Osnabrück (ots) -
Deutsche Bundesländer haben in den vergangenen Jahren mindestens 2618 Menschen zu Unrecht inhaftiert. Das geht aus einer bundesweiten Abfrage der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (noz) bei den Justizministerien und Generalstaatsanwaltschaften hervor. Demnach zahlten die Länder zwischen 2019 und 2025 mindestens 15 Millionen Euro an Menschen, die unverschuldet im Gefängnis oder in Untersuchungshaft saßen.
Die Dunkelziffer dürfte weit höher liegen. Denn die Länder Nordrhein-Westfalen, Thüringen und Bayern erfassen keine Daten zur Haftentschädigung, wie die Behörden noz mitteilten; Bremen, Baden-Württemberg und Niedersachsen nur unzureichend. Das Bundesjustizministerium will die Haftentschädigung von 75 auf 100 Euro pro Tag anheben. Die Mehrkosten werden anhand von älteren Daten auf knapp zwei Millionen Euro geschätzt.
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Originalmeldung: https://www.presseportal.de/pm/58964/6385899
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Die Dunkelziffer dürfte weit höher liegen. Denn die Länder Nordrhein-Westfalen, Thüringen und Bayern erfassen keine Daten zur Haftentschädigung, wie die Behörden noz mitteilten; Bremen, Baden-Württemberg und Niedersachsen nur unzureichend. Das Bundesjustizministerium will die Haftentschädigung von 75 auf 100 Euro pro Tag anheben. Die Mehrkosten werden anhand von älteren Daten auf knapp zwei Millionen Euro geschätzt.
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