Düsseldorf (ots) -
Ob echt oder KI-generiert: Für Kinder und Jugendliche macht es kaum einen Unterschied, wenn es um intime Darstellungen der eigenen Person geht. 90 Prozent würden einen sexuellen Deepfake von sich als genauso schlimm empfinden wie ein echtes Nacktbild. Das zeigt eine erstmals durchgeführte Studie der Landesanstalt für Medien NRW.
Mehr als zwei Drittel der Befragten (68 %) fürchten, dass von ihnen ein KI-generiertes Nacktbild oder -video erstellt werden könnte. Besonders groß ist die Sorge bei Mädchen (75 %) und den Elf- bis 13-Jährigen (72 %).
"Die Bilder sind fake, die Bloßstellung ist real. Deshalb brauchen wir rechtlichen Schutz und frühzeitige Prävention. Dass die Bundesregierung mit ihrem Gesetzentwurf zum Schutz vor digitaler Gewalt auch gegen sexuelle Deepfakes vorgehen will, ist ein wichtiger Schritt", sagt Dr. Tobias Schmid, Direktor der Landesanstalt für Medien NRW.
Sexuelle Deepfakes erreichen Kinder auch über KI-Apps und Klassenchats
Jede achte befragte Person gibt an, bereits einen sexuellen Deepfake gesehen zu haben. Am häufigsten geschieht dies über Social Media (45 %), gefolgt von öffentlichen Gruppen und Kanälen (19 %). Bei den Elf- bis 13-Jährigen, die bereits sexuelle Deepfakes gesehen haben, spielen neben KI-Plattformen oder -Apps (26 %) auch Gruppenchats (22 %) und Klassenchats (17 %) eine wichtige Rolle.
Neue Technik, alte Denkmuster
Die gute Nachricht: Eine große Mehrheit der Kinder und Jugendlichen (91 %) nimmt Belästigungen von Mädchen und Frauen im Netz genauso ernst wie im realen Leben. Gleichzeitig zeigen sich auch problematische Einstellungen: 27 Prozent stimmen der Aussage zu, Mädchen trügen eine Mitschuld an Online-Belästigungen, wenn sie sich freizügig zeigen. 30 Prozent glauben, manche Belästigungsvorwürfe würden nur erhoben, um Aufmerksamkeit zu bekommen.
Den Studienbericht finden Sie zum Nachlesen hier (https://www.medienanstalt-nrw.de/presse/pressemitteilungen/pressemitteilungen-2026/2026/november/umfrage-zu-sexuellen-deepfakes.html).
Pressekontakt:
Felicia Evertz
E-Mail: presse@medienanstalt-nrw.de
Original-Content von: Landesanstalt für Medien NRW, übermittelt durch news aktuell
Originalmeldung: https://www.presseportal.de/pm/63026/6384941
Ob echt oder KI-generiert: Für Kinder und Jugendliche macht es kaum einen Unterschied, wenn es um intime Darstellungen der eigenen Person geht. 90 Prozent würden einen sexuellen Deepfake von sich als genauso schlimm empfinden wie ein echtes Nacktbild. Das zeigt eine erstmals durchgeführte Studie der Landesanstalt für Medien NRW.
Mehr als zwei Drittel der Befragten (68 %) fürchten, dass von ihnen ein KI-generiertes Nacktbild oder -video erstellt werden könnte. Besonders groß ist die Sorge bei Mädchen (75 %) und den Elf- bis 13-Jährigen (72 %).
"Die Bilder sind fake, die Bloßstellung ist real. Deshalb brauchen wir rechtlichen Schutz und frühzeitige Prävention. Dass die Bundesregierung mit ihrem Gesetzentwurf zum Schutz vor digitaler Gewalt auch gegen sexuelle Deepfakes vorgehen will, ist ein wichtiger Schritt", sagt Dr. Tobias Schmid, Direktor der Landesanstalt für Medien NRW.
Sexuelle Deepfakes erreichen Kinder auch über KI-Apps und Klassenchats
Jede achte befragte Person gibt an, bereits einen sexuellen Deepfake gesehen zu haben. Am häufigsten geschieht dies über Social Media (45 %), gefolgt von öffentlichen Gruppen und Kanälen (19 %). Bei den Elf- bis 13-Jährigen, die bereits sexuelle Deepfakes gesehen haben, spielen neben KI-Plattformen oder -Apps (26 %) auch Gruppenchats (22 %) und Klassenchats (17 %) eine wichtige Rolle.
Neue Technik, alte Denkmuster
Die gute Nachricht: Eine große Mehrheit der Kinder und Jugendlichen (91 %) nimmt Belästigungen von Mädchen und Frauen im Netz genauso ernst wie im realen Leben. Gleichzeitig zeigen sich auch problematische Einstellungen: 27 Prozent stimmen der Aussage zu, Mädchen trügen eine Mitschuld an Online-Belästigungen, wenn sie sich freizügig zeigen. 30 Prozent glauben, manche Belästigungsvorwürfe würden nur erhoben, um Aufmerksamkeit zu bekommen.
Den Studienbericht finden Sie zum Nachlesen hier (https://www.medienanstalt-nrw.de/presse/pressemitteilungen/pressemitteilungen-2026/2026/november/umfrage-zu-sexuellen-deepfakes.html).
Pressekontakt:
Felicia Evertz
E-Mail: presse@medienanstalt-nrw.de
Original-Content von: Landesanstalt für Medien NRW, übermittelt durch news aktuell
Originalmeldung: https://www.presseportal.de/pm/63026/6384941
© 2026 news aktuell
