Gießen (ots) -
Unfallchirurgie und Geriatrie verbinden ihre Expertise - für mehr Mobilität, Selbstständigkeit und Lebensqualität im Alter
Das AltersTraumaZentrum (ATZ) am Universitätsklinikum Gießen ist erneut erfolgreich zertifiziert worden. Die Zertifizierung bestätigt die qualitätsgesicherten Versorgungsstrukturen des Zentrums und die bewährte Zusammenarbeit der Klinik und Poliklinik für Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie des UKGM mit der Geriatrie des St. Josefs Krankenhauses Balserische Stiftung. Ziel ist es, ältere Menschen nach einem Knochenbruch umfassend zu behandeln und ihnen die Rückkehr in einen möglichst selbstständigen Alltag zu ermöglichen.
Das ATZ am UKGM Gießen wird von Dr. Sophia Schmücker gemeinsam mit Dr. Goran Georgievski geleitet. Zu den geriatrischen Partnern am St. Josefs Krankenhaus gehören Dr. Stefan Steidl, Chefarzt der Geriatrie und Alterstraumatologie, Alexander Malcherek, Leitender Oberarzt und ATZ-Zentrumskoordinator auf geriatrischer Seite, sowie Oberärztin Dr. Ina Mischnick. Gemeinsam mit den unfallchirurgischen Teams, spezialisierten Pflegekräften, Physiotherapie und Überleitungsmanagement gestalten sie einen abgestimmten Behandlungsweg von der Akutversorgung bis zur anschließenden Rehabilitation. Jasmin Jung begleitet die Arbeit des Zentrums im Qualitätsmanagement und unterstützt die Dokumentation und kontinuierliche Weiterentwicklung der Abläufe.
Den ganzen Menschen im Blick
Ein Knochenbruch kann für ältere Menschen weitreichende Folgen haben. Neben Schmerzen und eingeschränkter Beweglichkeit droht der Verlust vertrauter Alltagsfähigkeiten. Begleiterkrankungen, Osteoporose, nachlassende Muskelkraft oder die Einnahme mehrerer Medikamente können die Behandlung zusätzlich erschweren. Hier setzt das Versorgungskonzept des ATZ am UKGM Gießen an: Während die Unfallchirurgie die Versorgung der Verletzung übernimmt, beurteilt die Geriatrie frühzeitig den gesundheitlichen Gesamtzustand. Gemeinsam berücksichtigen die Fachrichtungen auch die bisherige Mobilität, geistige Fähigkeiten, Ernährung und persönliche Lebenssituation. Bei Bedarf werden weitere Fachdisziplinen des Universitätsklinikums hinzugezogen. So entsteht ein Behandlungsplan, der sich an den individuellen Voraussetzungen und Bedürfnissen der Betroffenen orientiert.
Was ein zertifiziertes AltersTraumaZentrum auszeichnet
Die Zertifizierung als AltersTraumaZentrum DGU ist an festgelegte Qualitätsanforderungen gebunden. Dazu gehören verbindlich geregelte Kooperationen zwischen Unfallchirurgie und Geriatrie, abgestimmte Behandlungspfade und regelmäßige gemeinsame Besprechungen. Ebenso wichtig sind qualifizierte Mitarbeitende, fachübergreifende Fortbildungen und ein dokumentiertes Qualitätsmanagement. Unabhängige Prüfer kontrollieren die Umsetzung; die Rezertifizierung erfolgt im dreijährigen Rhythmus. Zu den Anforderungen zählen außerdem strukturierte Verfahren, um typische Risiken älterer Unfallpatientinnen und -patienten zu erkennen und zu behandeln. Dazu gehören Schmerzen, akute Verwirrtheitszustände - sogenannte Delirien -, Mangelernährung, Druckgeschwüre und ein erhöhtes Sturzrisiko. Auch die Abklärung einer Osteoporose und die Planung der weiteren Versorgung sind wichtige Bestandteile. Regelmäßige Qualitätsauswertungen und die Teilnahme am AltersTraumaRegister DGU unterstützen die kontinuierliche Verbesserung der Behandlung.
