morbiditäten Zugang zu empfohlenen und medizinisch sinnvollen Impfungen haben", sagt Dorothee Brakmann, Hauptgeschäftsführerin Pharma Deutschland.
Dass ein niedrigschwelliger Zugang zu Impfungen für die Bevölkerung relevant ist, zeigt auch die Frage nach Maßnahmen, die zu häufigeren Impfungen motivieren könnten. 22,3 Prozent nennen Erinnerungen, etwa durch Krankenkassen oder Apps. 17,3 Prozent würden Impfungen an mehr Orten, beispielsweise in Apotheken, motivieren. Ebenfalls häufig genannt werden Kombinationsimpfungen (16,9 Prozent) und spontane Terminvergaben (16,8 Prozent). Mobile Impfteams, etwa am Arbeitsplatz, würden 10,9 Prozent der Befragten ansprechen.
Die Kostenübernahme für Grippeimpfungen ist nicht für alle Erwachsenen einheitlich geregelt. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten grundsätzlich für die von der STIKO empfohlenen Personengruppen. Für gesunde Erwachsene unter 60 Jahren und Kinder, die keiner Risikogruppe angehören, hängt die Kostenübernahme dagegen von der jeweiligen Krankenkasse ab. Einige Kassen bieten die Grippeimpfung als freiwillige Satzungsleistung für alle Versicherten an, andere nicht.
"Menschen sollten Impfangebote wahrnehmen, bevor sie schwer erkranken. Impfungen können Krankheitsverläufe verhindern oder abschwächen, Krankenhausaufenthalte vermeiden und dazu beitragen, dass Menschen gesund bleiben. Diese Entwicklung sollten wir unterstützen und nicht durch politische Entscheidungen erschweren", sagt Dorothee Brakmann von Pharma Deutschland.
Das GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz sieht ab 2027 einen erhöhten Herstellerabschlag von neun Prozent für patentgeschützte Impfstoffe sowie ein Preismoratorium bis Ende 2030 vor. Die Maßnahmen betreffen damit auch die Impfstoffproduktion. Pharma Deutschland sieht darin einen Widerspruch: Wer mehr Menschen für Impfungen gewinnen und Prävention stärken will, sollte die wirtschaftlichen Bedingungen für die Entwicklung und Bereitstellung von Impfstoffen nicht zusätzlich verschlechtern.
Zugehörige Grafiken finden sie auf unserer Webseite (https://www.pharmadeutschland.de/newsroom/news/grippesaison-20262027-umfrage-von-pharma-deutschland-zeigt-steigende-impfbereitschaft/).
---
Im Auftrag von Pharma Deutschland führt das Meinungsforschungsinstitut Civey seit Januar 2025 ein kontinuierliches Live-Monitoring zur individuellen medizinischen Versorgungssituation sowie zu Erfahrungen im Kontext pharmazeutischer Themen durch. Die Anzahl der Antworten, die stellvertretend für die Grundgesamtheit in der Stichprobe zur Berechnung des repräsentativen Ergebnisses berücksichtigt werden, liegt bei 5.000 Befragten. Die erhobenen Daten werden nach den sechs Landesverbänden von Pharma Deutschland differenziert analysiert. Die Ergebnisse sind repräsentativ für die angegebene Grundgesamtheit. Für die Berechnung regionaler Ergebnisse nutzt Civey Small-Area-Methoden mit einem Echtzeit-Modell. Dazu werden die Ergebnisse auf Basis einer modellbasierten, statistischen Methode für kleine Datenräume erhoben. Weitere Informationen und Ergebnisse finden Sie auf unserer Webseite (https://www.pharmadeutschland.de/pharmawissen-fuer-alle/gesundheitsmonitor/).
Der Pharma Deutschland e.V. ist der mitgliederstärkste Branchenverband der Pharmaindustrie in Deutschland. Er vertritt die Interessen von rund 400 Mitgliedsunternehmen, die in Deutschland ca. 80.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigen. Die in Pharma Deutschland e.V. organisierten Unternehmen tragen maßgeblich dazu bei, die Arzneimittelversorgung in Deutschland zu sichern. So stellen sie fast 80 Prozent der in Apotheken verkauften rezeptfreien und fast zwei Drittel der rezeptpflichtigen Arzneimittel sowie einen Großteil der stofflichen und dentalen Medizinprodukte für die Patientinnen und Patienten bereit. Unter www.pharmadeutschland.de gibt es mehr Informationen zu Pharma Deutschland.
Ihre Ansprechpartner in der Pressestelle von Pharma Deutschland:
Hannes Hönemann
Leiter Abteilung Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
T. +49 171 5618203
hoenemann@pharmadeutschland.de
Anna Frederike Gutzeit
CvD Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
T. +49 170 4548014
gutzeit@pharmadeutschland.de
Geschäftsstelle Berlin
Pharma Deutschland e.V.
