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Small- & Micro Cap Investment
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Biotech-Boom: Eli Lilly wächst rasant, Amgen legt nach - und Mesoblast liefert Zelltherapie-Umsätze

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Neue Medikamente sorgen für kräftiges Wachstum in der Pharmabranche. Eli Lilly (ISIN: US5324571083) meldete für das dritte Quartal 2026 einen Umsatzanstieg von 39 Prozent auf rund 24,4 Milliarden US-Dollar. Amgen (ISIN: US0311621009) legte beim Umsatz um acht Prozent zu. Die Ergebnisse zeigen, wie stark erfolgreiche Therapien das Geschäft ihrer Entwickler verändern können.

Auch Mesoblast (ISIN: AU000000MSB8) liefert inzwischen kommerzielle Zahlen. Der australische Zelltherapiespezialist berichtete für das Septemberquartal einen Ryoncil-Nettoumsatz von 28 Millionen US-Dollar, 44 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Gleichzeitig sank der operative Nettomittelabfluss deutlich. Hinzu kommen Fortschritte bei klinischen Programmen, die das Geschäft langfristig erweitern könnten.

Lilly und Amgen zeigen die wirtschaftliche Kraft neuer Therapien

Lillys jüngste Quartalszahlen übertrafen die bisherigen Erwartungen des Managements. Der Konzern erhöhte seine Jahresumsatzprognose auf 91 bis 92 Milliarden US-Dollar. Die starke Nachfrage nach seinen Medikamenten gegen Diabetes und Übergewicht verdeutlicht, welchen wirtschaftlichen Hebel erfolgreiche Behandlungen entfalten können.

Amgen zeigt, dass die Wachstumsimpulse über dieses Marktsegment hinausreichen. Zum Umsatzanstieg trugen insbesondere der Cholesterinsenker Repatha, das Lungenkrebsmedikament Imdelltra und die Therapie Uplizna gegen seltene Erkrankungen bei. Gleichzeitig entwickelt das Unternehmen den experimentellen Wirkstoff MariTide gegen Übergewicht weiter.

Für Anleger ergibt sich daraus eine gemeinsame Frage: Welche Unternehmen können medizinischen Fortschritt in wiederkehrende Erlöse übersetzen? Die Ergebnisse der beiden Konzerne liefern konkrete Beispiele. Ein flächendeckender Aufschwung sämtlicher Biotechnologieunternehmen lässt sich daraus allerdings nicht ableiten.

Mesoblast verbindet Zulassung mit tatsächlichen Verkäufen

Bei Mesoblast steht mit Ryoncil bereits ein zugelassenes Produkt im Mittelpunkt. Die US-Arzneimittelbehörde FDA genehmigte die Zelltherapie im Dezember 2024 für pädiatrische Patienten ab zwei Monaten mit steroidrefraktärer akuter Graft-versus-Host-Erkrankung.

Diese schwere Komplikation kann nach einer Stammzelltransplantation auftreten, wenn übertragene Immunzellen das Gewebe des Empfängers angreifen. "Steroidrefraktär" bedeutet, dass die Erkrankung auf eine Steroidbehandlung nicht ausreichend anspricht.

Die im Bericht vom 29. Oktober genannten 28 Millionen US-Dollar Quartalsumsatz zeigen die kommerzielle Nutzung in diesem spezialisierten Behandlungsgebiet. Die Umsatzangabe beruht noch auf vorläufigen Managementberechnungen.

Gegenüber den im Juli vorläufig gemeldeten 36 Millionen US-Dollar des Juniquartals fiel der Umsatz niedriger aus. Mesoblast verweist auf saisonale Auswirkungen der sommerlichen Behandlungsplanung. Im September habe die Zahl neu begonnener Patientenbehandlungen den bislang höchsten Monatsstand erreicht. Die kommenden Quartale werden zeigen, wie sich diese Entwicklung in weiteren Erlösen niederschlägt.

86 Prozent weniger operativer Mittelabfluss

Besonders auffällig ist die Entwicklung des Zahlungsstroms. Der operative Nettomittelabfluss sank gegenüber dem Vorjahresquartal um 86 Prozent: von 14,9 Millionen auf rund 2,1 Millionen US-Dollar. Ende September verfügte Mesoblast über liquide Mittel von rund 98,5 Millionen US-Dollar.

