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MÄRKTE EUROPA/Abgaben nach US-Technologie-Ausverkauf - DAX unter 26.000 Punkten

DJ MÄRKTE EUROPA/Abgaben nach US-Technologie-Ausverkauf - DAX unter 26.000 Punkten

DOW JONES--Nach dem Technologie-Ausverkauf an der Wall Street und in Asien geht es auch an den die europäischen Aktienmärkten zum Wochenausklang deutlicher nach unten. Die Technoloigie-Werte zeigen sich allerdings nur mit leichten Abgaben. Der DAX verliert 1,3 Prozent auf 25.972 Punkte, nachdem er am Vortag bei 26.693 Punkten noch ein Allzeithoch markiert hatte. Der Euro-Stoxx-50 reduziert sich um 1,1 Prozent auf 6.164 Punkte. Dagegen war der Dow-Jones-Index am Donnerstag um 3,4 Prozent eingeknickt, der Nasdaq-Composite sogar um 5,5 Prozent.

Vor allem Aktien mit KI-Bezug standen in den USA unter massivem Druck. Der Sektor wurde erneut von Befürchtungen belastet, dass der Ausbau der KI-Infrastruktur sich nach dem Sieg der Demokraten bei den US-Wahlen verzögern könnte. Auch in Asien waren die Vorzeichen tiefrot. Der US-Kurseinbruch dürfte in Europa allerdings nur die jeweiligen Branchen erfassen. "Wir waren nach oben nicht dabei, jetzt sind wir es nach unten auch nicht", so ein Händler.

Für den europäischen Technologie-Sektor geht es lediglich um 0,4 Prozent abwärts. Die Abgaben bei den Einzelwerten fallen im Vergleich zu den Technologie-Aktien an der Wall Street moderat aus. Die Aktien von Infineon verlieren 0,2 Prozent, ASML geben um 0,1 Prozent nach und STMicro um 0,9 Prozent.

Die kräftigen Abgaben in Übersee dürften für eine Marktbereinigung sorgen, heißt es von Marktteilnehmern. Gerade kurz vor dem bevorstehenden Börsengang von Anthropic sei das gut für die Aktienbewertungen. Dazu wurden Aktien wie Nvidia in der US-Nachbörse schon wieder von Schnäppchenjägern gekauft.

Obwohl die "blaue Welle" in den USA eine stärkere Kontrolle von Rechenzentren und KI-Infrastruktur nahelege, signalisiere dies nicht das Ende des KI-Investitionszyklus. "Unternehmensinvestitionen, strategischer Wettbewerb und Nachfrage nach Rechenleistung bleiben intakt", sagt Masahiko Loo, Chefstratege für Fixed Income bei State Street Investment Management. Er geht davon aus, dass sich die Marktvolatilität beruhigt, sobald die Märkte wieder auf langfristige Fundamentaldaten wie den US-Arbeitsmarkt blicken. Dieser könnte am Nachmittag einen wichtigen Impuls setzen. Es wird mit einem Stellenaufbau von 59.000 gerechnet.

Der Ölpreis baut seine Gewinne weiter aus, der Preis für ein Fass der Sorte Brent notiert wieder über der Marke von 98 Dollar. Beim Liefertermin im kommenden Sommer sieht es aber viel günstiger aus, hier stehen die Preise nur um 85 Dollar. Der Markt setzt weiter auf eine friedliche Lösung im US-Iran-Krieg.

Zum Wochenausklang sind Unternehmensnachrichten dagegen dünn gesät - im Gegensatz zu den vergangenen Tagen. Für die Aktien von Daimler Truck geht es nach Zahlen für das dritte Quartal um 3,8 Prozent nach unten. Der Auftrageingang habe um 9 Prozent unter dem Konsens gelegen, heißt es von Bernstein. Damit sei der Auftragseingang von Daimler Truck in Nordamerika im dritten Quartal mit einem Plus von 12 Prozent im Jahresvergleich hinter dem der Mitbewerber Volvo (+18%) und Traton (+35%) zurückgeblieben.