Friedrichstraße 134
10117 Berlin
Geschäftsstelle Bonn
Pharma Deutschland e.V.
Ubierstraße 71-73
53173 Bonn
Geschäftsstelle Brüssel
Pharma Deutschland e.V.
Rue Marie de Bourgogne 58
1000 Brüssel
www.pharmadeutschland.de
LinkedIn: https://www.linkedin.com/company/pharmadeutschland/
Original-Content von: Pharma Deutschland e.V., übermittelt durch news aktuell
Originalmeldung: https://www.presseportal.de/pm/54882/6384825
Wissen um Impfangebote in Apotheken stark gestiegen, Impfbereitschaft bei Grippe deutlich höher als bei Covid.
Die Bereitschaft, sich gegen Grippe impfen zu lassen, steigt in Deutschland seit drei Jahren kontinuierlich. Das zeigen aktuelle Ergebnisse einer repräsentativen Civey-Umfrage im Auftrag von Pharma Deutschland.
Impfungen genießen breite Zustimmung, Männer häufiger geimpft als Frauen
Die grundsätzliche Einstellung zu Impfungen in Deutschland ist positiv: 76,8 Prozent der Befragten gaben an, vom Nutzen von Impfungen überzeugt zu sein.
Die höchste Zustimmung zu Impfungen findet sich in den Altersgruppen der über 65-Jährigen (82,5 Prozent) sowie der 30- bis 39-Jährigen (75,4 Prozent). Am geringsten schätzen die 18- bis 29-Jährigen den Nutzen von Impfungen ein (72,5 Prozent).
48 Prozent der Befragten planen, sich in der aktuellen Herbst-/Wintersaison gegen Grippe impfen zu lassen. 2024 waren es noch 45,5 Prozent, 2025 46,9 Prozent.
Ein gegensätzlicher Trend zeigt sich bei der COVID-19-Impfung: Nur 22,8 Prozent der Befragten planen, sich in dieser Herbst-/Wintersaison impfen zu lassen. 2025 waren es 21,8 Prozent, 2024 noch 27,8 Prozent.
39,5 Prozent der Männer gaben an, aktuell über einen Impfschutz gegen Grippe zu verfügen. Bei den Frauen waren es dagegen nur 31,0 Prozent. Auch bei COVID-19 zeigt sich eine Lücke: 41,3 Prozent der Männer haben einen Impfschutz gegen COVID-19, bei den Frauen sind es lediglich 34,4 Prozent. Unterschiede beim Impfverhalten lassen sich auch regional feststellen. Während der Grippe-Impfschutz in Ost und West nahezu gleichauf liegt (West: 35,8 Prozent, Ost: 33,4 Prozent), fällt der Unterschied bei COVID-19 deutlich größer aus: 40,6 Prozent im Westen gegenüber 27,5 Prozent im Osten.
Impfangebote in Apotheken sind deutlich bekannter als im Vorjahr
76,5 Prozent der Befragten wissen, dass Apotheken Grippeschutzimpfungen anbieten können. 2024 und 2025 lag dieser Wert noch bei rund 52 Prozent. Fast die Hälfte der Befragten (48,8 Prozent) kann sich vorstellen, sich in einer Apotheke gegen Grippe impfen zu lassen. Dieser Wert liegt bereits seit 2024 auf einem ähnlichen Niveau.
"Die Apotheken sind die Gewinner unserer Umfrage. 3 von 4 Befragten kennen das Impfangebot der Apotheken. Jetzt gilt es, dieses Wissen in einen echten Präventionsfortschritt zu verwandeln und damit die Apotheken vor Ort als wichtige Gesundheitsinfrastruktur weiter zu stärken. Pharma Deutschland spricht sich dafür aus, Impfangebote möglichst niedrigschwellig zugänglich zu machen und die Bereitschaft der Bevölkerung zu nutzen. Dazu gehören auch Impfungen in Apotheken, Betrieben, eine bessere Erinnerung an anstehende Impfungen und unkomplizierte Terminmöglichkeiten. Entscheidend ist, dass Menschen entsprechend ihrer individuellen gesundheitlichen Situation und Co-Morbiditäten Zugang zu empfohlenen und medizinisch sinnvollen Impfungen haben", sagt Dorothee Brakmann, Hauptgeschäftsführerin Pharma Deutschland.
Dass ein niedrigschwelliger Zugang zu Impfungen für die Bevölkerung relevant ist, zeigt auch die Frage nach Maßnahmen, die zu häufigeren Impfungen motivieren könnten. 22,3 Prozent nennen Erinnerungen, etwa durch Krankenkassen oder Apps. 17,3 Prozent würden Impfungen an mehr Orten, beispielsweise in Apotheken, motivieren. Ebenfalls häufig genannt werden Kombinationsimpfungen (16,9 Prozent) und spontane Terminvergaben (16,8 Prozent). Mobile Impfteams, etwa am Arbeitsplatz, würden 10,9 Prozent der Befragten ansprechen.
