Anzeige
❌
Mehr »
Freitag, 06.11.2026 - Börsentäglich über 12.000 News
Washington sichert 12 Mrd. USD per Gesetz - jetzt werden Metalle gebraucht!
Anzeige

Indizes

Kurs

%
News
24 h / 7 T
Aufrufe
7 Tage

Aktien

Kurs

%
News
24 h / 7 T
Aufrufe
7 Tage

Xetra-Orderbuch

Fonds

Kurs

%

Devisen

Kurs

%

Rohstoffe

Kurs

%

Themen

Kurs

%

Erweiterte Suche
WH SelfInvest
228 Leser
Artikel bewerten:
(1)

NFP-Hammer: 165.000 neue Jobs - retten die US-Jobdaten den Nasdaq?

Anzeige / Werbung

Die neuen US-Arbeitsmarktdaten haben am Freitag für eine positive Überraschung gesorgt. Während die amerikanischen Aktienmärkte nach den Midterm-Wahlen und einem massiven Ausverkauf im Technologiesektor unter Druck standen, meldete die US-Wirtschaft deutlich mehr neue Arbeitsplätze als erwartet. Im gemeinsamen NFP-Webinar analysierten Andreas Bernstein und Roland die aktuellen Konjunkturdaten, die Reaktion der Aktienindizes und die charttechnische Situation zahlreicher Einzelaktien. Besonders im Fokus standen der Nasdaq 100, die Schwäche der KI- und Halbleiterwerte sowie die Frage, ob die jüngste Korrektur bereits neue Kaufgelegenheiten eröffnet.Mit 165.000 neu geschaffenen Stellen außerhalb der Landwirtschaft übertraf der amerikanische Arbeitsmarkt die Erwartungen erheblich. Im Vorfeld hatten Analysten lediglich mit 65.000 zusätzlichen Arbeitsplätzen gerechnet. Auch die Arbeitslosenquote überraschte positiv und lag mit 4,1 Prozent unter der Prognose von 4,2 Prozent. Gleichzeitig stiegen die durchschnittlichen Stundenlöhne gegenüber dem Vormonat um 0,4 Prozent und damit stärker als die erwarteten 0,3 Prozent. Die Zahlen unterstreichen die weiterhin robuste Verfassung des US-Arbeitsmarktes, könnten allerdings auch die Erwartungen an weitere Zinssenkungen der amerikanischen Notenbank beeinflussen.Bereits im Wochenverlauf hatten andere Beschäftigungsindikatoren auf eine stabile Entwicklung hingedeutet. Die Zahl der offenen Stellen lag laut JOLTS-Erhebung bei 7,523 Millionen und damit deutlich über den erwarteten 7,15 Millionen. Auch der private Arbeitsmarktdienstleister ADP meldete mit 86.000 zusätzlichen Beschäftigten ein besseres Ergebnis als prognostiziert. Besonders der Bereich Handel, Transport und Versorger zeigte sich mit 39.000 neuen Stellen vergleichsweise stark. Die Beschäftigungsentwicklung bleibt damit insgesamt moderat, liefert aber zunächst keine Hinweise auf einen unmittelbar bevorstehenden Einbruch des amerikanischen Arbeitsmarktes.An den Finanzmärkten fiel die erste Reaktion auf die Veröffentlichung überraschend verhalten aus. Der Nasdaq 100, der Dow Jones und der S&P 500 gaben zunächst leicht nach, konnten sich anschließend jedoch stabilisieren. Trotz der deutlichen Abweichung von den Prognosen entstanden weder neue Tageshochs noch neue Tagestiefs. Nach den außergewöhnlichen Schwankungen der vorangegangenen Handelstage war dies bemerkenswert. Die Marktteilnehmer mussten schließlich nicht nur die Arbeitsmarktdaten verarbeiten, sondern auch die politischen Veränderungen nach den amerikanischen Zwischenwahlen und die zunehmenden Zweifel an den hohen Investitionen in künstliche Intelligenz.Die Midterm-Wahlen hatten zunächst eine kräftige Rally an den Aktienmärkten ausgelöst. Nach dem deutlichen Wahlerfolg der Demokraten setzte jedoch bereits am folgenden Handelstag eine massive Verkaufswelle ein. Besonders die großen Technologieunternehmen gerieten unter Druck. Im Webinar wurde unter anderem die Sorge diskutiert, dass strengere regulatorische Anforderungen den Ausbau neuer Rechenzentren verzögern könnten. Gleichzeitig wächst bei Investoren die Unsicherheit, ob sich die milliardenschweren Investitionen in KI-Infrastruktur langfristig in entsprechend hohen Gewinnen niederschlagen werden. Diese Kombination aus politischen Risiken, hohen Bewertungen und Gewinnmitnahmen belastete vor allem den Nasdaq 100.Der Technologieindex hatte zwischenzeitlich eine wichtige charttechnische Unterstützung am 200-Tage-Durchschnitt unterschritten. Nach einer Erholung in Richtung 29.000 Punkte folgte ein erneuter massiver Rückschlag. Innerhalb einzelner Handelsstunden wurden Kursbewegungen von mehr als 1.000 Punkten beobachtet. Als nächste wichtige Unterstützungszone identifizierte Roland den Bereich um 26.300 Punkte, der bereits in früheren Handelsphasen eine bedeutende Rolle gespielt hatte. Sollte sich der Index dort stabilisieren und die jüngsten Tiefpunkte verteidigen, wäre eine technische Gegenbewegung in Richtung 28.000 Punkte denkbar. Voraussetzung dafür bleibt allerdings, dass sich der Verkaufsdruck im Technologiesektor abschwächt.Auch der S&P 500 erreichte nach dem Ausverkauf eine entscheidende charttechnische Zone. Im Bereich von 7.300 Punkten traf der Index auf seinen 200-Tage-Durchschnitt und eine wichtige horizontale Unterstützung. Diese Marke hatte bereits in früheren Monaten als Orientierung gedient. Für eine nachhaltige Erholung müsste der marktbreite Index zunächst die nächsten Widerstände zwischen 7.430 und 7.450 Punkten überwinden. Darüber könnte die Marke von 7.500 Punkten wieder in den Mittelpunkt rücken. Auffällig war dabei, dass sich größere Orderblöcke