DJ PRESSESPIEGEL/Unternehmen
Die wirtschaftsrelevanten Themen aus den Medien, zusammengestellt von Dow Jones Newswires.
BLUE ORIGIN - Das Unternehmen von Jeff Bezos wird in diesem Jahr keinen Start ihrer New-Glenn-Rakete durchführen. Das Unternehmen teilte Mitarbeitern mit, dass nun ein Start im Januar 2027 angestrebt werde. Dem waren eine Explosion und Arbeiten an der Startrampe in Florida vorausgegangen. Blue Origin erleidet damit einen weiteren Rückschlag im Konkurrenzkampf mit SpaceX. (Financial Times)
COMMERZBANK - Commerzbank-Chefin Bettina Orlopp schwenkt voll auf Unicredit-Linie ein: Ihr Institut will nun schnell Synergien im Einkauf, bei den Technologieplattformen und KI heben. Erstmals beharrte sie nicht mehr auf dem Fortbestand des Auslandsnetzes der Bank. Bereits die erste Phase der Integration, während der das Frankfurter Institut noch gut 50% außenstehende Aktionäre hat, könne "signifikantes Wertpotenzial" bieten, sagte Bankchefin Bettina Orlopp am Donnerstag bei der Quartalspräsentation. In Phase eins werde es zu einer "Optimierung" der überschneidenden Standorte im Ausland kommen, sagte sie. Unicredit ist nur in 13 Ländern tätig, primär in Osteuropa. Orcel hatte im Juli erklärt, das Netz der Commerzbank kräftig zurückschneiden zu wollen. Vergangene Woche schlug er mildere Töne an, er wolle "auf den bestehenden Netzwerken" von HVB und Commerzbank "aufbauen". Orlopp warb dafür, die starke Position ihres Instituts in Asien auch künftig im gemeinsamen Konzern zu nutzen. (Börsen-Zeitung)
KNDS - Der Bund hat mit der Eigentümerfamilie von KNDS eine grundsätzliche Einigung erzielt. Das wurde der Börsen-Zeitung aus Kreisen der Bundesregierung bestätigt. Es gehe um den Erwerb einer Beteiligung von 50 Prozent. Nach Informationen aus Finanzkreisen zahlt der Bund dafür nur 5,6 Milliarden Euro. Bisher hatte der Haushaltsausschuss für eine frühere Einigung, die aber an den zunächst missglückten Börsengang von KNDS geknüpft war, grünes Licht gegeben, um für 40 Prozent einen Betrag von 6 bis 7,2 Mrd. Euro zu bezahlen. (Börsen-Zeitung)
VOLKSWAGEN - Volkswagens Finanzsparte rechnet dieses Jahr mit mehr als einer Milliarde Euro Sonderabschreibungen auf Leasingfahrzeuge. Das wäre der höchste Wert seit mindestens zwei Jahrzehnten. Der Grund: Neben Elektroautos verlieren inzwischen auch gebrauchte Benziner und Diesel an Wert. Das trifft Volkswagen Financial Services (VWFS) als einen der wichtigsten Gewinnlieferanten des Konzerns in besonderem Maße. Die Einheit vermarktet regelmäßig Leasingrückläufer weiter. Rund 600.000 Fahrzeuge will VWFS dieses Jahr weiterverkaufen, vier von fünf sind Verbrenner. Deren Wertverlust tue "überproportional weh", sagte VWFS-Chef Anthony Bandmann. Hohe Spritpreise bewegten Käufer zum Umstieg auf Elektroautos und drückten den Wiederverkaufswert gebrauchter Diesel und Benziner. (Handelsblatt)
RITTER SPORT - Der Schokoladenhersteller Alfred Ritter GmbH hat im Markenrechtsstreit gegen die Firma Wacker aus Mannheim vor dem Oberlandesgericht Stuttgart gewonnen. Das Gericht gab der Klage des Ritter-Sport-Herstellers auf Unterlassung und Schadenersatz wegen des quadratischen Haferriegels "Monnemer Quadrat Bio" der Firma Wacker statt, wie der Vorsitzende Richter sagte. Die Verpackungen seien "überdurchschnittlich" ähnlich, die Waren seien zumindest "durchschnittlich" ähnlich, sagte der Richter. Es bestehe Verwechslungsgefahr bei den Produkten. Das Urteil ist nicht rechtskräftig. Die Wacker GmbH aus Mannheim will in dem Markenrechtsstreit aber nicht aufgeben: Die Geschäftsführer Melanie und Matteo Wacker kündigten nach dem Urteil des Oberlandesgerichts Stuttgart gegen die Mannheimer Firma den Gang vor den Bundesgerichtshof an. (Manager-Magazin)
- Alle Angaben ohne Gewähr.
Kontakt zum Autor: unternehmen.de@dowjones.com
DJG/hab/cbr
(END) Dow Jones Newswires
November 06, 2026 00:28 ET (05:28 GMT)
Copyright (c) 2026 Dow Jones & Company, Inc.