Die Kostenübernahme für Grippeimpfungen ist nicht für alle Erwachsenen einheitlich geregelt. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten grundsätzlich für die von der STIKO empfohlenen Personengruppen. Für gesunde Erwachsene unter 60 Jahren und Kinder, die keiner Risikogruppe angehören, hängt die Kostenübernahme dagegen von der jeweiligen Krankenkasse ab. Einige Kassen bieten die Grippeimpfung als freiwillige Satzungsleistung für alle Versicherten an, andere nicht.
"Menschen sollten Impfangebote wahrnehmen, bevor sie schwer erkranken. Impfungen können Krankheitsverläufe verhindern oder abschwächen, Krankenhausaufenthalte vermeiden und dazu beitragen, dass Menschen gesund bleiben. Diese Entwicklung sollten wir unterstützen und nicht durch politische Entscheidungen erschweren", sagt Dorothee Brakmann von Pharma Deutschland.
Das GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz sieht ab 2027 einen erhöhten Herstellerabschlag von neun Prozent für patentgeschützte Impfstoffe sowie ein Preismoratorium bis Ende 2030 vor. Die Maßnahmen betreffen damit auch die Impfstoffproduktion. Pharma Deutschland sieht darin einen Widerspruch: Wer mehr Menschen für Impfungen gewinnen und Prävention stärken will, sollte die wirtschaftlichen Bedingungen für die Entwicklung und Bereitstellung von Impfstoffen nicht zusätzlich verschlechtern.
Zugehörige Grafiken finden sie auf unserer Webseite (https://www.pharmadeutschland.de/newsroom/news/grippesaison-20262027-umfrage-von-pharma-deutschland-zeigt-steigende-impfbereitschaft/).
---
Im Auftrag von Pharma Deutschland führt das Meinungsforschungsinstitut Civey seit Januar 2025 ein kontinuierliches Live-Monitoring zur individuellen medizinischen Versorgungssituation sowie zu Erfahrungen im Kontext pharmazeutischer Themen durch. Die Anzahl der Antworten, die stellvertretend für die Grundgesamtheit in der Stichprobe zur Berechnung des repräsentativen Ergebnisses berücksichtigt werden, liegt bei 5.000 Befragten. Die erhobenen Daten werden nach den sechs Landesverbänden von Pharma Deutschland differenziert analysiert. Die Ergebnisse sind repräsentativ für die angegebene Grundgesamtheit. Für die Berechnung regionaler Ergebnisse nutzt Civey Small-Area-Methoden mit einem Echtzeit-Modell. Dazu werden die Ergebnisse auf Basis einer modellbasierten, statistischen Methode für kleine Datenräume erhoben. Weitere Informationen und Ergebnisse finden Sie auf unserer Webseite (https://www.pharmadeutschland.de/pharmawissen-fuer-alle/gesundheitsmonitor/).
Der Pharma Deutschland e.V. ist der mitgliederstärkste Branchenverband der Pharmaindustrie in Deutschland. Er vertritt die Interessen von rund 400 Mitgliedsunternehmen, die in Deutschland ca. 80.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigen. Die in Pharma Deutschland e.V. organisierten Unternehmen tragen maßgeblich dazu bei, die Arzneimittelversorgung in Deutschland zu sichern. So stellen sie fast 80 Prozent der in Apotheken verkauften rezeptfreien und fast zwei Drittel der rezeptpflichtigen Arzneimittel sowie einen Großteil der stofflichen und dentalen Medizinprodukte für die Patientinnen und Patienten bereit. Unter www.pharmadeutschland.de gibt es mehr Informationen zu Pharma Deutschland.
Ihre Ansprechpartner in der Pressestelle von Pharma Deutschland:
Hannes Hönemann
Leiter Abteilung Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
T. +49 171 5618203
hoenemann@pharmadeutschland.de
Anna Frederike Gutzeit
CvD Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
T. +49 170 4548014
gutzeit@pharmadeutschland.de
Geschäftsstelle Berlin
Pharma Deutschland e.V.
Friedrichstraße 134
10117 Berlin
Geschäftsstelle Bonn
Pharma Deutschland e.V.
Ubierstraße 71-73
53173 Bonn
Geschäftsstelle Brüssel
Pharma Deutschland e.V.
Rue Marie de Bourgogne 58
1000 Brüssel
www.pharmadeutschland.de
LinkedIn: https://www.linkedin.com/company/pharmadeutschland/
Original-Content von: Pharma Deutschland e.V., übermittelt durch news aktuell
Originalmeldung: https://www.presseportal.de/pm/54882/6384825
© 2026 news aktuell