überwiegend auf der Oberseite befanden, während im unteren Bereich der jüngsten Handelsspanne vergleichsweise wenig Volumen umgesetzt worden war.Der Dax konnte sich dem internationalen Verkaufsdruck ebenfalls nicht entziehen. Nach einem kurzzeitigen Ausbruch über 26.600 Punkte und einem neuen Rekordhoch folgte eine vollständige Umkehr der vorherigen Aufwärtsbewegung. Bereits am Freitagmorgen wurde die Marke von 26.000 Punkten wieder unterschritten. Damit rückte die wichtige Unterstützungszone um 25.500 Punkte erneut in den Mittelpunkt. In unmittelbarer Nähe verlaufen zudem der 50- und der 100-Tage-Durchschnitt. Roland bewertete die Entwicklung als deutliches Warnsignal, da ein zuvor dynamischer Ausbruch innerhalb kürzester Zeit vollständig abverkauft wurde. Die gestiegene Volatilität und die schwache Marktbreite mit lediglich zwei Gewinnern unter den 40 Dax-Aktien unterstrichen die angespannte Situation.Besonders deutlich zeigte sich die Schwäche bei den amerikanischen KI- und Halbleiteraktien. Nvidia verlor am Vortag rund neun Prozent und unterschritt damit eine wichtige Unterstützungszone zwischen 190 und 195 US-Dollar. Sollte eine schnelle Rückeroberung dieses Bereichs ausbleiben, könnte aus charttechnischer Sicht die Marke von 170 US-Dollar wieder relevant werden. Auch Micron Technology geriet erheblich unter Druck und unterschritt wichtige gleitende Durchschnitte. Noch stärker fielen die Kursverluste bei den Speicherherstellern aus. SanDisk verlor rund 22 Prozent, Western Digital etwa 17 Prozent. Damit wurden bei mehreren Unternehmen langfristige Aufwärtstrends zumindest vorübergehend infrage gestellt.Auch Intel setzte seine jüngste Abwärtsbewegung fort. Nach den Quartalszahlen und einem zurückhaltenden Ausblick war die Aktie innerhalb weniger Handelstage massiv gefallen und näherte sich der Marke von 50 US-Dollar. Roland verwies darauf, dass sich in diesem Bereich zwar eine technische Stabilisierung entwickeln könnte, angesichts der hohen Abwärtsdynamik jedoch weiterhin Vorsicht geboten sei. Ähnlich präsentierte sich Tesla. Die Aktie war nach einem gescheiterten Ausbruchsversuch erneut unter Druck geraten und näherte sich der Unterstützungszone um 340 US-Dollar. Neben der allgemeinen Marktschwäche wurden auch mögliche politische Veränderungen nach den Midterm-Wahlen als Belastungsfaktor diskutiert.Dass sich nicht sämtliche Technologieunternehmen gleichermaßen schwach entwickelten, zeigte das Beispiel AppLovin. Die Aktie legte nach starken Quartalszahlen um rund 31 Prozent zu. Das Unternehmen meldete ein Umsatzwachstum im digitalen Werbegeschäft von etwa 55 Prozent und einen deutlichen Anstieg des bereinigten EBITDA. Charttechnisch handelte es sich allerdings zunächst um eine kräftige Gegenbewegung innerhalb eines bestehenden Abwärtstrends. Erst eine nachhaltige Stabilisierung oberhalb wichtiger Widerstände könnte das mittelfristige Bild verbessern.Auch außerhalb des Technologiesektors zeigte sich eine deutliche Verschiebung der Anlegerpräferenzen. Während zahlreiche Wachstumswerte stark verloren, hielten sich defensive Unternehmen vergleichsweise stabil. Coca-Cola gehörte mit einem minimalen Tagesverlust von lediglich 0,07 Prozent zu den widerstandsfähigsten Aktien im Dow Jones und hatte zwischenzeitlich sogar ein neues Rekordhoch erreicht. Gleichzeitig gerieten Bitcoin und Öl unter Druck, während Gold die psychologisch wichtige Marke von 4.000 US-Dollar zurückeroberte.Trotz der erheblichen Kursverluste warnten Andreas und Roland davor, die aktuelle Entwicklung bereits als umfassenden Börsencrash einzuordnen. Im langfristigen Vergleich handelt es sich bislang um eine Korrektur, auch wenn deren Geschwindigkeit und die Verluste einzelner Technologieaktien außergewöhnlich ausfallen. Historische Untersuchungen zeigen zudem, dass sich der S&P 500 nach früheren Midterm-Wahlen, bei denen ein republikanischer Präsident die parlamentarische Mehrheit verlor, häufig positiv entwickelte. Im Webinar wurde für entsprechende historische Konstellationen eine durchschnittliche Performance von 17,5 Prozent innerhalb von sechs Monaten genannt. Daraus lässt sich jedoch keine zuverlässige Prognose für die kommenden Monate ableiten.Die entscheidende Frage für die nächsten Handelstage lautet daher, ob die überraschend starken Arbeitsmarktdaten ausreichen, um das Vertrauen der Anleger zu stabilisieren. Die fundamentale Verfassung des amerikanischen Arbeitsmarktes erscheint weiterhin solide, während die hohen Bewertungen und Investitionsrisiken im KI-Sektor zunehmend kritisch hinterfragt werden. Für Trader entstehen dadurch attraktive, aber anspruchsvolle Marktbedingungen. Besonders wichtig bleiben die charttechnischen Unterstützungen im Nasdaq 100 und S&P 500 sowie die Frage, ob die zuletzt stark verkauften Technologieaktien erste tragfähige Bodenformationen ausbilden können. Eine kurzfristige Erholung ist nach den heftigen Verlusten durchaus möglich. Ob daraus eine nachhaltige Trendwende entsteht, müssen jedoch erst die kommenden Handelstage zeigen.
Komm gern am Montag zum Wochenausblick und bring Deine Favoriten zur Chartanalyse mit! Anbei Dein Anmeldelink:

