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MÄRKTE EUROPA/DAX rutscht deutlicher unter 26.000 Punkte - Chip-Werte legen zu

DJ MÄRKTE EUROPA/DAX rutscht deutlicher unter 26.000 Punkte - Chip-Werte legen zu

DOW JONES--Nach dem Technologie-Ausverkauf an der Wall Street und in Asien stehen zum Wochenausklang auch die europäischen Aktienmärkte stark unter Druck. Allerdings waren die Technologiewerte hier bereits am Vortag eingeknickt, daher kommt es in dem Sektor zu einer Gegenbewegung. Nach den jüngsten Verlusten nutzten Investoren das niedrigere Niveau für selektive Käufe, da die Marktreaktion am Vortag von einigen Analystenhäusern als fundamental übertrieben eingestuft werde, heißt es. Der europäische Technologie-Sektor zeigt sich nach anfänglichen leichten Verlusten wenig verändert. Der DAX verliert 2,5 Prozent auf 25.680 Punkte, nachdem er am Vortag bei 26.693 Punkten noch ein neues Allzeithoch erreicht hatte. Der Euro-Stoxx-50 fällt um 1,6 Prozent auf 6.134 Punkte.

Zudem gibt es Berichte, wonach die EU Chips aus Europa mit einer halben Milliarde Euro fördern will. Damit solle die heimische Chip-Produktion erhöht werden. Deren Anteil liege derzeit lediglich bei zehn Prozent und solle bis 2030 auf 20 Prozent steigen. In der Folge geht es für die Chip-Werte in Europa nach oben. Infineon sind mit einem Plus von 1,9 Prozent größter Gewinner im DAX. Am Vortag waren die Titel noch um 8,5 Prozent eingebrochen. ASML steigen um 4,5 Prozent, für STMicro geht es um 2,7 Prozent aufwärts und BE Semiconductor gewinnen 2,8 Prozent.

Vor allem Aktien mit KI-Bezug standen am Vortag in den USA unter massivem Druck. Der Sektor wurde erneut von Befürchtungen belastet, dass der Ausbau der KI-Infrastruktur sich nach dem Sieg der Demokraten bei den US-Wahlen verzögern könnte. Obwohl die "blaue Welle" in den USA eine stärkere Kontrolle von Rechenzentren und KI-Infrastruktur nahelege, signalisiere dies nicht das Ende des KI-Investitionszyklus. "Unternehmensinvestitionen, strategischer Wettbewerb und Nachfrage nach Rechenleistung bleiben intakt", merkt Masahiko Loo, Chefstratege für Fixed Income bei State Street Investment Management an. Er geht davon aus, dass sich die Volatilität beruhigt, sobald die Märkte wieder auf langfristige Fundamentaldaten wie den US-Arbeitsmarkt blicken. Dieser könnte am Nachmittag einen wichtigen Impuls setzen. Es wird mit einem Stellenaufbau von 59.000 gerechnet.

Der Arbeitsmarktbericht ist das absolute Zünglein an der Waage für den Dezember-Zinskurs der US-Notenbank, so Frank Sohlleder, Analyst bei ActivTrades. Ein schwacher Wert könnte die grassierenden Zinssorgen zwar dämpfen, birgt nach dem Technologie-Crash jedoch die akute Gefahr, handfeste Rezessionsängste zu entfachen.

Der Ölpreis zeigt sich wenig verändert. Der Preis für ein Fass der Sorte Brent notiert knapp über der Marke von 98 Dollar. Beim Liefertermin im kommenden Sommer sieht es aber viel günstiger aus, hier stehen die Preise nur um 85 Dollar. Der Markt setzt weiter auf eine friedliche Lösung im US-Iran-Krieg.

Zum Wochenausklang sind Unternehmensnachrichten dünn gesät - im Gegensatz zu den vergangenen Tagen. Für die Aktien von Daimler Truck geht es nach Zahlen für das dritte Quartal um 4,1 Prozent nach unten. Deutlichere Anfangsverluste werden zum Teil wieder aufgeholt. Daimler Truck habe ein starkes drittes Quartal abgeliefert, heißt es von MWB. Allerdings haben der Umsatzanstieg um 19 Prozent im Jahresvergleich auf 12,6 Milliarden Euro und der Anstieg des bereinigten EBIT um 73 Prozent auf 1,1 Milliarden Euro unter den Erwartungen der Analysten gelegen. Die Auftragseingänge hätten den Konsens verfehlt, insbesondere in Nordamerika, heißt es dagegen von Bernstein.

