Köln (ots) -
Die Kölner Hilfsorganisation Islamic Relief Deutschland hat im Jahr 2025 mit 38,7 Millionen Euro so viele Spenden erhalten wie noch nie, 8,5 Prozent mehr als im Vorjahr. Das Projektvolumen stieg von 21,9 auf 31,1 Millionen Euro, während der Anteil der Verwaltungskosten von 19,19 auf 16,04 Prozent sank. Der kürzlich veröffentlichte Jahresbericht 2025 zeigt, wie Hilfe in Krisenregionen konkret wirkt.
Kriege, Vertreibung, Hunger, Armut und die Folgen der Klimakrise prägten 2025 das Leben von Millionen Menschen weltweit. Islamic Relief Deutschland leistete gemeinsam mit seinem weltweiten Netzwerk, lokalen Partnerorganisationen, Spenderinnen und Spendern sowie Freiwilligen Nothilfe, stärkte Gemeinschaften und schuf langfristige Perspektiven. Rund 42 Prozent mehr Mittel als im Vorjahr flossen in die Projektarbeit, auch weil die Organisation bewusst Rücklagen auflöste, um den weltweiten Krisen entschlossen zu begegnen. Die Projekte reichten von lebensrettender Ernährungshilfe und medizinischer Versorgung bis zu Katastrophenvorsorge und Bildung.
"Wir helfen unabhängig von Herkunft, Religion, Geschlecht oder politischer Zugehörigkeit. Für uns steht der Mensch im Mittelpunkt: mit seiner Würde, seinen Rechten und seiner Hoffnung auf ein Leben in Sicherheit. Und wir erleben jeden Tag, dass Hilfe wirkt", sagt Michael Pfaff, Geschäftsführer von Islamic Relief Deutschland.
Sudan: Nothilfe als Lebensader und sichere Schulen
Seit April 2023 erlebt der Sudan eine der schwersten humanitären Krisen der Welt. Der Konflikt zwischen der sudanesischen Armee und der paramilitärischen RSF hat Millionen Menschen vertrieben, rund 19,5 Millionen sind nach UN-Angaben (IPC) akut von Hunger bedroht. In Darfur unterstützt Islamic Relief Deutschland in Tawila, Golo und Al-Dabbah rund 11.760 besonders gefährdete Vertriebene mit Nahrungsmitteln und lebenswichtigen Hilfsgütern. Im Bundesstaat Khartum werden vier kriegsbetroffene Schulen mit Wasser-, Sanitär- und Hygieneanlagen samt Solarsystemen ausgestattet, Klassenräume renoviert und psychosoziale Angebote geschaffen, damit rund 2.500 Kinder wieder sicher lernen können. Möglich machen das lokale Teams, die auch dort präsent bleiben, wo internationale Organisationen kaum noch Zugang haben.
Syrien und Türkei: Gesundheit, sichere Schulen und Lebensgrundlagen
Das Projekt "Restoring Hope" erreicht in fünf Gouvernoraten Syriens 158.500 Menschen, davon über 84.000 Frauen und Mädchen. Zehn Gesundheitszentren und 20 Schulen werden wiederhergestellt, solarbetriebene Wasserstationen versorgen Haushalte, Schulen und Gesundheitseinrichtungen, und in Idlib entstehen dauerhafte Unterkünfte für besonders schutzbedürftige vertriebene Familien. In der Türkei wurde nach den Erdbeben von 2023 in Kahramanmaras eine erdbebensichere Schule für rund 994 Kinder wiederaufgebaut. In Gaziantep und Hatay wurden zudem 200 Kleinunternehmerinnen und -unternehmer geschult. 125 von ihnen erhalten Zuschüsse von bis zu 3.600 Euro, Frauen und Menschen mit Behinderung werden vorrangig gefördert.