Frühzeitig mobilisieren und die Rückkehr in den Alltag vorbereiten
Für die Patientinnen und Patienten bedeutet die enge Zusammenarbeit, dass die Behandlung der Verletzung, die Betreuung von Begleiterkrankungen und die Vorbereitung der Rehabilitation ineinandergreifen. Bereits während des stationären Aufenthalts wird daran gearbeitet, Beweglichkeit und Alltagsfähigkeiten zu erhalten oder zurückzugewinnen. Die Mobilisierung richtet sich dabei nach dem Gesundheitszustand und der Belastbarkeit der versorgten Verletzung. Gemeinsam mit den Betroffenen und gegebenenfalls ihren Angehörigen klärt das Team, welche Unterstützung nach dem Krankenhausaufenthalt erforderlich ist. Je nach individuellem Bedarf kommen eine geriatrische Weiterbehandlung, Rehabilitation oder Hilfen für die Versorgung zu Hause infrage. Die frühe unfallchirurgisch-geriatrische Zusammenarbeit kann die funktionelle Erholung unterstützen, Komplikationen verringern und dazu beitragen, die Selbstständigkeit älterer Menschen länger zu erhalten.
Mit der erneuten Zertifizierung bekräftigt das AltersTraumaZentrum am UKGM Gießen seinen Anspruch, älteren Verletzten eine umfassende, individuell abgestimmte Versorgung zu bieten und diese kontinuierlich weiterzuentwickeln. Die bewährte Kooperation mit der Geriatrie des St. Josefs Krankenhauses Balserische Stiftung ist dabei ein wichtiger Bestandteil. Im Mittelpunkt stehen Mobilität, Lebensqualität und ein möglichst selbstbestimmtes Leben nach dem Unfall.
Das Universitätsklinikum Gießen und Marburg (UKGM) (https://www.ukgm.de/home.html) mit seinen 86 Kliniken und Instituten an den beiden Standorten Gießen und Marburg ist das drittgrößte Universitätsklinikum Deutschlands. Seit Februar 2006 trägt die RHÖN-KLINIKUM AG (https://www.rhoen-klinikum-ag.com/) zu 95 Prozent die Verantwortung als Betreiber dieses privatisierten Universitätsklinikums. www.ukgm.de
Pressekontakt:
Universitätsklinikum Gießen und Marburg
Frank Steibli | Leiter Unternehmenskommunikation und Pressesprecher
T. +49 (641) 985-51020 | frank.steibli@uk-gm.de
Original-Content von: RHÖN-KLINIKUM AG, übermittelt durch news aktuell
Originalmeldung: https://www.presseportal.de/pm/109212/6385838
Unfallchirurgie und Geriatrie verbinden ihre Expertise - für mehr Mobilität, Selbstständigkeit und Lebensqualität im Alter
Das AltersTraumaZentrum (ATZ) am Universitätsklinikum Gießen ist erneut erfolgreich zertifiziert worden. Die Zertifizierung bestätigt die qualitätsgesicherten Versorgungsstrukturen des Zentrums und die bewährte Zusammenarbeit der Klinik und Poliklinik für Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie des UKGM mit der Geriatrie des St. Josefs Krankenhauses Balserische Stiftung. Ziel ist es, ältere Menschen nach einem Knochenbruch umfassend zu behandeln und ihnen die Rückkehr in einen möglichst selbstständigen Alltag zu ermöglichen.
Das ATZ am UKGM Gießen wird von Dr. Sophia Schmücker gemeinsam mit Dr. Goran Georgievski geleitet. Zu den geriatrischen Partnern am St. Josefs Krankenhaus gehören Dr. Stefan Steidl, Chefarzt der Geriatrie und Alterstraumatologie, Alexander Malcherek, Leitender Oberarzt und ATZ-Zentrumskoordinator auf geriatrischer Seite, sowie Oberärztin Dr. Ina Mischnick. Gemeinsam mit den unfallchirurgischen Teams, spezialisierten Pflegekräften, Physiotherapie und Überleitungsmanagement gestalten sie einen abgestimmten Behandlungsweg von der Akutversorgung bis zur anschließenden Rehabilitation. Jasmin Jung begleitet die Arbeit des Zentrums im Qualitätsmanagement und unterstützt die Dokumentation und kontinuierliche Weiterentwicklung der Abläufe.
