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MÄRKTE EUROPA/DAX zurück unter 26.000 Punkte - Chip-Werte erholen sich

DJ MÄRKTE EUROPA/DAX zurück unter 26.000 Punkte - Chip-Werte erholen sich

DOW JONES--Nach dem Technologie-Ausverkauf an der Wall Street und in Asien haben zum Wochenausklang auch die europäischen Aktienmärkte unter Druck gestanden. Allerdings waren die Technologiewerte hier bereits am Vortag eingeknickt, daher kam es in dem Sektor zu einer Gegenbewegung. Nach den jüngsten Verlusten nutzten Investoren das niedrigere Niveau für selektive Käufe, da die Marktreaktion am Vortag von einigen Analystenhäusern als fundamental übertrieben eingestuft werde, hieß es. Der DAX verlor 1,9 Prozent auf 25.820 Punkte, nachdem er am Vortag bei 26.693 Punkten noch ein neues Allzeithoch erreicht hatte. Der Euro-Stoxx-50 fiel um 1,0 Prozent auf 6.170 Punkte. Eine positive Eröffnung der US-Börsen ließ die europäischen Indizes am Nachmittag ihre Verluste verringern.

Die überraschend stark ausgefallenen US-Arbeitsmarktdaten gaben dem Markt keinen positiven Impuls. Sie untermauerten vielmehr die Annahme, dass die US-Notenbank im Dezember die Zinsen erhöhen wird. Am US-Anleihemarkt zogen die Renditen daraufhin an. Der Dollar wertete auf, der Euro fiel im Gegenzug auf rund 1,1150 Dollar.

Chipwerte erhielten etwas Unterstützung von Berichten, wonach die EU Chips aus Europa mit einer halben Milliarde Euro fördern will. Damit solle die heimische Chip-Produktion erhöht werden. Deren Anteil liege derzeit lediglich bei 10 Prozent und solle bis 2030 auf 20 Prozent steigen. In der Folge verzeichneten die Chip-Werte in Europa eine Erholung oder stabilisierten sich zumindest. Infineon sanken um weitere 0,4 Prozent. Am Vortag waren die Titel noch um 8,5 Prozent eingebrochen. ASML stiegen um 2,7 Prozent, für STMicro ging es um 1,5 Prozent aufwärts und BE Semiconductor gewannen 1,8 Prozent. Der Technologiesektor gab um 0,3 Prozent nach und hielt sich damit vergleichsweise gut. Einziger Sektor im Plus waren Reise- und Touristikaktien, die im Schnitt um 0,9 Prozent zulegten. Hier gewannen Air France-KLM nach ihrem Kurssprung vom Vortag weitere 7,1 Prozent.

Vor allem Aktien mit KI-Bezug hatten am Vortag in den USA unter massivem Druck gestanden. Der Sektor wurde erneut von Befürchtungen belastet, dass der Ausbau der KI-Infrastruktur sich nach dem Sieg der Demokraten bei den US-Wahlen verzögern könnte. Obwohl die "blaue Welle" in den USA eine stärkere Kontrolle von Rechenzentren und KI-Infrastruktur nahelege, signalisiere dies nicht das Ende des KI-Investitionszyklus. "Unternehmensinvestitionen, strategischer Wettbewerb und Nachfrage nach Rechenleistung bleiben intakt", merkte Masahiko Loo, Chefstratege für Fixed Income bei State Street Investment Management, an. Er geht davon aus, dass sich die Volatilität beruhigt, sobald die Märkte wieder auf langfristige Fundamentaldaten blicken.

Der Ölpreis zeigte sich schwächer. Der Preis für ein Fass der Sorte Brent notierte gegen Ende des europäisch dominierten Handels 0,9 Prozent niedriger bei 97,38 Dollar. Der Markt setzt weiter auf eine friedliche Lösung im US-Iran-Krieg.

Zum Wochenausklang waren Unternehmensnachrichten dünn gesät - im Gegensatz zu den vergangenen Tagen. Für die Aktien von Daimler Truck ging es nach Zahlen für das dritte Quartal um 3,4 Prozent nach unten. Deutlichere Anfangsverluste wurden zum Teil wieder aufgeholt. Daimler Truck habe ein starkes drittes Quartal abgeliefert, kommentierte MWB. Allerdings haben der Umsatzanstieg um 19 Prozent im Jahresvergleich auf 12,6 Milliarden Euro und der Anstieg des bereinigten EBIT um 73 Prozent auf 1,1 Milliarden Euro unter den Erwartungen der Analysten gelegen. Die Auftragseingänge hätten den Konsens verfehlt, insbesondere in Nordamerika, hieß es dagegen von Bernstein.