Marokko: Sichere Häuser nach dem Erdbeben
Nach dem Atlas-Erdbeben errichtete Islamic Relief Deutschland gemeinsam mit Help - Hilfe zur Selbsthilfe und lokalen Partnern 36 erdbebensichere Häuser. Hafidha aus Tafaghaghte verlor beim Erdbeben ihr Zuhause und ihren 23-jährigen Sohn. Nach Wochen in einer Notunterkunft lebt sie heute mit ihrer Familie in einem sicheren Haus mit eigener Küche und Wasseranschluss. Für sie bedeutet das nicht nur Schutz, sondern auch neue Hoffnung. Weitere Projekte zur Gesundheit von Schulkindern und zur Wasserversorgung laufen bereits.
Islamic Relief Deutschland dankt allen Spenderinnen und Spendern, Förderern, Partnern, Mitarbeitenden und Ehrenamtlichen und will weiterhin verantwortungsvoll, transparent und gewissenhaft mit jeder anvertrauten Unterstützung umgehen. "Wir sind unseren Spenderinnen und Spendern sowie unseren Ehrenamtlichen sehr dankbar. Sie haben auch 2025 Mitgefühl für Notleidende gezeigt, Verantwortung übernommen und sich engagiert. Dieses Vertrauen ist für uns Verpflichtung und Ansporn zugleich", so Pfaff.
Mehr Infos
MuTeS-Seelsorge in Deutschland: Zuhören, begleiten, stärken
Das 2009 von Islamic Relief Deutschland gegründete Muslimische SeelsorgeTelefon (MuTeS) steht allen Menschen in Notsituationen offen, unabhängig von Religion oder Herkunft. Im Jahr 2025 nahmen die ehrenamtlichen Seelsorgerinnen und Seelsorger 5.283 Anrufe entgegen und unterstützten Menschen bei persönlichen Krisen, familiären Herausforderungen, Trauer, Einsamkeit oder psychischen Belastungen. Rund um die Uhr standen dafür insgesamt 77 geschulte Ehrenamtliche in Schichten bereit. In Kooperation mit der Kirchlichen Telefonseelsorge Berlin-Brandenburg bildet MuTeS jährlich neue Telefonseelsorgende aus, 2025 schlossen 15 Absolventinnen und Absolventen die Ausbildung ab. MuTeS ist unter 030 443 509 821 sowie auf www.mutes.de erreichbar.
"Speisen für Waisen" und Patenschaften: 14.000 Kinder in 25 Ländern erreicht
Die Aktion "Speisen für Waisen" fand 2025 bereits zum 13. Mal statt. Unter dem Motto "Gemeinsam essen, gemeinsam helfen" sammelten Menschen bei gemeinsamen Mahlzeiten 393.000 Euro für Waisenkinder in Gaza, Jemen, Sudan und Syrien. Insgesamt unterstützte Islamic Relief Deutschland im Jahr 2025 14.000 Kinder in 25 Ländern. Gemeinsam mit den Partnern des weltweiten Netzwerks erreicht die Organisation mehr als 85.000 Waisenkinder in 26 Ländern.
Link zum Jahresbericht: https://www.islamicrelief.de/transparenz/jahresbericht/
Über Islamic Relief Deutschland
Islamic Relief Deutschland ist eine humanitäre Hilfsorganisation mit Sitz in Köln und Teil des internationalen Netzwerks Islamic Relief Worldwide. Seit 1996 setzt sich die Organisation für Menschen ein, die von Armut, Konflikten, Krisen und Naturkatastrophen betroffen sind. Gemeinsam mit lokalen Partnern leistet sie lebensrettende Nothilfe, unterstützt den Wiederaufbau und fördert langfristige Entwicklungsprojekte. Das weltweite Netzwerk von Islamic Relief ist in mehr als 40 Ländern tätig. Darüber hinaus engagiert sich Islamic Relief Deutschland in nationalen und internationalen Bündnissen wie VENRO, der Klima-Allianz Deutschland und CAN Europe.