Jost Werke hat ihre Prognosen für den Umsatz und den Gewinn im Geschäftsjahr 2026 angehoben. Das Unternehmen rechnet nun mit einem Anstieg des Konzernumsatzes zwischen 9 und 11 Prozent. Bisher hatte es einen Anstieg im einstelligen Prozentbereich prognostiziert. Die Papiere klettern um 2,4 Prozent nach oben.

Leicht positiv für Freenet (+1,7%) werten Händler den geplanten Aktienrückkauf. Die rund 150 Millionen Euro aus dem Verkauf des Ceconomy-Anteils sollen zur Hälfte für einen Rückkauf aufgewendet werden. "Das ist eigentlich keine große Sache, trifft aber auf eine interessante Chart-Situation", sagt ein Händler. Die Aktien seien aus einer Seitwärtsbewegung nach oben ausgebrochen, nun zeichne sich eine Ende des fast zweijährigen Abwärtstrends ab. "Jede kleine gute Nachricht kann da helfen", so der Händler.

Dagegen verlieren Stabilus 6,9 Prozent. Im vierten Quartal rutschte das Unternehmen überraschend ins Minus. "Positiv daran ist, dass das vor allem auf eine Abschreibung auf Goodwill zurückgeht, die nicht zahlungswirksam ist", sagt ein Händler: "Wirklich negativ ist aber der Mittelfrist-Ausblick". Da streicht Stabilus seine Absatzziele massiv zusammen: Bis 2030 wird nur noch ein Umsatz von 1,5 nach zuvor 2,0 Milliarden Euro erwartet. Auch die Marge dürfte niedriger ausfallen.

Als relativ gut werten Händler die Zahlen von Pirelli (+2%). Das Unternehmen hatte am Vorabend Ergebnisse zum dritten Quartal vorgelegt. Der Umsatz konnte organisch um 3 Prozent zulegen. Dies zeige einen positiven Nachfragetrend auf Kundenseite. Pirelli sieht für das Gesamtjahr weiter einen Rückgang in der weltweiten Reifennachfrage von 2 Prozent gegenüber Vorjahr.

=== 
Index          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag   +/- % YTD 
Euro-Stoxx-50      6.164,40  -1,1   -67,14    6.231,54      6,4 
Stoxx-50        5.347,72  -1,3   -71,28    5.419,00      8,7 
DAX          25.972,22  -1,3  -352,79    26.325,01      6,1 
MDAX          30.652,32  -0,8  -239,24    27.039,42      0,1 
TecDAX         4.010,38  -0,7   -29,18    3.091,28      10,7 
SDAX          17.900,71  -0,7  -125,35    13.062,07      4,2 
FTSE          10.624,86  -1,5  -157,80    10.782,66      7,0 
CAC           8.116,43  -1,1   -88,94    8.205,37      -0,4 
SMI          14.734,34  -1,6  -233,39    14.967,73      11,0 
ATX           6.432,12  -1,2   -79,28    6.511,40      20,8 
 
DEVISEN         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag Mi, 17:30 Uhr 
EUR/USD          1,1185  -0,3  -0,0033     1,1218     1,1222 
EUR/JPY          176,59  -0,2  -0,2800     176,87    177,8100 
EUR/CHF          0,9144  -0,2  -0,0015     0,9159     0,9170 
EUR/GBP          0,8348  +0,1   0,0008      0,834     0,8334 
USD/JPY          157,87  +0,1   0,2100     157,66    158,4500 
GBP/USD          1,3398  -0,4  -0,0051     1,3449     1,3463 
USD/CNY          6,6703  +0,0   0,0023     6,6680     6,6731 
USD/CNH          6,6676  +0,0   0,0028     6,6648     6,6739 
AUS/USD          0,6873  -0,8  -0,0056     0,6929     0,7003 
Bitcoin/USD      75.606,06  -0,2  -146,73    75.752,79   80.532,75 
 
ROHÖL          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex         89,89  -0,7   -0,63      90,52 
Brent/ICE          98,2  -0,1   -0,09      98,29 
 
Metalle         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold          4.065,84  -0,5   -21,50    4.087,34 
Silber           52,05  +0,6    0,29      51,75 
Platin         1.525,99  +0,6    8,96    1.517,03 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

DJG/ros/apo

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November 06, 2026 03:42 ET (08:42 GMT)

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