Die Rheinmetall-Aktie baute ihre Vortagesverluste von gut 16 Prozent um weitere 3,4 Prozent aus. Der Rüstungskonzern hatte seine Prognose gesenkt. Zudem seien mit dem Wahlsieg der US-Demokraten die Friedensaussichten gestiegen, und die Rüstungsausgaben dürften weltweit gekappt werden, hieß es. Renk gaben um 2,9 Prozent nach.

Jost Werke (+4,5%) hat die Prognosen für den Umsatz und den Gewinn im Geschäftsjahr 2026 angehoben. Das Unternehmen rechnet nun mit einem Anstieg des Konzernumsatzes zwischen 9 und 11 Prozent. Bisher hatte es einen Anstieg im einstelligen Prozentbereich prognostiziert. Leicht positiv für Freenet (+0,4%) werteten Händler den geplanten Aktienrückkauf. Die rund 150 Millionen Euro aus dem Verkauf des Ceconomy-Anteils sollen zur Hälfte für einen Rückkauf aufgewendet werden.

Dagegen verloren Stabilus 12 Prozent. Im vierten Geschäftsquartal rutschte das Unternehmen überraschend ins Minus. "Positiv daran ist, dass das vor allem auf eine Abschreibung auf Goodwill zurückgeht, die nicht zahlungswirksam ist", sagte ein Händler: "Wirklich negativ ist aber der Mittelfrist-Ausblick." Hier strich Stabilus seine Absatzziele massiv zusammen: Bis 2030 wird nur noch ein Umsatz von 1,5 nach zuvor 2,0 Milliarden Euro erwartet. Auch die Marge dürfte niedriger ausfallen.

=== 
Index      zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag +/- % YTD 
Euro-Stoxx-50  6.170,49  -1,0  -61,05    6.231,54    6,5 
Stoxx-50    5.370,47  -0,9  -48,53    5.419,00    9,1 
DAX      25.820,36  -1,9  -504,65    26.325,01    5,3 
MDAX      30.642,23  -0,8  -249,33    27.039,42    0,1 
TecDAX     4.005,07  -0,9  -34,49    3.091,28    10,5 
SDAX      17.843,71  -1,0  -182,35    13.062,07    4,0 
FTSE      10.673,94  -1,0  -108,72    10.782,66    7,4 
CAC       8.139,00  -0,8  -66,37    8.205,37    -0,1 
SMI      14.796,50  -1,1  -171,23    14.967,73    11,4 
ATX       6.434,80  -1,2  -76,60    6.511,40    20,9 
 
DEVISEN         zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Do, 17:15 Uhr 
EUR/USD          1,1150  -0,6  -0,0068     1,1218     1,1216 
EUR/JPY          176,44  -0,2  -0,4300     176,87    177,1900 
EUR/CHF          0,9135  -0,3  -0,0024     0,9159     0,9147 
EUR/GBP          0,834  0,0  0,0000      0,834     0,8327 
USD/JPY          158,22  +0,4  0,5600     157,66    157,9600 
GBP/USD          1,3366  -0,6  -0,0083     1,3449     1,3463 
USD/CNY          6,676  +0,1  0,0080     6,6680     6,6680 
USD/CNH          6,6716  +0,1  0,0068     6,6648     6,6652 
AUS/USD          0,6871  -0,8  -0,0058     0,6929     0,6955 
Bitcoin/USD      75.926,52  +0,2  173,73    75.752,79   76.376,98 
 
ROHOEL          zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex         90,05  -0,5   -0,47      90,52 
Brent/ICE         97,38  -0,9   -0,91      98,29 
 
Metalle         zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag 
Gold          4.060,60  -0,7  -26,74    4.087,34 
Silber           51,93  +0,4   0,18      51,75 
Platin         1.537,53  +1,4   20,50    1.517,03 
 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/cln/mgo

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November 06, 2026 12:16 ET (17:16 GMT)

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