Pressekontakt:
Sara Ahmed Martinez, Pressereferentin
Telefon: 01512 205 05 77
E-Mail: presse@islamicrelief.de
Original-Content von: Islamic Relief Deutschland e.V., übermittelt durch news aktuell
Originalmeldung: https://www.presseportal.de/pm/50131/6385316
Die Kölner Hilfsorganisation Islamic Relief Deutschland hat im Jahr 2025 mit 38,7 Millionen Euro so viele Spenden erhalten wie noch nie, 8,5 Prozent mehr als im Vorjahr. Das Projektvolumen stieg von 21,9 auf 31,1 Millionen Euro, während der Anteil der Verwaltungskosten von 19,19 auf 16,04 Prozent sank. Der kürzlich veröffentlichte Jahresbericht 2025 zeigt, wie Hilfe in Krisenregionen konkret wirkt.
Kriege, Vertreibung, Hunger, Armut und die Folgen der Klimakrise prägten 2025 das Leben von Millionen Menschen weltweit. Islamic Relief Deutschland leistete gemeinsam mit seinem weltweiten Netzwerk, lokalen Partnerorganisationen, Spenderinnen und Spendern sowie Freiwilligen Nothilfe, stärkte Gemeinschaften und schuf langfristige Perspektiven. Rund 42 Prozent mehr Mittel als im Vorjahr flossen in die Projektarbeit, auch weil die Organisation bewusst Rücklagen auflöste, um den weltweiten Krisen entschlossen zu begegnen. Die Projekte reichten von lebensrettender Ernährungshilfe und medizinischer Versorgung bis zu Katastrophenvorsorge und Bildung.
"Wir helfen unabhängig von Herkunft, Religion, Geschlecht oder politischer Zugehörigkeit. Für uns steht der Mensch im Mittelpunkt: mit seiner Würde, seinen Rechten und seiner Hoffnung auf ein Leben in Sicherheit. Und wir erleben jeden Tag, dass Hilfe wirkt", sagt Michael Pfaff, Geschäftsführer von Islamic Relief Deutschland.
Sudan: Nothilfe als Lebensader und sichere Schulen
Seit April 2023 erlebt der Sudan eine der schwersten humanitären Krisen der Welt. Der Konflikt zwischen der sudanesischen Armee und der paramilitärischen RSF hat Millionen Menschen vertrieben, rund 19,5 Millionen sind nach UN-Angaben (IPC) akut von Hunger bedroht. In Darfur unterstützt Islamic Relief Deutschland in Tawila, Golo und Al-Dabbah rund 11.760 besonders gefährdete Vertriebene mit Nahrungsmitteln und lebenswichtigen Hilfsgütern. Im Bundesstaat Khartum werden vier kriegsbetroffene Schulen mit Wasser-, Sanitär- und Hygieneanlagen samt Solarsystemen ausgestattet, Klassenräume renoviert und psychosoziale Angebote geschaffen, damit rund 2.500 Kinder wieder sicher lernen können. Möglich machen das lokale Teams, die auch dort präsent bleiben, wo internationale Organisationen kaum noch Zugang haben.
Syrien und Türkei: Gesundheit, sichere Schulen und Lebensgrundlagen
Das Projekt "Restoring Hope" erreicht in fünf Gouvernoraten Syriens 158.500 Menschen, davon über 84.000 Frauen und Mädchen. Zehn Gesundheitszentren und 20 Schulen werden wiederhergestellt, solarbetriebene Wasserstationen versorgen Haushalte, Schulen und Gesundheitseinrichtungen, und in Idlib entstehen dauerhafte Unterkünfte für besonders schutzbedürftige vertriebene Familien. In der Türkei wurde nach den Erdbeben von 2023 in Kahramanmaras eine erdbebensichere Schule für rund 994 Kinder wiederaufgebaut. In Gaziantep und Hatay wurden zudem 200 Kleinunternehmerinnen und -unternehmer geschult. 125 von ihnen erhalten Zuschüsse von bis zu 3.600 Euro, Frauen und Menschen mit Behinderung werden vorrangig gefördert.
