Tokio (BoerseGo.de) - Gemäß dem früheren US-Notenbankchef Alan Greenspan liegt der Schlüssel zur Stabilisierung des weltweiten Finanzsystems in der Bereinigung der überschüssigen Haus-Lagerbestände in den USA. Die entscheidende Sache zur Krise im Markt für zweitklassige Hypotheken (Subprimes) und der weltweiten Kreditkrise sei in der Möglichkeit des Abbaus von 200.000-300.000 Hausbeständen zu sehen. Der frühere Notenbankchef forderte zudem im Rahmen einer Videokonferenz zwischen Tokio und Washington die weltweiten Zentralbanken auf, Maßnahmen zu vermeiden, die mit der Möglichkeit einer Bildung von Vermögensblasen verbunden sind. Die Weltwirtschaft könne die gestiegenen Rohstoffpreise durch eine rigorosere Geldpolitik der Zentralbanken verkraften. Um die Inflation in Griff zu halten sei nicht zu einer Lockerung der Geldpolitik angeraten. Das aktuelle Zinsniveau sei angemessen. Daran sollte festgehalten werden. Er geht weiters von deutlichen Nachfragezuwächsen für Rohstoffe durch die rasch wachsenden Entwicklungsnationen aus. “Ich habe die Befürchtung, dass wir uns nach einer von Periode von fast zwei Jahrzehnten, die von rückläufigen Inflationsraten geprägt gewesen ist, wieder in die andere Richtung bewegen. Obwohl der Ölpreis bei über 90 Dollar steht, läuft die Weltwirtschaft weiter tadellos. Dies indiziere, dass die grundsätzlichen Strukturen als gesund zu bezeichnen sind. Der Dollar werde gegenüber den asiatischen Währungen langfristig weiter an Wert verlieren, falls Technologiefortschritte in Asien zu Produktivitätssteigerungen und höheren Lebensstandards in jener Region führen”, heißt es weiter von Greenspan.