Melde Dich dazu kostenfrei für das Webinar ab 10.30 Uhr hier an.

?? Kostenloses E-Book zur Space Economy (SpaceX, Rocket Lab, Raumfahrt ETFs uvm.)

?? Deep-dive Aktienanalyse zu NVIDIA

?? Tägliche Webinare für Trader und Anleger

?? Aktuelle Marktanalysen

?? Kostenlose Demo

Risikohinweis
Dieser Artikel ist die persönliche Meinung des Autors. Er dient lediglich als Information. Diese Analysen dürfen nicht als Anlage- oder Vermögensberatung interpretiert werden. Eine Investitionsentscheidung bezüglich irgendwelcher Wertpapiere oder sonstiger Finanzinstrumente benötigt das Hintergrundwissen Ihrer persönlichen Situation, welche der Autor nicht kennt. Dieser Inhalt veraltet und wird nach Veröffentlichung nicht aktualisiert.

Jede Investition ist mit Risiken verbunden. Jeder Anleger sollte, wenn möglich mit Hilfe eines externen Beraters, prüfen, ob diese Finanzinstrumente für seine persönliche Situation geeignet sind. Die auf einem Demokonto erzielten Gewinne sind keine Garantie für zukünftige Gewinne. Der Einsatz eines Hebels beinhaltet das Risiko, mehr als den Gesamtbetrag des Kontos zu verlieren. Sie sind nicht verpflichtet, eine Hebelwirkung zu nutzen.

CFDs sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. 76% der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFD funktionieren, und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.

© 2026 WH SelfInvest
Werbehinweise: Die Billigung des Basisprospekts durch die BaFin ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend zu informieren, insbesondere über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers. Sie sind im Begriff, ein Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann.