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MÄRKTE ASIEN/Technologie-Absturz im Verlauf etwas gebremst

DJ MÄRKTE ASIEN/Technologie-Absturz im Verlauf etwas gebremst

DOW JONES--An den asiatischen Börsen hat am Freitag im Technologiesektor Ausverkaufsstimmung geherrscht. Nach der Baisse in den USA folgten die lokalen Aktienmärkte angeführt vom Technologiesektor den düsteren US-Vorlagen. Besonders heftig erwischte es wie schon am Vortag die Börsen in Japan und Südkorea, wo panikartige Verkäufe im Technologiesektor die Leitindizes im frühen Geschäft tief in den Keller drückten. Zuletzt stabilisierten sich die Indizes auf etwas höherem Niveau. Händler sprachen von wachsenden Zweifeln hinsichtlich der Investitionen in Künstliche Intelligenz (KI) nach den US-Zwischenwahlen. Denn die siegreichen Demokraten wollen den Bereich stärker regulieren.

"Die scharfe Korrektur ist zum Teil eine Neubewertung der künftigen US-Infrastrukturnachfrage, spiegelt aber auch wider, wie stark sich Anleger bei denselben Gewinnern des KI-Booms positioniert haben", sagte Chef-Anlagestrategin Charu Chanana von Saxo Markets. Südkorea und Taiwan seien zu konzentrierten Risikopositionen im globalen KI-Hardwarezyklus geworden, insbesondere bei Logik- und Speicherchips. Japan weise ein erhebliches Engagement durch Chipausrüstungs- und Industriezulieferer auf.

In Seoul kam es erneut zu Volatilitätsunterbrechungen des Handels, der Kospi stürzte um 6 Prozent ab - auf Wochensicht betrug das Minus 12 Prozent. Allerdings hatte der südkoreanische und technologielastige Leitindex im frühen Handel schon rund 9 Prozent im Minus gelegen. Er bewegte sich auf dem tiefsten Stand seit Anfang Februar. Die Technologie-Schwergewichte Samsung Electronics und SK Hynix rutschen um 6,4 bzw. 10,4 Prozent ab. Der Kospi wirke überverkauft, urteilte Nomura.

Der Nikkei-225 bewegt sich im Bärenmarktmodus (mehr als 20 Prozent unter seinem jüngsten Hoch von Juni) und sank um 6 Prozent auf 57.435 Punkte, hatte aber bereits über 7 Prozent hinten gelegen. Gleichwohl verbuchte der japanische Leitindex den höchsten Tagesverlust seit April 2025 und rutschte auf das tiefste Niveau seit dem 13. April. Zu den größten Verlierern zählten der Halbleitersektor, Advantest büßten 5 Prozent ein, Kioxia Holdings gar 8,7 Prozent - Softbank Group brachen um 10,8 Prozent ein. Bereits am Vortag hatten diese Werte heftig Federn gelassen.

Sony verloren 1,6 Prozent. Der Elektronikkonzern hatte am Vortag nachbörslich Geschäftszahlen vorgelegt und nach einem Gewinnsprung die Prognose erhöht- Aber in diesem negativen Marktumfeld spielte das keine Rolle. Anleger steuerten stattdessen die vermeintliche Sicherheit des Anleihemarktes an, die Renditen japanischer Staatsanleihen fielen daher. Zudem dämpfte der jüngste Preisverfall bei Rohöl die Inflationssorgen und damit auch Zinserhöhungsspekulationen.

Der ebenfalls sehr technologielastige Taiex in Taiwan büßte 4,5 Prozent ein und lag in der Spitze fast 9 Prozent hinten. Taiwan Semiconductor Manufacturing Co sanken um 4,7 Prozent. In der Volksrepublik hielten sie die Börsen besser, bereits am Vortag hatten Maßnahmen Pekings insbesondere den Halbleitersektor gestützt. Der Shanghai-Composite verlor 1,1 Prozent, der HSI in Hongkong im späten Handel auch 1,1 Prozent. Der australische S&P/ASX-200, in dem Technologietitel keine große Rolle spielen, verlor nur 0,5 Prozent.

=== 
INDEX            zuletzt +/- %   % YTD Handelsschluss 
S&P/ASX 200 (Sydney)    9.020,80  -0,5    +3,5      06:00 
Nikkei-225        57.434,77  -6,0     -      07:30 
Topix 500 (Tokio)     2.897,72  -6,0    +8,9      07:30 
Kospi (Seoul)       5.059,69  -6,0   +20,1      07:30 
Hang-Seng (Hongkong)   24.519,26  -1,1    -4,3      09:00 
Shanghai-Composite     3.649,18  -1,1    -8,1      08:00 
Straits-Times (Singapur)  5.153,93  -2,7   +11,0      10:00 
IDX Comp. (Indonesien)   4.978,71  -1,0   -42,4      10:00 
KLCI (Malaysia)      1.612,09  -1,5    -4,0      10:00 
 
DEVISEN           zuletzt +/- %   00:00    Do, 08:44 % YTD 
EUR/USD           1,1179  -0,4   1,1218     1,1243  -4,8 
EUR/JPY           176,68  -0,1   176,87     177,76  -4,0 
EUR/GBP           0,8336  -0,1   0,8340     0,8343  -4,4 
USD/JPY           158,05  +0,3   157,66     158,09  +0,9 
USD/KRW          1.354,70  -0,2  1.357,90    1.341,09  -6,0 
USD/CNY           6,6682  0,0   6,6680     6,6701  -4,7 
USD/CNH           6,6653  +0,0   6,6648     6,6689  -4,5 
USD/HKD           7,8378  -0,0   7,8411     7,8441  +0,7 
AUD/USD           0,6874  -0,8   0,6929     0,7014  +3,0 
NZD/USD           0,5556  -0,6   0,5592     0,5641  -3,5 
BTC/USD          75.391,41  -0,5 75.752,79    80.378,93 -14,0 
 
ROHÖL            zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex           91,43  +1,0    0,91      90,52 
Brent/ICE           99,25  +1,0    0,96      98,29 
 
Metalle           zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold            4.050,26  -0,9   -37,08    4.087,34 
Silber            51,44  -0,6   -0,31      51,75 
Platin           1.507,96  -0,6   -9,07    1.517,03 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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November 06, 2026 02:42 ET (07:42 GMT)

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