Die Rheinmetall-Aktie baut ihre Vortagesverlsute von gut 16 Prozent um weitere 4,2 Prozent aus. Der Rüstungskonzern hatte seine Prognose gesenkt. Zudem seien mit dem Wahlsieg der US-Demokraten die Friedensaussichten gestiegen, und die Rüstungsausgaben dürften weltweit gekappt werden, heißt es. Renk geben um 1,5 Prozent nach.

Jost Werke (+2,9%) hat die Prognosen für den Umsatz und den Gewinn im Geschäftsjahr 2026 angehoben. Das Unternehmen rechnet nun mit einem Anstieg des Konzernumsatzes zwischen 9 und 11 Prozent. Bisher hatte es einen Anstieg im einstelligen Prozentbereich prognostiziert. Leicht positiv für Freenet (+0,3%) werten Händler den geplanten Aktienrückkauf. Die rund 150 Millionen Euro aus dem Verkauf des Ceconomy-Anteils sollen zur Hälfte für einen Rückkauf aufgewendet werden.

Dagegen verlieren Stabilus 4,7 Prozent. Im vierten Quartal rutschte das Unternehmen überraschend ins Minus. "Positiv daran ist, dass das vor allem auf eine Abschreibung auf Goodwill zurückgeht, die nicht zahlungswirksam ist", sagt ein Händler: "Wirklich negativ ist aber der Mittelfrist-Ausblick." Da streicht Stabilus seine Absatzziele massiv zusammen: Bis 2030 wird nur noch ein Umsatz von 1,5 nach zuvor 2,0 Milliarden Euro erwartet. Auch die Marge dürfte niedriger ausfallen.

=== 
Index          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag   +/- % YTD 
Euro-Stoxx-50      6.133,87  -1,6   -97,67    6.231,54      5,9 
Stoxx-50        5.321,97  -1,8   -97,03    5.419,00      8,2 
DAX          25.680,47  -2,5  -644,54    26.325,01      4,8 
MDAX          30.525,39  -1,2  -366,17    27.039,42      -0,3 
TecDAX         3.987,29  -1,3   -52,27    3.091,28      10,1 
SDAX          17.863,77  -0,9  -162,29    13.062,07      4,0 
FTSE          10.535,39  -2,3  -247,27    10.782,66      6,1 
CAC           8.053,55  -1,9  -151,82    8.205,37      -1,2 
SMI          14.619,24  -2,3  -348,49    14.967,73      10,2 
ATX           6.459,58  -0,8   -51,82    6.511,40      21,2 
 
DEVISEN         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag Do, 17:15 Uhr 
EUR/USD          1,1174  -0,4  -0,0044     1,1218     1,1216 
EUR/JPY          176,93  +0,0   0,0600     176,87    177,1900 
EUR/CHF          0,9146  -0,1  -0,0013     0,9159     0,9147 
EUR/GBP          0,8339  -0,0  -0,0001      0,834     0,8327 
USD/JPY          158,31  +0,4   0,6500     157,66    157,9600 
GBP/USD          1,3397  -0,4  -0,0052     1,3449     1,3463 
USD/CNY          6,6703  +0,0   0,0023     6,6680     6,6680 
USD/CNH          6,6705  +0,1   0,0057     6,6648     6,6652 
AUS/USD          0,6875  -0,8  -0,0054     0,6929     0,6955 
Bitcoin/USD      76.076,76  +0,4   323,97    75.752,79   76.376,98 
 
ROHÖL          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex         91,04  +0,6    0,52      90,52 
Brent/ICE         98,52  +0,2    0,23      98,29 
 
Metalle         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold          4.063,18  -0,6   -24,16    4.087,34 
Silber           52,03  +0,5    0,28      51,75 
Platin         1.525,01  +0,5    7,98    1.517,03 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/ros/cln

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November 06, 2026 07:18 ET (12:18 GMT)

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