Marokko: Sichere Häuser nach dem Erdbeben
Nach dem Atlas-Erdbeben errichtete Islamic Relief Deutschland gemeinsam mit Help - Hilfe zur Selbsthilfe und lokalen Partnern 36 erdbebensichere Häuser. Hafidha aus Tafaghaghte verlor beim Erdbeben ihr Zuhause und ihren 23-jährigen Sohn. Nach Wochen in einer Notunterkunft lebt sie heute mit ihrer Familie in einem sicheren Haus mit eigener Küche und Wasseranschluss. Für sie bedeutet das nicht nur Schutz, sondern auch neue Hoffnung. Weitere Projekte zur Gesundheit von Schulkindern und zur Wasserversorgung laufen bereits.
Islamic Relief Deutschland dankt allen Spenderinnen und Spendern, Förderern, Partnern, Mitarbeitenden und Ehrenamtlichen und will weiterhin verantwortungsvoll, transparent und gewissenhaft mit jeder anvertrauten Unterstützung umgehen. "Wir sind unseren Spenderinnen und Spendern sowie unseren Ehrenamtlichen sehr dankbar. Sie haben auch 2025 Mitgefühl für Notleidende gezeigt, Verantwortung übernommen und sich engagiert. Dieses Vertrauen ist für uns Verpflichtung und Ansporn zugleich", so Pfaff.
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MuTeS-Seelsorge in Deutschland: Zuhören, begleiten, stärken
Das 2009 von Islamic Relief Deutschland gegründete Muslimische SeelsorgeTelefon (MuTeS) steht allen Menschen in Notsituationen offen, unabhängig von Religion oder Herkunft. Im Jahr 2025 nahmen die ehrenamtlichen Seelsorgerinnen und Seelsorger 5.283 Anrufe entgegen und unterstützten Menschen bei persönlichen Krisen, familiären Herausforderungen, Trauer, Einsamkeit oder psychischen Belastungen. Rund um die Uhr standen dafür insgesamt 77 geschulte Ehrenamtliche in Schichten bereit. In Kooperation mit der Kirchlichen Telefonseelsorge Berlin-Brandenburg bildet MuTeS jährlich neue Telefonseelsorgende aus, 2025 schlossen 15 Absolventinnen und Absolventen die Ausbildung ab. MuTeS ist unter 030 443 509 821 sowie auf www.mutes.de erreichbar.
"Speisen für Waisen" und Patenschaften: 14.000 Kinder in 25 Ländern erreicht
Die Aktion "Speisen für Waisen" fand 2025 bereits zum 13. Mal statt. Unter dem Motto "Gemeinsam essen, gemeinsam helfen" sammelten Menschen bei gemeinsamen Mahlzeiten 393.000 Euro für Waisenkinder in Gaza, Jemen, Sudan und Syrien. Insgesamt unterstützte Islamic Relief Deutschland im Jahr 2025 14.000 Kinder in 25 Ländern. Gemeinsam mit den Partnern des weltweiten Netzwerks erreicht die Organisation mehr als 85.000 Waisenkinder in 26 Ländern.
Link zum Jahresbericht: https://www.islamicrelief.de/transparenz/jahresbericht/
Über Islamic Relief Deutschland
Islamic Relief Deutschland ist eine humanitäre Hilfsorganisation mit Sitz in Köln und Teil des internationalen Netzwerks Islamic Relief Worldwide. Seit 1996 setzt sich die Organisation für Menschen ein, die von Armut, Konflikten, Krisen und Naturkatastrophen betroffen sind. Gemeinsam mit lokalen Partnern leistet sie lebensrettende Nothilfe, unterstützt den Wiederaufbau und fördert langfristige Entwicklungsprojekte. Das weltweite Netzwerk von Islamic Relief ist in mehr als 40 Ländern tätig. Darüber hinaus engagiert sich Islamic Relief Deutschland in nationalen und internationalen Bündnissen wie VENRO, der Klima-Allianz Deutschland und CAN Europe.
Pressekontakt:
Sara Ahmed Martinez, Pressereferentin
Telefon: 01512 205 05 77
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