Damit fiel die laufende finanzielle Belastung erheblich geringer aus, während das Unternehmen seine Entwicklungsprogramme vorantrieb. Ein einzelnes Quartal belegt jedoch noch keine nachhaltige Profitabilität. Zudem weist der Bericht vollständig beanspruchte Kreditverbindlichkeiten von 125 Millionen US-Dollar aus.

Rückenschmerzen und Erwachsenenstudie eröffnen weitere Perspektiven

Die Zulassungsstudie für Ryoncil bei Erwachsenen mit steroidrefraktärer akuter Graft-versus-Host-Erkrankung hat begonnen und nimmt Patienten auf. Bis Jahresende sollen bis zu 40 US-Studienzentren aktiviert werden.

Beim separaten Zelltherapiekandidaten Rexlemestrocel-L wurde die Behandlung aller Teilnehmer der auf 350 Patienten erweiterten Phase-III-Studie gegen chronische entzündliche Rückenschmerzen abgeschlossen. Die Auswertung des primären Endpunkts einer über zwölf Monate anhaltenden Schmerzreduktion wird 2027 erwartet.

Mesoblast meldete außerdem ein positives FDA-Gespräch über einen geplanten Zulassungsantrag zur Vorbeugung lebensbedrohlicher Magen-Darm-Blutungen bei Patienten mit terminaler Herzinsuffizienz und linksventrikulärem Unterstützungssystem. Nach Unternehmensangaben kann die Antragstellung weiterverfolgt werden. Eine Zulassung ist damit noch nicht verbunden.

Fazit

Lilly und Amgen zeigen, dass neue Medikamente erhebliche wirtschaftliche Wirkung entfalten können. Für deutsche Anleger eröffnet dieser Branchenblick eine sinnvolle Einordnung kleinerer Entwickler: Entscheidend sind konkrete Behandlungserfolge, kommerzielle Nachfrage und die Finanzierung des weiteren Wachstums.

Mesoblast besitzt mit Ryoncil bereits eine zugelassene Therapie und messbare Produktumsätze. Das Wachstum gegenüber dem Vorjahr und der deutlich geringere operative Mittelabfluss sind nachvollziehbare Fortschritte. Die Verbindung zu Lilly und Amgen besteht im wirtschaftlichen Übergang von Innovation zu Vermarktung; eine Geschäftsbeziehung ergibt sich daraus nicht.

Nun zählen die nächsten Belege: weitere Ryoncil-Verkäufe nach dem saisonal schwächeren Sommerquartal, die Entwicklung von Kosten und Liquidität sowie belastbare klinische Ergebnisse. Die Erwachsenenstudie und die Rückenschmerzdaten 2027 könnten zusätzliche Möglichkeiten eröffnen, bleiben aber mit Entwicklungsrisiken verbunden.

Mesoblasts Investmentgeschichte gewinnt damit an Substanz: Neben der Aussicht auf neue Anwendungen steht inzwischen ein vermarktetes Zelltherapieprodukt, dessen wirtschaftliche Entwicklung sich Quartal für Quartal überprüfen lässt.


Quellen:

Mesoblast: "Activity Report for Quarter Ended September 30, 2026 (Appendix 4C)", 28./29. Oktober 2026. Vom Nutzer bereitgestellter Quartalsbericht einschließlich Cashflow-Anhang.

Mesoblast: "Ryoncil Delivers Net Revenue of US$36M for the Fourth Quarter Ended 30 June 2026", 10. Juli 2026. Zuvor bereitgestellte Unternehmensmitteilung.

Eli Lilly: "Lilly reports third-quarter 2026 financial results, raises full-year guidance and highlights regulatory progress across the portfolio", 29. Oktober 2026.
https://investor.lilly.com/news-releases/news-release-details/lilly-reports-third-quarter-2026-financial-results-raises-full

Amgen: "Amgen Reports Third Quarter 2026 Financial Results", 3. November 2026.
https://www.amgen.com/newsroom/press-releases/2026/11/amgen-reports-third-quarter-2026-financial-results

Reuters: "Amgen posts higher-than-expected third quarter results, but shares dip", 3. November 2026.
https://www.reuters.com/legal/litigation/amgen-third-quarter-sales-rise-8-led-by-cholesterol-cancer-drugs-2026-11-03/

Lassen Sie sich in den Verteiler für Mesoblast oder Nebenwerte eintragen. Einfach eine E-Mail an Eva Reuter: e-reuter@dr-reuter.eu mit dem Hinweis: "Verteiler Mesoblast" oder "Nebenwerte".

Mesoblast Limited

Land: Australien / ISIN: AU000000MSB8

https://investorsmedia.mesoblast.com

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