Den ganzen Menschen im Blick
Ein Knochenbruch kann für ältere Menschen weitreichende Folgen haben. Neben Schmerzen und eingeschränkter Beweglichkeit droht der Verlust vertrauter Alltagsfähigkeiten. Begleiterkrankungen, Osteoporose, nachlassende Muskelkraft oder die Einnahme mehrerer Medikamente können die Behandlung zusätzlich erschweren. Hier setzt das Versorgungskonzept des ATZ am UKGM Gießen an: Während die Unfallchirurgie die Versorgung der Verletzung übernimmt, beurteilt die Geriatrie frühzeitig den gesundheitlichen Gesamtzustand. Gemeinsam berücksichtigen die Fachrichtungen auch die bisherige Mobilität, geistige Fähigkeiten, Ernährung und persönliche Lebenssituation. Bei Bedarf werden weitere Fachdisziplinen des Universitätsklinikums hinzugezogen. So entsteht ein Behandlungsplan, der sich an den individuellen Voraussetzungen und Bedürfnissen der Betroffenen orientiert.
Was ein zertifiziertes AltersTraumaZentrum auszeichnet
Die Zertifizierung als AltersTraumaZentrum DGU ist an festgelegte Qualitätsanforderungen gebunden. Dazu gehören verbindlich geregelte Kooperationen zwischen Unfallchirurgie und Geriatrie, abgestimmte Behandlungspfade und regelmäßige gemeinsame Besprechungen. Ebenso wichtig sind qualifizierte Mitarbeitende, fachübergreifende Fortbildungen und ein dokumentiertes Qualitätsmanagement. Unabhängige Prüfer kontrollieren die Umsetzung; die Rezertifizierung erfolgt im dreijährigen Rhythmus. Zu den Anforderungen zählen außerdem strukturierte Verfahren, um typische Risiken älterer Unfallpatientinnen und -patienten zu erkennen und zu behandeln. Dazu gehören Schmerzen, akute Verwirrtheitszustände - sogenannte Delirien -, Mangelernährung, Druckgeschwüre und ein erhöhtes Sturzrisiko. Auch die Abklärung einer Osteoporose und die Planung der weiteren Versorgung sind wichtige Bestandteile. Regelmäßige Qualitätsauswertungen und die Teilnahme am AltersTraumaRegister DGU unterstützen die kontinuierliche Verbesserung der Behandlung.
Frühzeitig mobilisieren und die Rückkehr in den Alltag vorbereiten
Für die Patientinnen und Patienten bedeutet die enge Zusammenarbeit, dass die Behandlung der Verletzung, die Betreuung von Begleiterkrankungen und die Vorbereitung der Rehabilitation ineinandergreifen. Bereits während des stationären Aufenthalts wird daran gearbeitet, Beweglichkeit und Alltagsfähigkeiten zu erhalten oder zurückzugewinnen. Die Mobilisierung richtet sich dabei nach dem Gesundheitszustand und der Belastbarkeit der versorgten Verletzung. Gemeinsam mit den Betroffenen und gegebenenfalls ihren Angehörigen klärt das Team, welche Unterstützung nach dem Krankenhausaufenthalt erforderlich ist. Je nach individuellem Bedarf kommen eine geriatrische Weiterbehandlung, Rehabilitation oder Hilfen für die Versorgung zu Hause infrage. Die frühe unfallchirurgisch-geriatrische Zusammenarbeit kann die funktionelle Erholung unterstützen, Komplikationen verringern und dazu beitragen, die Selbstständigkeit älterer Menschen länger zu erhalten.
Mit der erneuten Zertifizierung bekräftigt das AltersTraumaZentrum am UKGM Gießen seinen Anspruch, älteren Verletzten eine umfassende, individuell abgestimmte Versorgung zu bieten und diese kontinuierlich weiterzuentwickeln. Die bewährte Kooperation mit der Geriatrie des St. Josefs Krankenhauses Balserische Stiftung ist dabei ein wichtiger Bestandteil. Im Mittelpunkt stehen Mobilität, Lebensqualität und ein möglichst selbstbestimmtes Leben nach dem Unfall.
Das Universitätsklinikum Gießen und Marburg (UKGM) (https://www.ukgm.de/home.html) mit seinen 86 Kliniken und Instituten an den beiden Standorten Gießen und Marburg ist das drittgrößte Universitätsklinikum Deutschlands. Seit Februar 2006 trägt die RHÖN-KLINIKUM AG (https://www.rhoen-klinikum-ag.com/) zu 95 Prozent die Verantwortung als Betreiber dieses privatisierten Universitätsklinikums. www.ukgm.de
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